16.08.2019

Zustimmung der Österreicher zu Kryptowährungen sinkt weiter

Österreicher lehnen Bitcoin und Co. ziemlich rigoros ab. Nur 13 Prozent stehen Kryptowährungen positiv gegenüber – das ist das Ergebnis einer internationalen Vergleichsstudie der Bank ING.
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Kryptowährungen
(c) fotolia / aaron amat

Die Österreicher befinden sich in einem Stimmungstief in Sachen Kryptowährungen – das ist das Ergebnis des ING International Survey. Dabei handelt es sich um eine internationale Vergleichsstudie, die in zwölf europäischen Ländern sowie der Türkei, Australien und den USA durchgeführt wurde. Lediglich 13 Prozent der Österreicher stehen digitalen Währungen positiv gegenüber. Österreich nimmt somit den letzten Platz in der Umfrage ein, für die hierzulande 1000 Personen befragt wurden.

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Zustimmung sinkt weiter

Die Studie wurde bereits 2018 durchgeführt. Verglichen mit der Vorjahresumfrage, ist die Einstellung zu Kryptowährungen hierzulande weiter gesunken. So heißt in der Studie: „2018 waren noch 20 Prozent der Österreicher die meinten, dass Kryptogeld die Zukunft des digitalen Zahlungsverkehrs ist, heuer sind es 17 Prozent. An die Bedeutung als Anlageform glaubten 2018 17 Prozent der Österreicher, nun sind es 14 Prozent.“

Zudem glauben lediglich 15 Prozent der Österreicher, dass der Kurs von digitalen Währungen in den kommenden zwölf Monaten steigen wird. Dahingehend lässt sich laut ING ableiten, dass die Österreicher einen konservativen Anlagestil mit wenig Risiko und Kursschwankungen bevorzugen.

Der Trend, dass die Zustimmung zu Bitcoin und Co. weiter sinkt, lässt sich laut dem ING International Survey auch in andren europäischen Ländern feststellen. Ausnahmen sind allerdings Polen und Rumänien, sowie die Türkei, die das Ranking eindeutig anführt.

Kryptowährungen
APA/ING

Lohn in Kryptowährungen

In der Studie wurde zudem erhoben, ob die Befragten ihr Gehalt in Kryptowährung ausgezahlt haben wollen. Lediglich fünf Prozent der Österreicher haben diese Frage bejaht. In dieser Kategorie belegt Österreich laut ING ebenfalls den letzten Platz. Den Spitzenplatz nimmt hingegen wieder die Türkei ein: Ganze 36 Prozent könnten sich für eine Lohnzahlung in Kryptowährung begeistern.

Beispiel Neuseeland

Die Studie liefert keine Daten zu Neuseeland, obgleich diese Werte durchaus spannend wären: Mit 1. September dürfen nämlich neuseeländische Unternehmen ihren Mitarbeitern ihr Gehalt in Kryptowährungen auszahlen. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die Kryptowährung an eine „reale“ Währung gebunden ist. Zudem müssen sie die Möglichkeit haben, diese sofort in eine Fiat-Währung umzutauschen. An der Besteuerung soll sich übrigens nichts ändern.


 

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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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