31.12.2021

Krypto-CEOs und Expert:innen: Diese Trends werden 2022 prägen

Ganz klar, 2021 war ein starkes Jahr für die Kryptobranche. Aber wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Der brutkasten hat österreichische Expert:innen sowie Startups aus der Branche nach ihrer Einschätzung gefragt.
/artikel/krypto-trends-2022
Krypto-Exptert:innen
Diese Krypto-Expert:innen gaben ihre Einschätzungen ab.

Non-Fungible Token (NFTs), Decentralized Finance (DeFi) und das Metaverse – das sind nur einiger der Stichwörter, die man häufig hört, wenn es um Krypto-Trends geht. Aber wie wird es nach dem starken Krypto-Jahr 2021 wirklich weitergehen? Welche Entwicklungen werden das neue Jahr prägen? Und was waren die Highlights im nun abgelaufenen Jahr? Diese Fragen haben wir österreichischen Startup-Gründern aus der Branche und Krypto-Exptert:innen gestellt.


Paul Klanschek, Co-CEO Bitpanda

Paul Klanschek | (c) Bitpanda

Für 2022 erwarten wir, dass sehr viele traditionelle Banken und Fintechs Crypto anbieten werden, viele davon über die „White Label“-Lösung von Bitpanda. 😉 Der Hype um Non-Fungable Token (NFTs) wird, denken wir, auch nicht in 2022 verschwinden. Auch Decentralized Finance (DeFi) und andere Krypto-Produkte werden immer besser werden und mehr Nutzung erfahren.

Die Hightlights von 2021: Krypto wird mit Aktien, Edelmetallen und Immobilien jetzt von den meisten als eigene Assetklasse anerkannt und auch die traditionellen Finanzbranche (TradFi) baut fleißig an Produkten, damit auch Institutionelle damit handeln können – eine tolle Neuerung. Überraschend war für uns die Macht der „Meme“-Tokens, welche mittlerweile ein ganzes Stück der Marktkapitalisierung des Kryptomarkts ausmachen.

Anita Posch, Bitcoin-Expertin

Anita Posch
Foto: Anita Posch, lizenziert unter einer Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International License

Ein wichtiges Thema 2022 wird die steigende Inflation sein und der damit einhergehende Wohlstandsverlust. Bitcoin ist im Mainstream angekommen und obwohl es weiterhin viele negative Schlagzeilen darüber gibt, erkennen mehr und mehr Menschen, dass Bitcoin die einzige Möglichkeit ist, Geld langfristig zu sparen.

Technisch gesehen war die Aktivierung von Taproot im Herbst 2021 die wichtigste Neuerung für die Zukunft von Bitcoin. Dadurch wird die Privatsphäre bei Bitcoin Zahlungen wesentlich erhöht. Dies ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal angesichts der Einführung von digitalem Zentralbankgeld, das definitiv die Kontrolle und Überwachung der Bevölkerung durch den Staat erhöhen wird. Die Implementierung von Taproot in Bitcoin-Wallets wird Transaktionsgebühren verringern und ermöglicht neue Funktionen auf der Bitcoin-Blockchain. 2022 wird das Jahr, in dem Bitcoin-NFTs launchen, die Nutzung des Lightning Netzwerks wird durch Heimatüberweisungen, Gaming, Mikrozahlungen zu YouTubern und Content Produzent*innen exponentiell wachsen.

Die Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in El Salvador war global, politisch gesehen, der große Knall im vergangenen Jahr. 2022 werden weitere Länder, die keine eigene Währung haben und in großer Abhängigkeit von den USA sind, folgen. Der globale Süden wird Treiber der Bitcoin-Adoption bleiben.

Florian Wimmer, CEO Blockpit

Florian Wimmer

Ich denke, dass Stablecoins 2022 eines der Riesenthemen sein werden – alleine dadurch, dass die EU-Verordnung „Markets in Crypto-Assets“ (MiCA) und die Regulatorik kommt. Wir sehen es ja auch jetzt gerade bei LUNA – ein Stablecoin-Ecosystem, das gerade durch die Decke geht. Spannend wird sein, wie die Regulatorik ausfällt, das wird einen massiven Effekt haben. Ein anderes Thema, das sicher auch spannend sein wird, sind Security Token. Auch hier ist die Regulatorik mit MiCA wieder ein Riesenthema. Wenn die da ist, werden Security Token eventuell den Weg in den dritten Markt finden. Wenn es Liquditität gibt für Security Tokens, wird das Thema sicher auch explodieren.

Dann ist natürlich die Frage, wie es am Markt weitergeht. Viele denken ja, dass es zu einem Bärenmarkt kommen wird, denn das war ja 2018 auch so und nach so einem „bullishen“ Jahr muss es jetzt runtergehen. Ich glaube das nicht. Ein weiterer Trend ist ja das Involvement von institutionellen Anlegern. Das hat heuer schon angefangen und wird 2022 noch einmal um einiges heftiger werden. Das wird über Angebot und Nachfrage den Markt stützen. So eine Korrektur wie 2018 werden wir daher sicher nicht mehr sehen.

Ein weiterer Trend ist das Thema Metaverse und Play-to-earn. Da sehe ich gerade einiges aufgehen und das wird 2022 definitiv prägen. Hier ist die Frage, welche Metaverse-Projekte sich absetzen werden, was Facebook machen wird, aber auch was im dezentralen Bereich passieren wird. Dazu kommt noch das Thema Play-to-earn. Da brauche ich gar nicht einmal das umfangreiche 3D-Metaverse, es gibt ja jetzt schon einige Spiele, die blockchainbasiert sind, wie Axie Infinity oder DeFi Kingdoms, die einen massiven Zuwachs an Nutzern haben. Gaming ist und bleibt für mich diese Einstiegsbrücke in Krypto für den Massenmarkt. Damit wird es anfangen, dass abseits vom Finanzmarkt und instititutionellen Playern auch der Retailmarkt in den Genuss von blockchainbasierten Systemen kommt.

Was waren die Highlights 2021? Abgesehen davon, dass der gesamte Markt durch die Decke gegangen ist, war das letzte Jahr für mich vor allem von NFTs geprägt. Ich glaub aber, dass wir da nach wie vor in einer sehr frühen Phase sind – es passiert viel mit Kunst und Profilbildern, aber weniger mit Utility. Das wird dann erst noch kommen. Für uns als Unternehmen war natürlich die Krypto-Steuerreform in Österreich definitiv ein Highlight. Das kam ehrlich gesagt unerwartet – ich habe mir nicht gedacht, dass wir hier vorpreschen. Das war für Blockpit ein sehr positives Highlight, aber auch für jeden Krypto-Trader, auch wenn es erst nächstes Jahr in Effekt tritt.

Davon abgesehen haben wir 2021 ein bisschen ein „Decoupling“ von Bitcoin gesehen: Mit Layer-1-Blockchain-Contester wie Solana, Terra und Avalanche hat sich der Markt mehr in Richtung Fundamentals entwickelt hat. Wir haben hier das erste Mal in diesem Bereich Anwendungen, in die investiert wird – wie etwa Decentralized Finance (DeFi), das 2021 so richtig groß geworden ist. DeFi und NFTs könnten zusammengefasst als tatsächliche Anwendungen von Blockchain gesehen werden. In den Jahren davor war alles außer Bitcoin und vielleicht ein paar Ethereum-Smart-Contracts Spekulation auf Whitepapers.

Alexander Valtingojer, CEO Coinpanion

Alexander Valtingojer, Coinpanion
Alexander Valtingojer, Coinpanion

Ich glaube, dass auch 2022 das Jahr der NFTs sein wird. In Kombination mit dem Aufstieg des Metaverse als Narrativ werden NFTs einen fundamentalen Baustein für die digitale Welt bilden. Zudem werden wir vermehrt NFTs von klassischen Playern der Gaming-Branche wie Blizzard oder Ubisoft, aber auch in vielleicht nicht so offensichtlichen Industrien wie der Event- oder Sport-Branche sehen. Die Akzeptanz von NFTs als Technologie um digitalen Besitz und Einzigartigkeit darzustellen, hat gerade erst angefangen und wird sich über alle Bereiche unseres Lebens erstrecken.

Was man aber auch sagen muss ist, dass wir uns aktuell in einer Hype-Phase (vor allem in Richtung digitaler Kunst) befinden und vermutlich 99 Prozent der aktuell gehandelten NFTs gegen 0 gehen werden. Nichtsdestotrotz werden die Use Cases weiterwachsen. Wir werden sich auch weitere spannende Entwicklungen Richtung DeFi sehen, aber ich glaube das nächste Jahr wird wieder den NFTs gehören.

Bereits 2021 war das Jahr der NFTs. Rund 25 Mrd. US-Dollar wurden 2021 über NFTs umgesetzt und rund 8 Mrd. Dollar an Venture-Capital-Funding floss in Unternehmen, die an dieser Technologie arbeiten. Besonders die folgenden zwei Bereich haben das Jahr für NFTs geprägt: Einerseits digitale Kunst, angefangen mit Beeples 69-Millionen-Dollar-NFT-Auktion bis hin zum Aufstieg von OpenSea als Consumer-Plattform entstand nun ein neuer Weg für Künstler, für ihre Arbeit im Internet bezahlt zu werden. Andererseits Gaming Items – das Blockchain-Spiel Axie Infinity mit mehr als 1 Million täglich aktiven Usern zeigt das Potential von „Play to Earn“ und öffnet Spielern neue Möglichkeiten, ihre Gaming Items über Plattformen hinaus zu verwerten.

Matthias Reder, Bitcoin-Experte und Bitcoin Key Account Manager bei Coinfinity

Matthias Reder © beigestellt/unsplash/Montage
Matthias Reder © beigestellt/unsplash/Montage

Ich sehe drei Trends: Das Beispiel El Salvador wird Schule machen. Präsident Bukele hat gezeigt, dass ein Staat mit dem neutralen Bitcoin als offiziellem Zahlungsmittel sowie geschickten Marketingmaßnahmen hier einiges für das Land rausholen kann. Neben Publicity und Sonderwirtschaftszonen gibt es einen Boom in der Touristikbranche sowie bei weiteren infrastrukturellen Maßnahmen. Nach El Salvador stehen schon die nächsten Länder an – das pazifische Inselreich Tonga etwa oder möglicherweise Simbabwe bzw. sogar Argentinien. Vor allem Entwicklungsländer mit einer instabilen Geldpolitik sowie hoher Inflationsraten werden sehr genau alle Vor- und Nachteile betrachten. Meine Prognose: Mindestens zwei weitere Länder werden Bitcoin zum staatlichen Zahlungsmittel erheben.

Der zweite Trend: Wer wird das Rennen um einen Open-Source-Blockchain-„Industriestandard“ machen? Momentan hat Ethereum hier die Nase vorne, was die Anzahl der Projekte, Developer bzw. Transaktionszahlen usw. angeht – aber wird das für einen zukünftigen Standard reichen? Vor allem hinsichtlich der Transaktionsgebühren ist hier sicherlich noch starker Verbesserungsbedarf. Das Energiethema wurde ja schon mal mit ETH 2.0 und Proof of Stake gelöst, aber können wirklich weitere Projekte wie Solana, Polkadot, Algorand & Co. den König vom Thron zu stürzen? Konkurrenz belebt das Geschäft und daher wird auch 2022 die Entwicklungen in diesem Bereich extrem schnelllebig bleiben.

Als dritten Trend sehe ich, dass NFTs weiter am Vormarsch bleiben und durch das Thema Metaverse noch gestärkt werden. Ich war am Anfang skeptisch gegenüber NFTs und deren Nutzung/Umsetzung. Mittlerweile bin ich ob der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten extrem beeindruckt. Wir erleben mit NFTs die echte Tokensierung. Alles und Jedes wird Einzug in die Blockchain halten – ob es auf den ersten Blick sinnvoll ist oder nicht. Ich gehe davon aus, dass 2022 NFTs auch außerhalb des Kunstmarktes Fuß fassen werden.

Was 2021 angeht, ist ein Highlight ist für mich über alle anderen zu stellen: Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel in El Salvador. Ich bin davon überzeugt, dass der 7. September 2021 noch Eingang in sämtliche Wirtschaftsgeschichtsbücher (und nicht nur diese) halten wird. Ich konnte mich persönlich in El Salvador vor Ort von der Umsetzung überzeugen und bin überrascht wie schnell alles gegangen ist. Es ist noch viel Aufklärung notwendig – weltweit – und dazu trägt vor allem die Bitcoin-Community bei, welche hier unermüdlich und mit extrem viel Enthusiasmus voran geht und den Menschen zum Thema Geld die Augen öffnet. Da bin ich stolz, auch meinen Beitrag dazu zu leisten.

Martin Fröhler, CEO Morpher

Morpher-CEO Martin Fröhler
Morpher-CEO Martin Fröhler | © brutkasten/Schauer-Burkart

Was 2022 prägen wird: Wir werden sehr viel vom Metaverse hören, nehme ich an. Mit Facebook hat sich einer der größen Konzerne auf diese digitale Zukunft committed. Es wird weiter viel von Stablecoins und deren Regulierung die Rede sein, weitere Länder werden Crypto (BTC, Stablecoins) als Zahlungsmittel anerkennen. Mit etwas Glück launched Ethereum 2.0 und migriert zu Proof of Stake. Es ist auch anzunehmen, dass der Preis von Bitcoin/Crypto im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen wird sobald Bitcoin die Marke von 100.000 US-Dollar überschreitet oder Ethereum die 10.000-Dollar-Schwelle. Weitere high-profile Institutionelle Investoren werden in Crypto investieren – ich denke da an die Top-US-Tech-Unternehmen und Sovereign Wealth Funds.

Was 2021 geprägt hat: der Miner-Exodus aus China, der sich langfristig als schwerer Fehler für China entpuppen wird. El Salvador, das als erstes Land der Welt Bitcoin zum Zahlungsmittel gemacht hat, und die extrem erfolgreiche, weil stark nachgefragte, Einführung des Bitcoin-ETFs in den USA. Mini-Hype-Cycles hatten wir auch mit NFTs und Dog-Meme-Coins.

Disclaimer: Dieser Text sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Steuerberatung, Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Sie dienen lediglich der persönlichen Information. Es wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie abgegeben. Die Inhalte von brutkasten.com richten sich ausschließlich an natürliche Personen.

Deine ungelesenen Artikel:
15.10.2026

Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Startups

Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Startups“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
/artikel/das-voting-zum-innovator-of-the-year-2026-kategorie-startups
15.10.2026

Das Voting zum „Innovator of the Year“ 2026 – Kategorie Startups

Mit dem Innovator of the Year kürt brutkasten jedes Jahr gemeinsam mit seiner Community die innovativsten Köpfe Österreichs. In der Kategorie „Startups“ kannst du jetzt bis 1. November 2026 für deine:n Favorit:in abstimmen. Der Award wird am 5. November im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum vergeben.
/artikel/das-voting-zum-innovator-of-the-year-2026-kategorie-startups
Die diesjährigen Nominierten des "Innovator of the Year" in der Kategorie Startups. | © brutkasten

Ein weiteres spannendes Jahr in der heimischen Startup-Welt geht in die finale Phase. Während das tiefe Tal beim Investmentvolumen endlich überwunden ist, sorgen die weiterhin angespannte gesamtwirtschaftliche Lage und immer neue geopolitische Zerwürfnisse nach wie vor für Herausforderungen.

Einige Startups müssen sich geschlagen geben, andere schlagen sich durch und manche schlagen sich richtig gut. Mit Ausdauer, Umsetzungswillen und einzigartigen Innovationen haben auch dieses Jahr viele junge Unternehmen großes geschafft.

Zehn davon holen wir als Nominierte für den Innovator of the Year in der Kategorie Startups vor den Vorhang. Der Preis wird heuer zum 6. Mal vergeben. Am 5. November findet die feierliche Award Ceremony im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum im Wiener Palais Berg statt. Neben der Kategorie Startups wird der Award dieses Jahr in den Kategorien Scaleups und Corporate Innovation vergeben. Als Preis in allen drei Kategorien winkt jeweils ein brutkasten-Medienpaket im Wert von 4.100 Euro.


Die „Innovator of the Year“-Kategorie Startups wird durch die Österreichische Notariatskammer unterstützt.


Publikumsvoting zum Innovator of the Year | Kategorie „Startups“

Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.

(Hinweis: Bei mehrfacher Stimmabgabe pro Tag erfolgt zwar keine gesonderte Fehlermeldung im Voting-Tool, Mehrfachvotes werden vom System jedoch automatisiert erkannt und ausgefiltert).

Jetzt voten!

Polls

Ablatic AI

Die Ablatic-AI-Gründer vl. Florian Zimmermann (CEO) und Julian Mauerkirchner (CTO) | (c) Ablatic AI
Die Ablatic-AI-Gründer vl. Florian Zimmermann (CEO) und Julian Mauerkirchner (CTO) | © Ablatic AI

Aktuell schießen sehr viele KI-Startups aus dem Boden. Doch nur ein winziger Bruchteil davon baut ein eigenes KI-Modell. Ablatic AI aus Linz ist eines davon. Im September ging es mit seinem Large Language Model Talos an den Start, das in mehreren Benchmark-Tests mit der Weltklasse mitspielt. In einer Kategorie übertraf man sogar OpenAIs Flagship-Modell GPT-5.6 Sol. Das gelang mit einem kleinen Team und bislang ohne VC-Kapital. Trainiert wird das Modell in der AI Factory Austria AI:AT im Rahmen des EuroHPC-Programms.

Aitiologic

Die Aitiologic-Gründer (vlnr.): Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum | (c) Aitiologic
Die Aitiologic-Gründer (v.l.n.r.): Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum | © Aitiologic

Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum, die Gründer von Aitiologic, holten heuer 6,4 Mio. Euro in einer Seed-Runde, angeführt von den Healthcare-Investoren Heal Capital und Ananda Impact Ventures. Aitiologic entwickelt die Plattform „Aitios“, die zellfreie DNA im Blut untersucht und die Daten mit KI auswertet. Die Technologie geht auf die Forschung von Gründer und CEO Andreas Posch bei Siemens Healthineers zurück und wurde vom Startup exklusiv lizenziert. Zudem holte man Gordon Sanghera, den Mitgründer des britischen DNA-Sequenzierungs-Spinoffs Oxford Nanopore Technologies, an Bord. Er führte es 21 Jahre lang als CEO, bis zum Börsengang in London.

Diamens

Diamens
Das Team von Diamens (v.l.n.r.): Clara Ganhör, Marlene Rezk-Füreder, Angelika Lackner, Peter Oppelt und Eva Scharnagl | © Diamens

Das HealthTech-Unternehmen aus Linz entwickelt einen nicht-invasiven Selbsttest zur Diagnose von Endometriose, der auf Menstruationsblut basiert und Frauen operative Eingriffe ersparen soll. Im März 2026 sicherte sich das Team rund um Clara Ganhör ein sechsstelliges Investment, um die Produktentwicklung und wichtige klinische Tests weiter voranzutreiben. Das Jahr 2026 war zudem für Diamens besonders erfolgreich, da das Spinoff den S&B Award sowie den Edison-Preis in Oberösterreich gewann. Hinzu kam eine Nominierung für den EY-Scaleup Award in der Kategorie BioTech und Spin-off.

Iono Robotics

Ümit Bas, Gründer von Iono Robotics | © Iono Robotics

Das Linzer Deep-Tech-Startup Iono Robotics von Gründer und CEO Ümit Bas hat heuer in der Tabakfabrik Linz seinen humanoiden Roboter „Workmate“ erstmals öffentlich präsentiert. Das System soll in knapp zwei Jahren in Serienproduktion gehen und ist speziell für den industriellen Einsatz konzipiert. Erste Pilotkund:innen sind bereits an Bord. Gedacht ist „Workmate“, wie der Name nahelegt, als Unterstützung in Arbeitsumgebungen, konkret in Branchen wie Industrie, Logistik, Handel und Service. Punkten soll er dabei unter anderem mit einer im Kopf integrierten Drohne, die aus der Luft die Umgebung noch besser erfassen kann.

REPS

Das REPS-Team mit CEO Alfons Huber (r.), COO Laura Wiedmann (5. v.l) und CTO Sai Kumar Konduru (4. v.l.) | © Patrick Lux

Das Tiroler Startup REPS von Gründer Alfons Huber macht Straßen zu Kraftwerken: Sein Road Energy Production System wandelt die Bremsenergie von Lkw über Platten in der Fahrbahn in Strom um. Seit November 2025 läuft die erste kommerzielle Anlage im Hamburger Hafen, über 115.000 Lkw haben dort in sechs Monaten rund 6.700 Kilowattstunden erzeugt. Im Mai holte sich REPS 23,6 Millionen US-Dollar mit einem britischen VC-Fonds im Lead, nur acht Monate nach dem 1,3-Millionen-Seed. Mit dem Kapital will das Unternehmen aus Mils, an dem auch Elisabeth Köstinger beteiligt ist, international ausrollen. Über 90 Interessenten aus der Hafen- und Logistikbranche stehen laut eigenen Angaben in Gesprächen.

R-Space Technologies

Das R-Space Team mit den Gründern (1. Reihe v.l. Christof Obertscheider, Carsten Scharlemann und Wolfgang Treberspurg) | © R-Space

Viele Raumfahrt-Startups scheitern daran, dass sie ihre Technologien vor dem Markteintritt nie im All testen können. R-Space, mit Sitz am Flughafen Wien-Schwechat, will diese Hürde abbauen und bietet mit ihrem eigens entwickelten Satelliten In-Orbit-Tests als Rundum-Service an. Das Ziel: Firmen innerhalb von nur sechs Monaten ins All zu bringen. Ende 2026 soll die erste Mission an Bord einer Rakete des deutschen Herstellers Isar Aerospace mit Technologien von drei Partnerunternehmen starten. Das 2021 gegründete Unternehmen will damit die Weichen für die nächste Generation europäischer Raumfahrt stellen; die nächsten drei Satelliten sind laut eigenen Angaben bereits in Vorbereitung.

Straion

Straion
(v.l.) Fabian Friedl, Lukas Holzer, und Katrin Freihofner von Straion | © Straion

Der KI-Boom bringt eine neue Geschwindigkeit mit sich. Auch für etablierte Unternehmen führt daher kein Weg an KI-generiertem Code vorbei. Dieser birgt aber bekanntlich (noch) erhebliche Risiken. Das Linzer Startup Straion nimmt sich des Problems an und sorgt mit seiner Anwendung dafür, dass der KI-generierte Code interne Standards, Sicherheitsanforderungen und Architekturvorgaben von Unternehmen erfüllt. Damit konnte sich das Startup dieses Jahr auch ein 1,1-Mio.-Euro-Investment sichern.

Tumbleweed

Das Tumbleweed-Team | © Tumbleweed

Das Wiener Space-Tech-Startup Tumbleweed hat dieses Jahr bewiesen, dass der Zugang zum Weltall in Rekordgeschwindigkeit möglich ist: Die Hardware für die erste Orbit-Mission „Oasis Alpha“ wurde in unter neun Monaten fertiggestellt und war laut eigenen Angaben bereits frühzeitig ausgebucht. Am 7. Juli 2026 feierte das Unternehmen einen weiteren Meilenstein, als der Satellit im Rahmen einer SpaceX Transporter-17-Mission erfolgreich in eine erdnahe Umlaufbahn gebracht wurde.

Turn-Motion

Die Turn-Motion-Gründer v.l. Chien-hua Huang, Georg Popp und Manuel Lachmayr | (c) Stefan Fuertbauer
Die Turn-Motion-Gründer v.l. Chien-hua Huang, Georg Popp und Manuel Lachmayr | © Stefan Fuertbauer

Das Wiener Startup Turn-Motion von Georg Popp, Chien-hua Huang und Manuel Lachmayr fertigt maßgeschneiderte Orthesen mit KI und 3D-Druck, bis zu 15 Stück in der Zeit, die bisher für eine einzige gebraucht wurde. Die Gründungsgeschichte ist persönlich: Popp erkrankte als Kind an Polio und sollte laut Prognose den Rollstuhl kaum verlassen können. Heuer holte sich das Startup sein erstes privates Kapital, und das mit Signalwirkung: Noctua Science Ventures, der Spinoff-Fonds von Speedinvest und TU Wien, führte die Pre-Seed-Runde an, sein erstes bekanntes Investment überhaupt. Mit dabei sind das Wiener Tech-Scaleup Squer und drei Business Angels.

zone14

Tobias Gahleitner, Lukas Grömer und Simon Schmiderer (v.l.n.r.) von zone14 | © zone14

Das Wiener Startup zone14 von Simon Schmiderer, Tobias Gahleitner und Lukas Grömer baute sein Engagement im heimischen Fußball aus und schloss heuer eine Partnerschaft mit dem Wiener Sport-Club. Das Team will mit seiner Technologie Video- und Performance-Analysen im Fußball breiter zugänglich machen und konnte neben dem Hernalser Kultklub auch Ex-ÖFB-Kapitän Marc Janko als strategischen Investor für sich gewinnen. Die Technologie des Startups ist in über zehn Ländern verfügbar: Mehr als 200 Systeme sind global im Einsatz – von flächendeckenden Ausstattungen ganzer Ligen wie der ersten Profiliga Zyperns bis hin zu Traditionsvereinen wie dem SK Rapid, dem FK Austria Wien und dem SV Darmstadt 98.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Krypto-CEOs und Expert:innen: Diese Trends werden 2022 prägen

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Krypto-CEOs und Expert:innen: Diese Trends werden 2022 prägen

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Krypto-CEOs und Expert:innen: Diese Trends werden 2022 prägen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Krypto-CEOs und Expert:innen: Diese Trends werden 2022 prägen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Krypto-CEOs und Expert:innen: Diese Trends werden 2022 prägen

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Krypto-CEOs und Expert:innen: Diese Trends werden 2022 prägen

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Krypto-CEOs und Expert:innen: Diese Trends werden 2022 prägen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Krypto-CEOs und Expert:innen: Diese Trends werden 2022 prägen

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Krypto-CEOs und Expert:innen: Diese Trends werden 2022 prägen