05.05.2020

Konjunkturpaket: Regierung berät mit Wirtschaftsforschern über Maßnahmen

Die österreichische Bundesregierung führt seit gestern Gespräche mit Sozialpartnern und Wirtschaftsforschern, um über ein Konjunkturpaket zu beraten. Unter anderem sollen Digitalisierung und Regionalisierung eine wichtige Rolle dabei spielen.
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Konjunkturpaket
(c) BKA

Die Regierungsspitze berät seit gestern intensiv über ein Konjunkturpaket, um die heimische Wirtschaft wieder anzukurbeln. Dafür hat sich die Bundesregierung am Montag mit Vertretern der Sozialpartner getroffen. Heute Dienstag stehen hingegen Gespräche mit Wirtschaftsforschern am Programm.

Wie die Regierung betont, sollen im Rahmen dieser Treffen „fakten-basierte Lösungen“ erarbeitet werden, um die österreichische Wirtschaft vor den Auswirkungen einer globalen Wirtschaftskrise zu schützen.

+++ Corona, Wirtschafts und die Innovation +++

Drei Ziele im Rahmen des Konjunkturpakets

Im Vorfeld der Treffen verständigte sich die Bundesregierung über drei Ziele im Rahmen der Ankurbelung der Konjunktur. Dazu gehören die „Entlastung der arbeitenden Menschen“, die „Entlastung der Wirtschaft“ sowie „Investitionen in Ökologisierung und Regionalisierung“.

Bundeskanzler Sebastian Kurz über die Zielsetzung und die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern und Wirtschaftsforschern: „In diesen drei Bereichen braucht es konkrete Maßnahmen, die wir gerade erarbeiten. Dazu führen wir eine Reihe von Gesprächen mit den Sozialpartnern, Wirtschaftsforschern, Landeshauptleuten, Städten und Gemeinden, Parlamentsparteien und Betrieben.“

Kogler zu Konjunkturpaket

Im Vorfeld des Treffens informierten Vizekanzler Werner Kogler und Finanzminister Gernot Blümel über die ersten Eckpfeiler eines möglichen Konjunkturprogramms. Erste konjunkturpolitische Maßnahmen könnten laut Kogler bereits im Herbst gesetzt werden und sollen bis ins nächste Jahr hineinreichen.

Neben Investitionen aus öffentlicher Hand soll es zudem Investitionen durch die Mobilisierung von privaten Kapital geben. Hier nannte Kogler bereits erste Bereiche: „Wir werden uns auf moderne Technologien konzentrieren, die in der Lage sind mehrere Krisen gleichzeitig lösen zu können. Das hat sowohl mit Umweltschutz, als auch mit Digitalisierung zu tun. Zudem soll ein Schwerpunkt auf Regionalisierung gelegt werden.“


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signteq-Gründer Simon Schnabl | © Daniel Willinger | dwphoto.at
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Digitale Identifikation, regulatorische Prüfungen (u.a. KYC und KYB) und rechtsgültige digitale Verträge – damit überzeugte das 2019 gegründete Wiener RegTech-Unternehmen schon bislang Banken wie die Raiffeisen Bankengruppe und die Bawag, Versicherungen wie Wüstenrot, Fintechs wie froots und Conda, Krypto-Unternehmen wie Cryptonow und WhiteBIT und öffentliche Institutionen wie Wiener Wohnen. Neben Österreich ist man etwa auch in Deutschland, der Schweiz und mehreren Ländern in Südost- und Osteuropa aktiv.

„Know Your Agent“ als zusätzliches Geschäftsfeld

Eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung des Angebots soll nicht nur die European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) spielen, die bis Ende dieses Jahrs von allen EU-Staaten bereitgestellt werden muss. Mit „Know Your Agent“ (KYA) will signteq auch ein zusätzliches Geschäftsfeld aufbauen, das den Boom-Bereich Agentic AI aus RegTech-Perspektive adressiert. „Heute müssen Unternehmen wissen, wer ihr Kunde ist. Morgen müssen sie zusätzlich wissen, welcher KI-Agent für wen handelt, wozu er berechtigt ist und wer dafür verantwortlich ist“, erläutert Simon Schnabl, Gründer und Geschäftsführer von signteq.

Steinberger, Giretzlehner, Compass-Verlag u.a. investieren

Für diese Pläne und die weitere internationale Expansion holte sich signteq nun eine nicht genau bezifferte siebenstellige Kapitalspritze. Mit OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger gewann das Unternehmen dabei nicht nur einen denkbar prominenten Investor, sondern auch eine der international zentralen Figuren im neuen Zielmarkt Agentic AI. Hinzu kommen in der aktuellen Runde der bereits seit 2024 beteiligte Compass-Verlag, Runtastic-Mitgründer René Giretzlehner, die Franz-MayrMelnhof-Saurau Beteiligungs GmbH und weitere nicht genannte Investor:innen.

Steinberger kommentiert in einem Statement: „KI-Agenten werden schon bald eigenständig für Menschen und Unternehmen handeln. Damit wird Vertrauen zur Schlüsselfrage: Wer steckt hinter einem Agenten – und was darf er? signteq baut dafür heute schon die Infrastruktur und denkt digitale Identität konsequent weiter: von Know Your Customer zu Know Your Agent. Diese Kombination aus starkem Kerngeschäft und klarer Zukunftsvision hat mich überzeugt.“

„Was wir in Österreich aufgebaut haben, skalieren wir jetzt international“

„Digitale Identität ist längst zu einer zentralen Infrastruktur für digitale Geschäftsmodelle geworden. Was wir in Österreich gemeinsam mit Banken, Versicherungen, Technologieunternehmen und der öffentlichen Hand aufgebaut haben, skalieren wir jetzt international – mit Europa als starkem Ausgangspunkt“, kommentiert Gründer Simon Schnabl. Zugute kommen sollen dem Unternehmen neben der erwähnten EUDI-Wallet, die Teil der eIDAS 2.0-Verordnung ist, noch weitere Regulierungen aus diesem Gesetzespaket sowie die kommendes Jahr anwendbare europäische Geldwäscheverordnung AMLR.

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