10.06.2025
PERSONALIE

KuCoin verstärkt EU-Führungsteam in Wien um zwei Personen

Doppelte Verstärkung für KuCoin EU: Mit Christian Derler und Tamara Rubey sind neue Expert:innen aus Banking und Legal an Bord, die die europäische Expansion stärken sollen.
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von links nach rechts: Oliver Stauber (CEO), Tamara Rubey (General Counsel), Christian Derler (CCO), Christian Niedermüller (COO)
von links nach rechts: Oliver Stauber (CEO), Tamara Rubey (General Counsel), Christian Derler (CCO), Christian Niedermüller (COO) (c) KuCoin

KuCoin, eine große Kryptobörse, verkündete bereits im Februar diesen Jahres, in Wien eine EU-Zentrale zu eröffnen – brutkasten berichtete. Jetzt geht die Kryptobörse mit einer neuen Änderung an die Öffentlichkeit: KuCoin holt den ehemaligen BKS-Banker Christian Derler als Chief Commercial Officer (CCO) an Bord. Zudem verstärkt Tamara Rubey als General Counsel und Geschäftsführerin von KuCoin EU Payment Services GmbH das Team.

Mit der Ernennung dieser beiden Führungskräfte ist das vierköpfige Management-Team des EU-Auslegers des Unternehmens jetzt vollständig. Rubey und Derler bilden damit gemeinsam mit CEO Oliver Stauber und COO Christian Niedermüller die Führungsebene von KuCoin EU am Standort Wien. Oliver Stauber war früher CLO bei Bitpanda, während Niedermüller davor als CEO bei Blocktrade tätig war. Laut eigenen Angaben hat KuCoin weltweit rund 40 Millionen Nutzer:innen und ein tägliches Handelsvolumen von 2,5 Milliarden Euro.

Expertise aus Bankwesen und Krypto-Regulierung

Tamara Rubey bringt Erfahrung im Bereich der Krypto-Regulierung und im Zahlungsverkehr mit. Als Juristin arbeitete sie beim österreichischen Zahlungsdienstleister PSA und stieg dann als Head of Legal bei Coinpanion (heute Altify) in die Krypto-Branche ein. Zuletzt war sie bei Bitpanda für regulatorische Themen zuständig. Als General Counsel wird sie bei KuCoin EU verantwortlich für jegliche rechtlichen und regulatorischen Belange sowie für die Geschäftsführung der KuCoin EU Payment Services GmbH sein.

Derler hingegen war bisher im klassischen Bankensektor tätig und hat dort über 20 Jahre Berufserfahrung. Jetzt wechselt Derler in die Krypto-Branche zu KuCoin und übernimmt dort die Rolle des Chief Commercial Officers.

Brückenbauer und Netzwerker

Zuletzt war Derler bei der BKS Bank für das gesamte Passiv-Geschäft verantwortlich und koordinierte das Produktmanagement, Asset Management, Brokerage und Private Banking. Fortan wird er bei KuCoin EU die Bereiche Business Development & Sales sowie Markting & Growth und HR & Administration leiten. Christian Derler über seinen Start bei KuCoin: „Ich kann bei KuCoin meine fachliche Tiefe und Führungserfahrung optimal einbringen. Gleichzeitig bin ich Teil einer echten Zukunftsbewegung. Wir bauen ein Produktangebot für Europa, das in der Branche neue Maßstäbe setzen wird. Die Kombination aus globaler Power und europäischer Innovationskraft ist einzigartig.“

Bei KuCoin setze man auf Derler als Netzwerker und Brückenbauer zwischen klassischem Banking und digitaler Finanzwelt, heißt es vom Unternehmen. Das sei eine besonders gefragte Fähigkeit im dynamischen Umfeld von KuCoin EU.

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Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs | (c) Peter Drechsler / SAL

Das österreichische Forschungszentrum Silicon Austria Labs (SAL) hat nach eigenen Angaben das weltweit dünnste bidirektionale 11-Kilowatt-Bordladegerät für Elektroautos entwickelt. Die sogenannte „Tiny Power Box 2.0“ ist nur fünf Zentimeter hoch und soll Autoherstellern neue Möglichkeiten beim Einbau bieten. Entwickelt wurde der Prototyp von Forschungsteams in Villach und Graz gemeinsam mit den Industriepartnern Infineon, AVL, TDK, Fronius und MetaSystem. Das Forschungsprojekt hatte ein Volumen von 7,2 Millionen Euro.

Laden und Strom zurückspeisen

Jedes Elektroauto verfügt über einen sogenannten On-Board-Charger. Dieser wandelt den Wechselstrom aus der Steckdose oder Wallbox in Gleichstrom um, den die Fahrzeugbatterie speichern kann. Die Tiny Power Box 2.0 übernimmt dabei gleich drei Funktionen: Sie lädt die Batterie mit bis zu elf Kilowatt, kann Strom aus dem Fahrzeug zurück ins Haus oder öffentliche Netz speisen und versorgt über einen integrierten Wandler auch das 12-Volt-Bordnetz. Darüber werden unter anderem Beleuchtung, Steuergeräte und Infotainment betrieben. Dafür ist bislang häufig ein separates Bauteil notwendig.

Durch die bidirektionale Funktion könnte ein geparktes Elektroauto künftig auch als Stromspeicher dienen. Beispielsweise ließe sich tagsüber erzeugter Solarstrom in der Fahrzeugbatterie speichern und bei Bedarf wieder im Haushalt nutzen.

Mehr Leistung auf weniger Raum

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung sei die Wärme gewesen, die beim Umwandeln des Stroms entsteht, heißt es von SAL. Je kompakter das Ladegerät, desto schwieriger wird es, diese abzuführen.

„Bei 50 Millimetern Bauhöhe liegt die eigentliche Herausforderung in der Wärmeentwicklung, die auf sehr kleinem Raum abgeführt werden muss. Wir haben Kühlung, magnetische Komponenten und Isolation deshalb in kombinierten Designprozessen als ein gemeinsames Gesamtsystem simuliert und entwickelt. Nur so lassen sich 11 Kilowatt bidirektional auf engstem Bauraum umsetzen“, erklärt Christian Mentin, Head of Research Unit System-Level Integration Technologies bei Silicon Austria Labs.

Die Entwicklung baut auf einem Vorgängerprojekt aus dem Jahr 2022 auf. Damals hatte SAL bereits ein kompaktes Ladegerät mit sieben Kilowatt Leistung entwickelt. Die neue Generation erreicht elf Kilowatt und kommt dabei mit einer deutlich geringeren Bauhöhe aus.

Forschungsergebnisse für weitere Anwendungen

Nach dreieinhalb Jahren Forschung liegt die Tiny Power Box 2.0 nun als Prototyp vor. Mit fast allen beteiligten Industriepartnern laufen bereits Folgeprojekte. Dabei sollen die entwickelten Technologien auch in anderen Bereichen zum Einsatz kommen, etwa in der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, in industriellen Gleichstromnetzen oder bei der Stromversorgung von Rechenzentren.

Ob und wann die Tiny Power Box 2.0 selbst in Serienfahrzeugen eingesetzt werden könnte, ist derzeit offen. Interesse gibt es laut SAL aber bereits von europäischen und internationalen Autoherstellern.

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