04.05.2026
EVERDOO

Knet-Startup mit Neoh-Gründer an Bord erhält prominente Unterstützung u.a. von Kay One

Das niederösterreichische Startup Everdoo sorgt mit einer neuartigen Modelliermasse für Aufmerksamkeit – vor allem bei prominenten Persönlichkeiten. Zudem ist Neoh-Gründer Manuel Zeller von Beginn an bei den Waldviertlern als Supporter dabei und erklärt die Gründe dafür.
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Everdoo. Pietro Lombardi, Fiona Swarovski, Kay One, Capital Bra
© Everdoo - Sascha Hofmann (l.) und Patrick Weissinger.

Wenn man an Schrems in Niederösterreich denkt, fällt einem vielleicht der Naturpark Hochmoor ein. Oder die Waldviertler Schuhwerkstatt. Gegebenenfalls noch Max Schrems, der Pein von US-Firmen – siehe hier. Kaum wird man aktuell noch an eine „nie austrocknende Knete zum Modellieren“ denken. Dies kann sich jedoch künftig ändern. Das Waldviertler Startup Everdoo hat genauso ein Spielzeug entwickelt und bei prominenten Personen Eindruck hinterlassen.

Everdoo für sinnvolle Beschäftigung

„Unser Ziel war von Anfang an, etwas zu entwickeln, das Kinder – und ehrlich gesagt auch Erwachsene – wieder mehr ins Kreative bewegt“, sagt Everdoo-Geschäftsführer Patrick Weissinger, der das Startup gemeinsam mit Sascha Hofmann gegründet hat. „Weg vom Bildschirm, hin zu Fantasie, Konzentration und sinnvoller und vor allem sicherer Beschäftigung. Gleichzeitig sollte die Knete langlebig, angenehm in der Hand und immer wieder verwendbar sein – ohne jemals auszutrocknen.“

Der Weg dorthin war alles andere als einfach, wie der Gründer mitteilt. Es hat fünf Jahre gedauert, gespickt von Rückschlägen, unzähligen Versuchen und Momenten, in denen das Team nicht wusste, ob das Produkt jemals funktionieren würde.

Bekanntheit stieg durch Instagram-Post

„Im Februar dieses Jahres konnten wir schließlich unseren Verkauf starten. Zunächst ganz unscheinbar. Wir haben viele Proben in Niederösterreich verteilt und abgewartet, wie die Reaktionen sind. Das Feedback war durchwegs positiv, der Verkauf hat langsam begonnen. Schritt für Schritt, wie man es von einem jungen Startup erwartet“, so Weissinger. „Und dann kam etwas, mit dem wir nie gerechnet haben, als wir unseren Instagram-Account geöffnet haben.“

Einer der erfolgreichsten deutschen Musiker, Kay One (u.a. bekannt durch den Hit „Seniorita„), hat zufällig eine der Everdoo-Knet-Proben in die Hände bekommen und war sofort begeistert. Es folgte ein Instagram-Post des Künstlers.

„Erst wollte ich einfach nur ein Paket mit Knete umsonst – jetzt wollen sie mich zum Markenbotschafter machen. Es ist mir eine große Ehre! Zur Info für alle, die ihren Kids, Nichten oder Neffen gerne Knete kaufen: Diese Knete ist etwas ganz Besonderes!“, schrieb der Sänger und sorgte damit dafür, dass sich weitere Prominenz per Kommentar positiv über Everdoo äußerte. Wie etwa der Musiker Capital Bra, Popsängerin und Fernsehmoderatorin Victoria Swarovski, DJ Antoine und DSDS-Gewinner (Anm.: Deutschland sucht den Superstar) Pietro Lombardi.

© Everdoo/Instagram

„Dieses Video hatte gleich zu Beginn eine enorme Reichweite und viel Zuspruch erhalten. Pietro und Capital Bra haben sogar geschrieben, dass sie unsere Knete ausprobieren wollen. Für uns – ein kleines Team aus dem Waldviertel – ist das nach wie vor völlig surreal“, sagt Weissinger.

Was den Founder hierbei am meisten freut, ist nicht nur die gestiegene Awareness, sondern dass die Idee dahinter so gut ankomme: „Nämlich etwas scheinbar Einfaches wieder besonders zu machen – und Kindern (und vielleicht auch Erwachsenen) wieder ein Stück echte, greifbare Kreativität zurückzugeben“.

Neoh-Gründer Manuel Zeller investierte.

Einer der von Anfang an dabei ist, ist Manuel Zeller, Gründer von Neoh, der damals 1,5 Prozent Anteile zu einer Bewertung von 800.000 Euro erwarb.

© Everdoo – Manuel Zeller (l.) mit dem Everdoo-Gründer-Duo.

„Es gibt zwei Gründe, warum ich in Everdoo investiere und mich da engagiere“, erklärt Zeller. „Zum einen ist das Produkt neuartig, kreativ und innovativ – und das gefällt mir immer. Ich bin ein wenig ein Produkt-Nerd und mag Ansätze, die ein Alleinstellungsmerkmal haben.“

Das starke Gründer-Duo sei der zweite und wichtigere Grund für Zellers Engagement. „Sie bringen viel Erfahrung mit und können einen Track Record vorweisen, bei dem man sagt: Die wissen, wie man etwas aufbaut und organisiert. Die wissen, wie viel Durchhaltevermögen und Kreativität man braucht.“

Am Ende sei in so einem Unternehmen das Gründertum, Enthusiasmus und Durchhalte-Energie das Wichtigste, so der Neoh-Founder. „Und das bringen die zwei absolut mit. Sie werden noch tausende Probleme vor sich haben, aber ich bin zuversichtlich, dass die beiden das gut managen können. Das war für mich der ausschlaggebende Grund.“

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Bernd Greifeneder vor dem in Bau befindlichen neuen Dynatrace Campus in Linz | © Hermann Wakolbinger
Bernd Greifeneder vor dem in Bau befindlichen neuen Dynatrace Campus in Linz | © Hermann Wakolbinger

Seinen Sitz hat der ursprünglich 2005 in Linz gegründete Observability-Spezialist Dynatrace bereits mit dem ersten Exit 2011 in die USA verlegt. 2019 folgte der Börsengang in New York (brutkasten berichtete damals). Österreich blieb dennoch ein zentraler Standort für den nunmehrigen Weltmarktführer im Bereich KI-basierter Observability. Ein neuer Büro-Campus in Linz mit 29.000 Quadratmetern soll demnächst bezogen werden, wie brutkasten berichtete. Von den weltweit aktuell rund 5.600 Mitarbeiter:innen sind etwa 28 Prozent an den sechs österreichischen Standorten in Linz, Wien, Graz, Klagenfurt, Hagenberg und Innsbruck beschäftigt.

Umsatzsprung um weitere 18 Prozent

Im Geschäftsjahr 2024/2025 war die Zahl der Beschäftigten noch bei rund 5.200 gelegen – und der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) bei 1,7 Milliarden US-Dollar. Wie Dynatrace nun bekanntgab, konnte letzterer im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/2026 auf 2,054 Milliarden Dollar erhöht werden – ein Sprung um 18 Prozent (bzw. 16 Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse). Dabei habe man mit 29 Prozent „bereinigter operativer Marge“ eine „starke Profitabilität“ aufweisen können, heißt es vom Unternehmen.

Noch viel Potenzial bei KI-gestützter Observability

Und man sieht in der eigenen Branche noch enormes Potenzial: Der adressierbare Markt für Observability, Application Security und AI/LLM Observability werde auf 92 Milliarden US-Dollar geschätzt. Rund 10 Milliarden US-Dollar würden davon bereits AI Observability zugerechnet. „Wir sind auf dem Weg zu autonomen digitalen Ökosystemen, die sich selbst verwalten, Leistung sowie Kosten optimieren und Probleme beheben, bevor sie sich auf die Nutzer auswirken. Für diese Systeme ist KI-gestützte Observability unerlässlich, weil sie ansonsten blind für die reale Welt wären“, kommentiert Dynatrace-Gründer und CTO Bernd Greifeneder.

Standort Linz mit zentraler Rolle

Beim Abrufen dieses Potenzials spielt laut Gründer auch die oberösterreichische Hauptstadt mit dem Engineering Headquarter eine zentrale Rolle: „In Linz entwickeln wir nicht nur unser Produkt, das KI tief in seiner DNA trägt, sondern betreiben an der Johannes Kepler Universität auch Forschung, um Deep-Tech-Lösungen zu entwickeln, die es auf dem Markt noch nicht gibt.“

Greifeneder: „Zeigen jeden Tag, dass wir an den europäischen Standorten herausragende Engineering-Talente finden“

Greifeneder betont dabei, Europa könne im KI-Wettbewerb mit China und den USA selbstbewusst sein: „Bei Dynatrace zeigen wir jeden Tag, dass wir an den europäischen Standorten herausragende Engineering-Talente finden. Menschen aus der ganzen Welt entscheiden sich bewusst dafür, hier zu arbeiten und zu leben.“ Europa stehe an der Spitze, wenn es darum geht, Compliance-Anforderungen zu verstehen und ihnen gerecht zu werden. „Bereiche, in denen wir uns jedoch noch verbessern können, sind Geschwindigkeit und der Mut zum Risiko“, so der Gründer.

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