02.12.2024
STARTUP-PAKET

Kreislaufwirtschafts-Beratung für Startups: Clever Clover und Interzero starten Kooperation

Mit einem speziellen Startup-Paket möchte Interzero junge Unternehmen beim Markteintritt in Österreich unterstützen. In Kooperation mit dem FMCG-Accelerator Clever Clover rund um Heinrich Prokop bietet der Kreislaufwirtschaftsdienstleister nun passende Services – von Beratung über Verpackungsentwicklung bis zum Waste Management.
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Clever Clover, Startup Paket, Kreislaufwirtschaft
(c) Interzero - v.l.n.r.: Thomas Glatz, Managing Director bei Interzero Österreich, und Heinrich Prokop, Founder & Managing Director bei Clever Clover.

Startups, die in Österreich ihre Produkte auf den Markt bringen wollen, stehen vor einem komplexen Geflecht aus Richtlinien und gesetzlichen Bestimmungen. EU-weite Vorgaben wie die PPWR (Packaging & Packaging Waste Regulation) und lokale Verordnungen definieren nicht nur, wie die Verpackung für jedes Produkt beschaffen sein muss, sondern verlangen auch eine korrekte Lizenzierung, bevor diese in Umlauf gebracht werden darf – dies wissen Thomas Glatz, Managing Director bei Interzero Österreich und Heinrich Prokop, Founder & Managing Director bei Clever Clover.

Clever Clover-Founder Prokop: „Immer wieder sorgen regulatorische Hürden für Verzögerungen“

In Zusammenarbeit mit dem FMCG-Accelerator Clever Clover rund um den Investor und Startup-Experten Prokop bietet der Kreislaufwirtschaftsdienstleister Interzero daher nun diverse Services an, um junge Unternehmen beim Markteintritt zu unterstützen. Diese reichen von Beratungsleistungen im Hinblick auf Design und Recyclingfähigkeit nachhaltiger Produktverpackungen über die Entwicklung und den Einsatz von Rezyklatrezepturen bis hin zur korrekten Entpflichtung und schließlich maßgeschneiderten Waste-Management-Lösungen für anfallende Abfälle.

„In Österreich drängen sehr viele Startups mit wirklich ambitionierten Gründer:innen auf den Markt – aus dem Inland genauso wie aus dem Ausland. Immer wieder sorgen jedoch regulatorische Hürden, auf die man erst im Laufe des Prozesses stößt, für Verzögerungen. Unser Partner Interzero steht Startups mit seiner langjährigen Erfahrung von Beginn an beratend zur Seite und sorgt damit dafür, dass der Markteintritt reibungslos funktioniert“, sagt Prokop.

Erstes Jahr kostenlos

Um gezielt junge Unternehmen mit ihrem oft knappen Budget bestmöglich zu unterstützen, hat Interzero ein Startup-Paket geschnürt, das im ersten Jahr der Zusammenarbeit kostenlos ist und dabei helfen soll, Anforderungen aus verpackungs- und abfallwirtschaftsrechtlichen Themenbereichen zu verstehen und zu erfüllen. Um von Anfang an alles richtig zu machen.

„Die Regularien rund um die Verpackungsverordnung und das Abfallwirtschaftsgesetz sind sehr komplex und werfen viele Fragen auf. Mit unserer Beratung und Unterstützung können sich Startups voll und ganz auf ihre Geschäftsidee und deren Entwicklung konzentrieren, während wir uns um Nachhaltigkeitsaspekte und regulatorische Herausforderungen kümmern“, erklärt Glatz.

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Ein Mann in Accra sitzt in einer Garage und repariert einen alten Computer (c) refurbed
Schrotthändler Fuseini Yakubu arbeitet im informellen Sektor von Accra. (c) refurbed

Ein Blick auf Ghanas Hauptstadt Accra. Im sogenannten „informellen Sektor“ der E-Waste-Verarbeitung liegt Agbogbloshie, eine der größten Elektromüllhalden der Welt. Hier werden Berge an Elektroteilen gesammelt, sortiert, repariert und weiterverarbeitet. Das ist die Einstiegszene der neuen refurbed-Doku „fixed“.

Brennende Müllberge im globalen Süden sind Bilder, die uns in Europa bekannt sind und unser Narrativ über Elektroschrott prägen. Während kaputte Geräte in Europa sehr schnell als Müll betrachtet werden, was die Wegwerfgesellschaft ankurbelt, hat sich in Ghana durch den E-Müll eine formelle wie auch informelle Reparatur- und Recyclingwirtschaft entwickelt.

Um die unterschiedliche Wahrnehmung von E-Waste aufzuzeigen, hat ein Team rund um refurbed-Co-Founder Kilian Kaminski im April die erste eigene Doku „fixed – Accras Antwort auf Europas Elektroschrott“ vor Ort in Ghana gedreht.

Elektroschrott als Krise, aber auch als Ressource

„In den letzten Jahren drehten sich Gespräche rund um Nachhaltigkeit oft um CO2-Emissionen, und das ist auch wichtig. Aber im Hintergrund brodelt eine weitere Krise, die ständig wächst: der Elektroschrott. Dazu gehören Berge von ausrangiertem Elektroschrott, giftige Umgebungen und Gemeinschaften, die für Konsumgewohnheiten bezahlen müssen, die sie selbst gar nicht verursacht haben“, hält Kaminski in seinen Begrüßungsworten bei der Präsentation der Dokumentation fest.

Gleichzeitig hat der E-Schrott eine innovative Reparaturkultur in Ghana entwickelt. Dr. Michael Osei Asibey, Experte für Umweltpolitik an der ghanaischen KNUST-Universität, forscht seit Jahren intensiv zum Recyclingsektor und plädiert im Film für ein radikales Umdenken. Seine prägnante Formel „Waste is a resource in the wrong place“ (Abfall ist eine Ressource am falschen Ort) bringt das Kernanliegen der Dokumentation auf den Punkt: Elektronik darf kein kurzlebiges Wegwerfprodukt sein. Vielmehr müssen wir ausgediente Geräte als wertvolle Materiallager begreifen, die dauerhaft in einem Kreislaufsystem gehalten werden.

Co-Founder von refurbed Kilian Kaminski (r.) bei den Dreharbeiten in Ghana. (c) refurbed

Vielschichtige Blockaden der Kreislaufwirtschaft

Politische, wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche Blockaden verhindern in Europa die Umsetzung von flächendeckenden Kreislaufwirtschaften. Kaminski sieht Blockaden in der Politik vor allem darin, dass der Fokus meist auf kurzfristigen Themen liegt. „Man konnte das gut im März 2020 beobachten, als Covid kam. Plötzlich waren Nachhaltigkeit und die Kreislaufwirtschaft nicht mehr die wichtigen Themen. Das Thema Nachhaltigkeit wird immer als ein Zukunftsproblem behandelt, obwohl es eigentlich ein aktuelles Problem ist, weil wir jetzt dagegen vorgehen müssen“, so der Co-Founder von refurbed.

Unternehmen seien gefragt, auf langlebige Produkte zu setzen. Die Praxis der künstlichen Obsoleszenz – also das bewusste Kaputtgehen von Geräten für schnellere Upgrades – sollte nicht weiter gefördert werden.

„Und als Privatpersonen sollten wir wirklich überdenken: Was und wie konsumieren wir? Behalten wir vielleicht ein Produkt länger? Geben wir alte Produkte weiter? Also einfach ein Verständnis zu entwickeln, dass der Wert des Gerätes viel höher ist, als wir eigentlich denken. Es geht nicht nur um den finanziellen Wert. Die Rohstoffe, die in den Produkten sind, haben einen sehr langen Lebenszyklus und kommen oftmals aus der gesamten Welt zurück zu einem Ort.“

Durch die Dokumentation soll ein differenzierteres Bild von E-Waste geschaffen werden. (c) refurbed

Kreislaufwirtschaft als Thema für Startups

Im Thema Kreislaufwirtschaft stecke für Startups und Jungunternehmen laut Kaminski gerade sehr viel Potenzial. Es sei nur eine Frage der Zeit, wann die Wirtschaft den Fokus auf diese Themen lege. „Wir stehen mit der Kreislaufwirtschaft ganz am Anfang. Und ich glaube, jetzt kann man vor allem die großen Unternehmen speziell mit Geschäftsmodellen, die die Kreislaufwirtschaft im Herzen haben, viel mehr challengen, als mit Geschäftsmodellen, die einfach dasselbe machen, wie es seit 100 Jahren gemacht wurde. Und das beinhaltet ja am Ende des Tages ganz viele Nachhaltigkeitsthemen, egal ob es Energie oder Rohstoffe sind.“

Auf die Frage, welches Problem Kaminski heute als Startup lösen würde, antwortet er: „Ich würde nach wie vor den E-Waste bekämpfen.“

Über refurbed

Ziel des 2017 von Peter Windischhofer, Kilian Kaminski und Jürgen Riedl in Wien gegründeten Unternehmens refurbed ist es, den Konsum in ganz Europa dauerhaft zu verändern. Mittlerweile ist das Scaleup in 24 europäischen Ländern aktiv und zählt zu den führenden Online-Marktplätzen für generalüberholte Produkte.

Die ganze Dokumentation von refurbed wurde gestern auf YouTube veröffentlicht und vorab präsentiert.

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