25.01.2016

Köpferollen bei Twitter: „Head of“-Etage wird ausgetauscht

Der Kurznachrichten-Dienst Twitter kommt nicht aus den Schlagzeilen. Gleich vier Führungskräfte sollen das Unternehmen "freiwillig" verlassen - So stellt es zumindest Co-Founder und Chef Jack Dorsey in seinem Tweet dar.
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(c) Aaron Durand: Das Hauptquartier von Twitter.

Im Juli hatte Co-Gründer Jack Dorsey den Chefsessel von Twitter übernommen. Nun, rund sechs Monate später, kommt es zur bisher größten Umstrukturierung in der Führungsetage. Erst vor wenigen Stunden wurde bekannt, dass die Manager der Departments Entwicklung (Alex Roetter), Medien (Katie Jacobs Stanton), HR (Brian „Skip“ Schipper) und Produkt (Kevin Weil) aus dem Konzern scheiden werden.

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Köpferollen bei Twitter

In einem Tweet nahm Dorsey nun persönlich Stellung zum „Köpferollen“. Dabei unterstreicht er, dass die Kollegen das Unternehmen „freiwillig“ verlassen würden. Anlass des Statements seien „inakkurate Pressebereichte“. Er schreibt: „Alle vier werden sich verdiente Auszeit nehmen. Ich bin jedem einzelnen dankbar (…) Sie sind wirklich fantastische Menschen!“

Die Agenden sollen im bestehenden Twitter-Team aufgeteilt werden. Welche Auswirkungen der Führungswechsel auf die Börse hat und ob noch weitere Manager gehen, ist noch nicht klar. Fakt ist, dass die Userzahl von Twitter im letzten Jahr so langsam wie noch nie wuchs.

Die Twitter- Gründer von links: Evan Williams @ev, Biz Stone @biz und Jack Dorsey @jack

(c) Marisa Allegra Williams
(c) Marisa Allegra Williams

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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