07.04.2026
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KSV1870: Ricardo-José Vybiral bleibt für weitere fünf Jahre CEO

Der Verbandsvorstand und der Aufsichtsrat der KSV1870 Holding AG haben die Funktionsperiode von Ricardo-José Vybiral vorzeitig verlängert. Damit möchte die Organisation ihr Digitalisierungsstrategie weiter vorantreiben.
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KSV1870: Ricardo-José Vybiral als CEO bestätigt | (c) Foto Wilke

Ricardo-José Vybiral wird für weitere fünf Jahre als CEO an der Spitze der KSV1870 Gruppe stehen. Der Betriebswirt mit technischem Background leitet die Geschicke des mit rund 35.000 Mitgliedern größten österreichischen Gläubigerschutzverbandes bereits seit dem Jahr 2016. Wie der KSV1870 am Dienstag mitteilte, soll mit diesem Schritt der „erfolgreiche Weg der Modernisierung“ fortgesetzt werden. An der Seite von Vybiral wird weiterhin Hannes Frech als Partner in der Geschäftsführung und als CFO der KSV1870 Holding AG agieren.

Fokus auf Digitalisierung und Fintech-Beteiligungen

In den vergangenen Jahren hat Vybiral laut KSV1870 die strategische Neuausrichtung der Organisation konzipiert und eine ganzheitliche Transformation auf den Weg gebracht. Besonders im Fokus standen dabei die Implementierung von digitalen Prozessen und „State-of-the-Art“-Services sowie die Neuausrichtung der Mitgliedschaft.

Neben dem Kerngeschäft erwarb der KSV1870 unter der Führung von Vybiral auch einige Beteiligungen. So wurde der Gläubigerschutzverband beispielsweise Mehrheitseigentümer des Cybersecurity-Unternehmens Nimbusec und übernahm FINcredible, einen Anbieter von Echtzeit-Bankkontoinformationen.

Hintergrund und gesellschaftliche Verantwortung

Vor seiner Zeit beim KSV1870 war Vybiral als CEO für eine der weltweit renommiertesten CRM & Digital-Agenturen, die Wunderman Gruppe in Deutschland und Österreich, tätig. Zudem fungiert er seit vergangenem Jahr auch als Vize-Präsident des ÖAMTC. „Ich bedanke mich beim Vorstand des Kreditschutzverband von 1870 für das Vertrauen und die gute, konstruktive Zusammenarbeit im Dienste des Gläubigerschutzes in Österreich“, so Vybiral über die Vertragsverlängerung.

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Easelink
© Luxshare - (v.l.) Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink und Harvey Yuan, General Manager Luxshare.

2022 schloss das Grazer Startup Easelink eine 8,3 Millionen Euro schwere Series-A-Finanzierungsrunde ab, der im Oktober 2024 ein 1,5 Mio. Euro-Investment von Verbund X Ventures folgte. Im November 2025 gründete man die Matrix Charging Interest Group (MCIG), eine Branchenkooperation zur Standardisierung der „Matrix Charging Technologie“, die vom österreichischen High-Tech-Unternehmen entwickelt wurde. Dem folgte heuer eine Kooperation mit SEG Automotive – brutkasten berichtete. Nun hat man in China den ersten Technologie-Lizenzpartner gewinnen können.

China gilt als der weltweit größte Markt für Elektromobilität und war für Easelink schon immer von zentraler strategischer Bedeutung – siehe 2018. Für die Industrialisierung und Bereitstellung von Matrix Charging verlangen die spezifischen Anforderungen des chinesischen Automobilmarkts einen Local-for-Local-Ansatz. „Mit Luxshare gewinnt Easelink einen dedizierten Lizenznehmer für China – ein weiterer Schritt in der Strategie, in allen wichtigen Automobilmärkten Lizenz- und Industrialisierungspartner für Matrix Charging aufzubauen“, liest man in der Aussendung. Die Partnerschaft hat bereits zu konkreten Marktaktivitäten geführt: Beide Unternehmen arbeiten an ersten OEM-Projekten (Original Equipment Manufacturer), um die Technologie in künftige Fahrzeugplattformen zu integrieren.

„Wir sehen großes Potenzial in unserer Zusammenarbeit mit Easelink, die es uns ermöglicht, neue Kundensegmente im Bereich der automatisierten Abrechnung zu erschließen. Darüber hinaus sind wir uns der entscheidenden Rolle bewusst, die die Standardisierung neuer Schnittstellen spielt, und setzen uns daher in der ‚Matrix Charging Interest Group‘ für die entsprechenden Standardisierungsbemühungen ein, um Interoperabilität und eine breite Marktakzeptanz sicherzustellen“, sagt Harvey Yuan, General Manager von Luxshare.

„Wachsende Präsenz in China“

Die Zusammenarbeit baut auf Luxshares Erfahrung auf, gemeinsam mit führenden internationalen Technologieunternehmen Produkte zu industrialisieren und „in großem Maßstab“ zu fertigen. Gleichzeitig wird Easelink sein lokales Team in China weiter ausbauen, um die technische und projektbezogene Zusammenarbeit mit Luxshare und chinesischen OEMs eng zu begleiten.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit einem global so bedeutenden Unternehmen wie Luxshare – einem komplementären Partner mit starkem Engineering-Know-how“, sagt Hermann Stockinger, Gründer & CEO Easelink. „Gemeinsam konzentrieren wir uns darauf, Kunden in China vor Ort zu betreuen und Matrix Charging in bestehende Wertschöpfungsketten der Automobilindustrie zu integrieren. Diese Partnerschaft ist ein wichtiger Meilenstein für unsere wachsende Präsenz in China und ein zentraler Baustein unserer Mission, den globalen Industriestandard für automatisiertes Laden zu setzen.“

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