04.03.2026
NEUE AUSGABE

„Kraftakt“: Neues brutkasten-Printmagazin erschienen

Die neue Ausgabe des brutkasten-Printmagazins ist erschienen. Am Cover: die refurbed-Gründer Kilian Kaminski und Peter Windischhofer, die mit uns über ihre Scaleup-Story sprachen.
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(c) Haris Dervisevic / brutkasten
(c) Haris Dervisevic / brutkasten

Das brutkasten-Printmagazin wird exklusiv an die wichtigsten Stakeholder des österreichischen Innnovations-Ecosystems zugestellt.

Daneben ist es auch digital als Download erhältlich – der Link findet sich am Ende des Artikels.


Die vergangenen Jahre waren generell nicht leicht für die österreichische Wirtschaft – besonders stark getroffen hat die Flaute aber die heimischen Scaleups. Finanzierungen waren schwerer zu bekommen, Investoren pochten stärker auf Profitabilität. In vielen Fällen mussten Jungunternehmen Jobs in größerem Umfang abbauen.

Die große refurbed-Story

Auch refurbed blieb davon nicht verschont. Das Wiener Vorzeige-Scaleup, das einen Marktplatz für gebrauchte, aber generalüberholte Elektrogeräte betreibt, strich vor etwas mehr als einem Jahr 20 Prozent seiner Stellen – ein Einschnitt für das erfolgsverwöhnte Unternehmen. Doch schon bald sorgte refurbed wieder für positive Schlagzeilen: Noch im Frühjahr 2025 erreichte das Scaleup die Profitabilität; im Herbst folgte ein Investment in Höhe von 50 Mio. Euro. Dabei kündigte refurbed die Expansion in neue Märkte an – ein starkes Signal für die Zukunft. Doch der Weg dahin war nicht einfach, wie die beiden Co-Founder Kilian Kaminski und Peter Windischhofer im großen Interview für die Coverstory dieser Ausgabe erzählten (Seite 38).

KI aus mehreren Blickwinkeln

Eines der wenigen Felder, in die in den vergangenen Jahren entgegen dem Trend viel Kapital floss, ist künstliche Intelligenz. Wie das Thema aus Investorensicht gesehen wird, besprachen wir mit Markus Lang, der bei der Wiener Venture-Capital-Gesellschaft Speedinvest nicht nur General Partner ist, sondern auch das dortige Team „AI & Infrastructure“ leitet (Seite 8). Aus Unternehmenssicht wiederum gehen wir in unserer Serie „No Hype KI“ an das Thema heran – und beleuchten die Umsetzung von KI in der Praxis. Kürzlich ging das Format in die zweite Staffel; die wichtigsten Erkenntnisse der ersten beiden Video-Diskussionen haben wir auf Seite 12 zusammengefasst.

Beziehungen, Freundschaften und die Rolle der Anerkennung

Im Bereich „Beyond Business“ haben wir uns diesmal mit der Frage auseinandergesetzt, wie sich das Gründen von Unternehmen auf die Beziehung (Seite 68) oder auch auf Freundschaften (Seite 72) auswirkt. Außerdem beleuchten wir, warum Anerkennung in der Entrepreneur-Welt eine größere Rolle spielt, als viele zugeben wollen (Seite 78).

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Exit51
© Exit51 - Michael Jiresch, Gründer Exit51.

Mit der Entwicklung der österreichischen Startup-Szene wächst auch die Zahl profitabler Unternehmen, die sich mit einem möglichen Verkauf auseinandersetzen. Klassische M&A-Berater konzentrieren sich häufig auf größere Transaktionen, wodurch kleinere Unternehmen bei der Suche nach geeigneter Beratung vor Herausforderungen stehen, meint Exit51-Gründer Michael Jiresch. Deshalb richtet er sein Angebot gezielt auf dieses Marktsegment aus.

Exit51: Exit-Strategie und diskrete Käufersuche

Das Unternehmen aus Wien begleitet Unternehmer:innen beim Verkauf profitabler Unternehmen, die für klassische M&A-Berater häufig zu klein sind – von der Exit-Strategie über die diskrete Käufersuche bis zu Verhandlung und Closing. Typischerweise liegen die begleiteten Unternehmen bei einem EBIT von etwa 250.000 bis 1 Mio. Euro und einem Jahresumsatz bis rund 10 Mio. Euro, heißt es per Aussendung. Im Fokus stehen unter anderem SaaS, E-Commerce, Ed-Tech, digitale Gesundheitsangebote sowie Agenturen und technologiegetriebene Geschäftsmodelle.

„Für einen Unternehmer kann der Verkauf eines Unternehmens mit 250.000 oder 500.000 Euro EBIT eine der wichtigsten wirtschaftlichen Entscheidungen seines Lebens sein. Für viele klassische M&A-Berater ist eine solche Transaktion dagegen zu klein. Genau diese Lücke wollen wir schließen“, sagt Jiresch.

Sell-Side-Beratung

Der Gründer verfügt über 15 Jahre Buy-Side-M&A-Erfahrung auf Konzernebene. Diese umfasst die Suche nach geeigneten Unternehmen, Due Diligence, Verhandlungen sowie die anschließende operative Führung übernommener Unternehmen. Seit 2024 begleitet er gemeinsam mit seinen Partnern auch Unternehmer:innen bei Unternehmensverkäufen. Mit Exit51 liegt der Fokus nun auf der Sell-Side-Beratung und der Begleitung von Unternehmer:innen beim Unternehmensverkauf.

Ein schlankes Setup und der Einsatz von KI für Recherche, Marktanalyse, Käufer-Matching und Due Diligence sollen eine effiziente und professionelle Begleitung auch bei kleineren Transaktionen ermöglichen. Exit51 setzt dabei auf die Kombination aus Technologie und persönlicher Erfahrung: KI übernimmt dort, wo sie Prozesse schneller und effizienter machen könne – etwa bei Recherche, Marktanalyse oder Käufer-Screening. In den entscheidenden Phasen des Verkaufsprozesses bleibe der persönliche Kontakt zentral, heißt es.

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