30.01.2026
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„Trust first. Trade next“: KuCoin EU startet mit festlicher Gala in Wien

Die internationale Kryptobörse KuCoin startet offiziell in der EU. Dies wurde mit einer festlichen Gala in der Spanischen Hofreitschule in Wien zelebriert. Mit dabei war unter anderem Tour-de-France-Gewinner Tadej Pogačar, der als Global Brand Ambassador präsentiert wurde.
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Christian Niedermüller, Audrey Lim, Tadej Pogačar, BC Wong und Sabina Liu | (c) FRBMedia Eugen Nemecek

Es war ein Abend, an dem eine historisch bedeutsame Kulisse auf die digitale Zukunft traf. Unter dem Motto „An Evening with KuCoin EU“ lud die globale Kryptobörse KuCoin in die ehrwürdigen Hallen der Spanischen Hofreitschule in Wien, um einen entscheidenden Meilenstein ihrer Unternehmensgeschichte zu feiern: den offiziellen Start von KuCoin EU unter dem neuen MiCAR-Regulierungsrahmen. 

Der von der bekannten Fernsehmoderatorin Kristina Inhof moderierte Abend vereinte führende Köpfe aus Europas Finanz-, Regulierungs- und Innovationssektoren mit sportlicher Prominenz, darunter der ehemalige deutsche Fußball-Europameister Oliver Bierhoff und – als Überraschungsgast des Abends – Radsport-Superstar Tadej Pogačar.

Vom globalen Riesen zum lokalen Partner

Der Abend fand im feierlichen Ambiente der Spanischen Hofreitschule statt. | (c) FRB Media Eugen Nemecek

Hinter diesem Event steht ein Schwergewicht der Branche. Seit der Gründung im Jahr 2017 hat sich KuCoin zu einer führenden globalen Krypto-Plattform entwickelt, der mittlerweile über 40 Millionen Nutzer in mehr als 200 Ländern und Regionen vertrauen. Mit Zugang zu über 1.000 gelisteten Token, Spot- und Futures-Handel auf der globalen Plattform sowie institutioneller Vermögensverwaltung und einer Web3-Wallet liefert das Unternehmen innovative und konforme Dienstleistungen für digitale Assets. 

Im Februar 2025 war bekannt geworden, dass KuCoin auch in der EU offiziell starten wird und seine Europa-Zentrale in Wien eröffnen werde (brutkasten berichtete). Im November erhielt das Unternehmen dann die Lizenz nach der EU-Verordnung Markets in Crypto-Assets (MiCAR) (brutkasten berichtete).

KuCoin-CEO: Regulatorischer Rahmen in Österreich “klar, robust und zukunftsorientiert”

Auf der europäischen Strategie lag auch der Fokus an diesem Abend. Der globale CEO von KuCoin, BC Wong, eröffnete den offiziellen Teil mit einer klaren Botschaft zur Standortwahl. Die Entscheidung für Wien als Hauptsitz der europäischen Expansion war kein Zufall, sondern ein bewusster strategischer Schritt.

„Wir haben Wien aus einem sehr klaren Grund gewählt“, betonte Wong in seiner Eröffnungsrede. „Österreich hat einen regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte geschaffen, der klar, robust und zukunftsorientiert ist.“ 

Diese regulatorische Klarheit habe KuCoin das nötige Vertrauen gegeben, um diesen entscheidenden Schritt nach Europa zu wagen. Managing Director Sabina Liu unterstrich diese Standortentscheidung in einem brutkasten-Interview am Rande des Events und lobte die Zusammenarbeit mit den Behörden: „Wir haben einen sehr guten, offenen und transparenten Dialog mit der österreichischen Regulierungsbehörde, der FMA.”

Digitale Assets: „Unvermeidbare Assetklasse“

Moderatorin Kristina Inhof und die Führungsriege von KuCoin EU Sabina Liu, Audrey Lim und Christian Niedermüller | (c) FRB Media Eugen Nemecek

Im Zentrum des fachlichen Teils stand eine tiefgehende Diskussion mit der Führungsriege von KuCoin EU, bestehend aus Sabina Liu (Managing Director KuCoin EU), Christian Niedermüller (COO & Managing Director KuCoin EU) und Audrey Lim (Managing Director KuCoin EU). Das beherrschende Thema war die fundamentale Bedeutung der MiCAR-Lizenz. Sabina Liu zeichnete die Evolution der Branche nach: „Vor ein paar Jahren waren digitale Assets oder Krypto nur ein Nischenexperiment für eine kleine Anzahl von Nutzern“.

Heute jedoch sei die Lage anders: „Digitale Vermögenswerte sind eine unvermeidbare Anlageklasse – nicht nur für einzelne Investoren, sondern auch für institutionelle Investoren und Regierungen“. Die MiCAR-Verordnung biete nun einen harmonisierten Rahmen, der „Leitplanken für uns als Industrie setzt, um Vertrauen aufzubauen“.

MiCAR-Lizenz: Prozess „war wirklich wie ein Marathon“

Für Christian Niedermüller war der Weg zur Lizenzierung ein Kraftakt. Er beschrieb den Prozess sehr bildhaft: „Dieser ganze Prozess war wirklich wie ein Marathon, er hat uns ein Jahr gekostet und manchmal viel Schweiß und Tränen“. Doch das Ergebnis rechtfertige den Aufwand, denn „heute hier auf dieser Bühne zu stehen und potenziell eine Plattform zu launchen, ist eine Mega-Leistung“.

Wie groß der kulturelle Wandel dabei tatsächlich war, erklärte Niedermüller in einem Interview mit dem brutkasten: „Was in dem Prozess enthalten ist – eine ordnungsgemäße Corporate Governance, die Erstellung aller notwendigen Richtlinien und Verfahren –, das ist besonders für eine ehemals unregulierte Kryptobörse aus dem asiatischen Markt am Anfang eine große Anstrengung“.

„Entweder man entscheidet sich, eine Glücksspielseite zu sein, oder man wird eine Finanzinstitution“

Ein zentraler Aspekt des Gesprächs war der notwendige Kulturwandel innerhalb des Unternehmens. Audrey Lim brachte die Philosophie der „Compliance First“-Strategie mit einem prägnanten Zitat auf den Punkt: „Entweder man entscheidet sich, eine Glücksspielseite zu sein, oder man wird eine Finanzinstitution“. KuCoin habe sich entschieden: „Das wurde unsere Philosophie, wir wollen eine Finanzinstitution sein“. Dies erforderte massive Anpassungen im Hintergrund. 

Wie Christian Niedermüller erläuterte, lassen sich globale Produkte nicht einfach übertragen. Es gehe um „Richtlinien, Standardarbeitsanweisungen, eine Menge langweiliges Zeug, das aber notwendig ist, um wirklich ausgefeilte Produkte zu schaffen, die uns zu einer Finanzinstitution machen anstatt zu irgendetwas anderem“.

Sportliche Exzellenz trifft auf Finanzwelt: Tadej Pogačar

Christian Niedermüller, Audrey Lim, Tadej Pogačar, BC Wong und Sabina Liu v.l. | (c) FRB Media Eugen Nemecek

Nach dem fachlichen Deep Dive folgte das nächste Highlight: Sabina Liu kündigte den neuen globalen Markenbotschafter an: Tadej Pogačar. In einem „Fireside Chat“ gab der vierfache Tour-de-France-Sieger faszinierende Einblicke in seine Mentalität. Auf die Frage nach den winzigen Margen im Spitzensport antwortete er: „Es ist im Grunde ein 24/7-Job, alle Details zu finden, die man verbessern kann“.

Pogačar zog starke Parallelen zwischen Sport und Business, insbesondere beim Thema Disziplin: „Disziplin ist eines der wichtigsten Dinge im Sport, im Leben und auch im Geschäft“. Auch die Bedeutung des Teams hob er hervor: „Ohne das Team wäre ich niemals in der Lage, irgendein Rennen zu gewinnen. Ich hätte null Siege“. Zum Thema Führung unter Druck fand er deutliche Worte: Ein Leader müsse immer die Ruhe bewahren. „Der Anführer muss ein Vorbild für alle um ihn herum sein“, erklärte Pogačar.

„KuCoin EU is now live“

Zelebriert wurde dann auch der symbolische Akt des Starts von KuCoins Handelplattform in der EU. Unter dem Countdown des Publikums drückten die drei KuCoin-EU-Führungskräfte gemeinsam den roten „Launch“-Knopf – und es hieß: „KuCoin EU is now live!“.

Zum Start bietet die Plattform Spot-Trading sowie die Möglichkeit, Krypto und Fiat ein- und auszuzahlen. Es ist ein bewusster Start mit Basisfunktionen, um die Compliance zu gewährleisten. Weitere Features wie Margin-Trading, „Earn“-Produkte oder die angekündigte „KuCard“ sollen zeitnah folgen, wie Christian Niedermüller im brutkasten-Gespräch ankündigte.

Audrey Lim ergänzte im Interview: „Kunden können nicht nur Sicherheit auf Bankenniveau erwarten, sondern auch Produkte, die nicht nur auf Vorschriften, sondern auf das europäische Nutzererlebnis zugeschnitten sind“.

„Trust first. Trade next“

Zusammenfassend war die Veranstaltung in der Spanischen Hofreitschule ein starkes Statement dafür, dass die Zukunft von Krypto in Europa untrennbar mit Regulierung verbunden ist. Das neue Leitmotiv „Trust first. Trade next.“  gibt dabei die Richtung vor. 

Sabina Liu formulierte die Ambition für die kommenden Jahre im brutkasten-Gespräch mit einem passenden Vergleich zum Stargast des Abends: „Wie können wir das Niveau erreichen, das Tadej Pogačar im Radsport hat? Das ist ein sehr, sehr ehrgeiziges Ziel, aber wir wollen den Versuch wagen“

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Ecocircling
© Franz Neumayr - Teresa Millinger (l.), Geschäftsführerin Ecocircling und Grace Sheehan, Investorin und US-Unternehmerin.

Das oberösterreichisch-salzburgische Startup hat knapp ein Jahr nach Projektstart und einem US-Investment seine erste Pilotanlage hochgefahren. Ziel ist es, die starke Importabhängigkeit Österreichs bei Speisefisch zu reduzieren. Die modularen „Cubes“ kombinieren dafür Fischzucht und Pflanzenproduktion in einem geschlossenen Wasserkreislauf, der durch moderne Sensorik und KI-gestütztes Monitoring weitgehend automatisiert betrieben wird.

Ecocircling und die Wasserersparnis

Die aktuelle Pilotanlage ist auf eine Jahresproduktion von bis zu neun Tonnen Wels ausgelegt und punktet vor allem durch einen extrem geringen Ressourcenverbrauch. Millinger erklärt das Prinzip: „Wir geben täglich weniger als fünf Prozent Frischwasser zu, das übrige Wasser wird aufbereitet und wiederverwendet. In unserem Aquaponik-System reinigen zusätzlich die Pflanzen das Wasser, indem sie die Nährstoffe aufnehmen. So kommen wir auf über 90 Prozent Ersparnis gegenüber klassischer Teichhaltung.“

Künftig sollen die Anlagen in unterschiedlichen Größen unter anderem für Hotels, Gastronomie und landwirtschaftliche Betriebe angeboten werden. Dafür musste das Startup jedoch die größte Hürde der Branche meistern: den massiven Energiebedarf.

„Das ist genau der Punkt, an dem viele Wettbewerber gescheitert sind“, sagt die Co-Founderin. „Der entscheidende Faktor ist der Winter: Unsere Fische brauchen eine Beckentemperatur von 26 °C, und dieses Wasser dauerhaft warm zu halten, ist der mit Abstand aufwendigste Energieposten. Genau daran ist bei vielen die Kalkulation zerbrochen. Wir haben unsere Anlagen deshalb konsequent auf diesen Punkt hin optimiert: Durch eine exzellente Dämmung, die den Wärmeverlust von vornherein minimiert, durch eine KI-gesteuerte Wärmerückgewinnung und durch eigene Energiequellen – ein Windrad und eine Biomasseanlage, die als Brennstoff sogar den Abfall aus unserer Gemüseproduktion nutzt.“

PV und Windrad

Dieser Ansatz ist bei Ecocircling bereits in der Umsetzung: Bei der Pilotanlage in Oberösterreich soll in den kommenden Monaten das erwähnte Windrad installiert werden; auch Photovoltaik ist in Planung. „Dadurch fällt der zugekaufte Wärmeanteil sehr gering aus. Genaue Werte für die KWh pro Fisch hängen vom Standort ab. Westliche oder windarme Regionen sind hier benachteiligt“, räumt die Gründerin ein. Durch die eigene Energieversorgung möchte das Startup den Betrieb von den Preisschwankungen des volatilen Marktes entkoppeln. „Damit bleibt unsere Kalkulation planbar, auch wenn die Energiepreise steigen“, so Millinger.

Fokus auf Technologie

Ob es künftig Pläne gibt, diese Prozesstechnologie zu vertreiben, oder „nur“ mit Fischen Geld zu machen, meint Millinger, dass beides in den Köpfen des Teams bestehe, jedoch mit klarer Priorität auf der Technologie.

„Unser Kern ist die Anlage selbst: ein standardisiertes Plug-and-Play-Produkt, das wir künftig in verschiedenen Größen anbieten. Eigene Standorte betreiben wir vor allem als Referenzanlagen. Überzeugend macht das Ganze das Verhältnis von Investition zu Kapazität – 90.000 Euro für zwölf Tonnen Fisch pro Jahr, mit einem Return on Investment von typischerweise unter drei Jahren. Genau diese Kombination aus niedrigem Preis, Standardisierung und geringem Betreuungsaufwand macht die Anlage zu einem echten Produkt. Dass es schon in der Entwicklungsphase internationale Nachfrage gab, bestätigt das.“

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