08.03.2021

Krypto-Experte: Diese Kryptowährung wird vom US-Konjunkturpaket besonders profitieren

Mit 1,9 Billionen Dollar soll die US-Wirtschaft angekurbelt werden - doch das Paket dürfte auch am Kryptomarkt zum Kurstreiber werden, erwartet Christopher Obereder von Coin Stats.
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Bitcoin-Experte Christopher Obereder ist CMO bei Coin Stats
Christopher Obereder ist CMO bei Coin Stats. | © Christopher Obereder

1,9 Billionen Dollar – so schwer ist das neue Konjunkturpaket in den USA, das am Wochenende vom Kongress abgesegnet wurde. Und nein, das ist kein Übersetzungsfehler: Es sind tatsächlich 1.900 Milliarden Dollar. So will US-Präsident Joe Biden die von der Corona-Pandemie angeschlagene US-Wirtschaft wieder beleben.

Doch auch für Bitcoin und andere Kryptowährungen dürfte das Paket zum Kurstreiber werden, ist Krypto-Experte Christopher Obereder überzeugt. Der Serial Entrepreneur ist derzeit unter anderem Chief Marketing Officer (CMO) bei Coin Stats. Herzstück des Konjunkturpakets: Eine Direktzahlung in der Höhe von 1.400 Dollar an jeden Haushalt in den USA mit einem Einkommen von unter 150.000 Dollar (bei Paaren) oder 75.000 Dollar (bei Alleinlebenden).

Genau diese 1.400 Dollar könnte so mancher Empfänger in Kryptowährungen investieren, erwartet Obereder. „Die USA sind ein superwichtiger Markt für Krypto. Schon das Stimulus-Paket im vergangenen April hatte richtig Fahrt in den Kryptomarkt gebracht“, sagte Obereder zum brutkasten. Damals hatte es ebenfalls Direktzahlungen an Haushalte – in der Höhe von 1.200 Dollar – gegeben. Auch dieses Jahr dürften die Maßnahmen den Kryptomarkt befügeln, erwartet Obereder.

Nach den Rekordständen im Februar hatte sich der Kryptomarkt eher seitwärts bewegt. Mit dem Stimuluspaket könnte der Markt nun nach oben ausbrechen. „Die nächsten drei bis vier Wochen – vielleicht sogar schon die nächsten zwei Wochen – könnten wir richtig große Kurssprünge sehen“, sagt Obereder. Konkret könnte der Bitcoin-Preis – derzeit bei rund 50.000 Dollar – in den nächsten Wochen bis auf 70.000 Dollar steigen.

Noch stärker profitieren dürfte jedoch eine andere Kryptowährung – und zwar Ethereum bzw. Ether (ETH). „Viele denken, dass sie den Zug bei Bitcoin schon verpasst haben, wollen aber am Kryptomarkt dabei sein. Diese Leute sehen Ethereum jetzt als ihre große Chance“, sagt Obereder. Er sieht deswegen großes Kurspotenzial: „50 bis 100 Prozent wären in den nächsten Wochen möglich, Ethereum könnte 3.000 oder sogar 3.500 Dollar erreichen“.

Am Montag lag der ETH-Kurs zu Mittag bei rund 1.700 Dollar. Mit den 1.400 Dollar aus dem Stimulus-Scheck der Regierung erhält man somit zwar keine ganze Coin mehr. Allerdings ist Ether weiterhin deutlich leistbarer als Bitcoin. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir noch in dieser Woche die 2.000-Dollar-Marke bei Ethereum durchbrechen und dann geht es schnell nach oben“, erwartet Obereder.

Disclaimer: Dieser Text sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Steuerberatung, Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Sie dienen lediglich der persönlichen Information und geben ausschließlich die Meinung des Interviewpartners wieder. Es wird keine Empfehlung für eine bestimmte Anlagestrategie abgegeben. Die Inhalte von derbrutkasten.com richten sich ausschließlich an natürliche Personen.

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PrixxOne, Klemmbausteine, Lego-Möbel
© PrixxOne

Im Netz kursieren seit langer Zeit witzige Memes und Aussagen solcher Art: „Ja, ein Autounfall tut weh, aber bist du schon Mal auf einen Legostein draufgestiegen?“ Eher das Gegenteil zu Pein, nämlich die Liebe zu den dänischen Bausteinen hat PrixxOne-Gründer Jürgen Sommer schon als kleines Kind entwickelt. Sein He-Man aus der „Masters of the Universe“-Reihe saß damals auf einem Lego-Thron, mit Pölstern aus Watte und Taschentüchern.

PrixxOne: Möbelsystem aus Interlocking-Blöcken

Diese Leidenschaft lebte er später auch als Vater weiter. Als seine beiden Söhne acht und vier waren, baute das Trio ein riesiges Haus aus Lego mit Möbeln darin. „Ich habe mir damals sogar gewünscht, so groß wie eine Lego-Figur zu sein“, gesteht der Founder.

Doch statt wenige Zentimeter groß zu sein, war Sommer vor seiner Unternehmer-Karriere Lehrling bei der Wiener Städtischen und 18 Jahre lang u.a. als Manager bei Uniqa tätig. Dort und auch bei Raiffeisen gestaltete er Prozesse für interne sowie Außenpartner der Versicherungsbranche und verantwortete den Bereich digitale Signaturen.

„Ich habe immer sehr viel gearbeitet, manchmal 16 Stunden am Tag“, sagt er, „also habe ich eine Auszeit genommen und bin dem Projekt nachgegangen.“

© PrixxOne – Jürgen Sommer.

Das Projekt heißt PrixxOne und entwickelt ein Produkt, bei dem es nicht nur nicht wehtut, draufzusteigen, sondern es ist dafür gemacht, sich draufzusetzen. Sommers Startup bietet ein Möbelsystem aus Interlocking-Blöcken (oder Klemmbausteinen) im Maßstab 15:1 an. Patentrechtlich ist diese Prinzip frei nutzbar, denn der ursprüngliche Patentschutz für das Klemmsystem lief 1978 aus und der Europäische Gerichtshof hat 2010 die Form des Steins als Marke zu schützen abgelehnt. Wobei sich Lego immer wieder und auch aktuell in Rechtsstreitigkeiten befindet, zum Design oder bestimmten Bausteinen etwa, wie hier im Juni berichtet wurde.

Made in Austria

Unabhängig davon produziert das durch Investments aus dem familiären Bereich gestützte Unternehmen von Sommer diese Klemmbausteine, die nicht nur zum Möbelstück gebaut werden können, sondern auch designgeschützt sind: Jede Seite des PrixxOne-Bausteins verfügt über eine zwei Zentimeter hohe Ausnehmung, sodass man den Stein ohne jegliches Werkzeug auseinandernehmen, aufbauen, umbauen und erweitern kann – vom Hocker zum Sessel, bis hin zur Couch. Laut Gründer trage die Konstruktion das Gewicht von Erwachsenen – das sei intensiv getestet worden.

Die Bausteine werden in Wien designt und bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff. „Wir nehmen Material, das sonst auf Deponien landen würde, und verwandeln es in zirkuläres, langlebiges Design komplett ohne Verschwendung“, sagt Sommer.

So richtig durchstarten möchte er Anfang nächsten Jahres und hat für die Produktion im Sinne von „Made in Austria“ drei potentielle österreichische Partner an der Hand. „Es ist nur noch eine Skalierungsfrage“, sagt Sommer, der mit seiner Idee auch einen Nachhaltigkeitsgedanken verfolgt: „In den vergangenen 25 Jahren habe ich als Operations-Manager und COO große Unternehmensstrukturen optimiert. Mein zentraler Antrieb ist das Lean-Management: Starrheit aufbrechen und Verschwendung radikal eliminieren. Genau dieses Mindset übertrage ich nun von der Unternehmenswelt mit PrixxOne auf die Möbelbranche.“

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