28.11.2025
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KuCoin EU: Kryptobörse erhält MiCAR-Lizenz in Österreich

Das Europageschäft der ursprünglich in China gegründeten Kryptobörse wird von Oliver Stauber (CEO) und Christian Niedermüller (COO) aus Wien heraus geleitet. Nun hat das Unternehmen eine MiCAR-Lizenz der Finanzmarktaufsicht (FMA) erhalten. brutkasten hat bei Oliver Stauber nachgefragt.
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Oliver Stauber und Christian Niedermüller
Oliver Stauber und Christian Niedermüller | Foto: KuCoin

Im Februar wurde es angekündigt (brutkasten berichtete), nun ist es Realität: Die von den beiden Österreichern Oliver Stauber (CEO) und Christian Niedermüller (COO) geführte EU-Gesellschaft der internationalen Kryptobörse KuCoin hat in Österreich die Lizenz für Crypto Asset Service Provider (CASP) nach der EU-Verordnung Markets in Crypto-Assets (MiCA) erhalten. Dies ermöglicht es der Börse nun, ihre Dienstleistungen im EWR-Raum zu vermarkten.

„Der Erhalt der Lizenz ist für uns ein riesiger Meilenstein, den wir uns hart erarbeitet haben“, sagte Stauber im Gespräch mit brutkasten. „Unser großartiges Team hat Tag und Nacht dafür gearbeitet. Unser COO Christian Niedermüller hat einen unfassbaren Job gemacht. In rechtlicher Hinsicht hatten wir großartige Unterstützung von Martin Hanzl und EY Law.“ Die Finanzmarktaufsicht habe er als „konstruktiv und professionell“ erlebt, sagt Stauber weiter.

Wie geht es nun weiter? „Wir wollen die Lizenz so bald wie möglich aktivieren und mit unserer Plattform sicheren und benutzerfreundlichen Handel in der EU anbieten“, erläutert der KuCoin-EU-CEO. Vertrauen zu gewinnen, sei zentral: „Vertrauen ist die Basis für alles“.

KuCoin-Europazentrale in Wien eröffnet

KuCoin hat seine Europazentrale ebenfalls dieses Jahr in Wien eröffnet. Ihren globalen Sitz hat die 2017 in China gegründete Börse auf den Seychellen. Bekannt wurde sie vor allem für ihr Angebot im Altcoin-Bereich. Nach eigenen Angaben hat sie über 39 Millionen Nutzer:innen weltweit.

Stauber und Niedermüller waren auch vor ihrem Engagement bei KuCoin viele Jahre in der heimischen Blockchain-Szene unterwegs: Stauber war unter anderem Chief Legal Officer (CLO) des Wiener Krypto-Unicorns Bitpanda und der auf Blockchain-Daten spezialisierten deutsch-schweizerischen Firma Glassnode.

Niedermüller wiederum hatte vor seinem Einstieg bei KuCoin von Februar 2022 bis Juni 2024 die Kryptobörse Blocktrade mit Sitz in Luxemburg geleitet. Er war außerdem unter anderem Co-Founder der Investmentfirma SMAPE Capital sowie des Blockchain-Infrastrukturunternehmens DAIC. Sowohl Stauber als auch Niedermüller waren zudem Gründungsmitglieder der Digital Assets Association Austria (DAAA).

KuCoin folgt bei FMA-MiCAR-Lizenz auf Bitpanda, Bybit u.a.

KuCoin ist nicht der erste Krypto-Anbieter, der in Österreich eine MiCAR-Lizenz erhält. Die FMA hat sie unter anderem bereits BitpandaBybitCryptoNow und 21bitcoin erteilt. Auch ByBit hat – wie KuCoin – seine Europa-Zentrale in Wien eröffnet.

Ebenso wie KuCoin hatte sich auch Bybit schon entschieden, Malta als einziges EWR-Land vom Lizenz-Antrag auszunehmen – die Lizenz gilt somit für alle restlichen 29 EWR-Staaten.

Malta hatte bereits vor MiCAR ein eigenes weitreichendes Krypto-Regulierungsregime. Der Regulator steht jedoch mittlerweile in der Kritik, so hat etwa die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) im Juli 2025 in einem Peer-Review festgestellt, dass der maltesische Regulator MFSA bei mindestens einer CASP-Lizenz „nur teilweise“ MiCAR-konform gearbeitet hat. Dass diese Situation beim Opt-out für Malta eine Rolle gespielt hat, ist zu vermuten. Offiziell als Grund angeführt wurde es weder von KuCoin noch zuvor von Bybit.

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Healthblokk
© Peter Crane - Shideh Heravi von HealthBlokk.

Für die Gründerin des Vorarlberger Startups HealthBlokk, Shideh Heravi, waren die vergangenen Monate von Unsicherheit geprägt. Der Krieg im Iran führte dazu, dass der Kontakt zu Familienmitgliedern und Teilen ihres Teams von einem Tag auf den anderen abriss. Gleichzeitig stand das Startup mitten in einer Finanzierungsrunde.

HealthBlokk-Founderin: „Ankerpunkte weg“

„Von einem Tag auf den anderen hatten wir keinen Kontakt mehr zu meiner Familie und auch nicht zu Teilen unseres Teams. Plötzlich waren zwei wichtige Ankerpunkte gleichzeitig weg“, erzählt Heravi im Gespräch mit brutkasten. „Ich habe mich gefragt: Warten wir ab? Machen wir weiter? Schließen wir vielleicht sogar?“

Trotz der schwierigen Situation entschied sich das Startup weiterzumachen. Die geopolitische Situation wirkte sich jedoch direkt auf das Unternehmen aus.

„Wir haben die Produktentwicklung für etwa zwei Monate gestoppt. In dieser Zeit lag unser Fokus auf Strategie, Partnerschaften und darauf, die Situation überhaupt zu bewältigen“, sagt Heravi.

Finanzierungsrunde im Gespräch

Mittlerweile sei der Kontakt zum Entwicklerteam (und zur Familie) wieder hergestellt. Ein Entwickler, der sich derzeit noch im Iran befindet, soll nach erfolgreichem Abschluss einer Finanzierungsrunde (zeitnah geplant) nach Österreich geholt werden.

Das Startup arbeitet an einer App, die Nutzer:innen dabei unterstützt, passende Lebensmittel und Gerichte entsprechend ihrer individuellen Unverträglichkeiten und Ernährungsbedürfnisse zu finden – brutkasten berichtete.

„Wir wollen eine intelligentere Discovery-App schaffen, die viel genauer beantworten kann, was jemand essen kann und was nicht“, erklärt Heravi. „Künftig soll ein KI-Agent jede Nutzerin und jeden Nutzer besser kennenlernen und Empfehlungen immer stärker personalisieren.“

In mehreren Sprachen

Besonders auf Reisen soll die Anwendung künftig mehr Unterstützung bieten. Geplant sind unter anderem lokale Sprachfunktionen, die es User:innen ermöglichen sollen, auch im Ausland einfacher passende Speisen zu finden.

„Wenn ich beispielsweise in Portugal bin, möchte ich in der jeweiligen Landessprache sofort verstehen können, was ich essen kann und worauf ich achten muss“, so Heravi.

Team wächst

Aktuell besteht das Team aus sechs Personen. Vier arbeiten Vollzeit für das Startup, zwei weitere unterstützen neben ihren Hauptberufen. Besonders stolz ist Heravi auf die Zusammenarbeit mit jungen Talenten.

© zVg – Shideh Heravi mit Teodora Markovic.

„Ich kann anderen Gründerinnen und Gründern nur empfehlen, schon sehr früh mit Studierenden und jungen Talenten zusammenzuarbeiten“, sagt sie. „Sie bringen neue Perspektiven mit und können langfristig zu den loyalsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden.“

Für HealthBlokk steht nun zunächst der erwähnte Abschluss der Finanzierungsrunde im Fokus. Weitere Closings sind geplant, wobei sich die Gründerin mehr Frauen als Partnerinnen wünscht, wie sie sagt. Parallel dazu soll die Produktentwicklung wieder beschleunigt werden. Das langfristige Ziel bleibt unverändert: Menschen mit Unverträglichkeiten und speziellen Ernährungsbedürfnissen mithilfe von KI einfacher durch ihren Alltag zu begleiten.

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