KML Vision: Grazer Bildanalyse-HealthTech muss Insolvenz anmelden
Das Grazer Startup KML Vision hat sich auf das Management und die Analyse von großen Bild- und Videodaten im Gesundheitsbereich spezialisiert. Nun musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Eine Sanierung ohne Eigenverwaltung wird angestrebt.
Bereits 2018 ging das Grazer Startup KML Vision an den Start. Das Unternehmen wurde von Philipp Kainz und Michael Mayrhofer-Reinhartshuber gegründet und hat eine Software zur Bildanalyse im Gesundheitsbereich entwickelt. Zu den Kunden der KML Vision GmbH zählen unter anderem medizinische Universitäten und Forschungseinrichtungen in Graz, Wien, Regensburg, Boston und Liverpool.
Anwendung auch in der Coronakrise
Die Software kam auch im Zuge der Coronakrise zum Einsatz. So konnte bei der Analyse der Bilder zwischen Nicht-Erkrankungen, Lungenentzündungen ohne Covid-19-Erkrankung und Covid-19-Erkrankungen unterschieden werden. Die Covid-19-Anwendung, die über die hauseigenen Onlineplattform IKOSA kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, gehörte allerdings nicht zum Tagesgeschäft des steierischen Unternehmens. Vielmehr diente sie als eine Art Showcase. So sollte gezeigt werden, welche Potenziale in der Technologie stecken (brutkasten berichtete).
KML Vision strebt Sanierung an
Wie über die Website des KSV1870 bekannt wurde, musste das Unternehmen nun Insolvenz anmelden. Die Überschuldung laut Eigenantrag soll rund 866.000 Euro betragen. Derzeit wird ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung angestrebt, wobei das Unternehmen eine Quote von Prozent ab Annahme anbietet. Dazu heißt es auf der Website des KSV1870: „Dabei handelt es sich um das gesetzliche Mindestangebot. Ob bzw. in welcher Weise eine Verbesserung möglich ist, wird der KSV1870 in Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter prüfen“.
Die Gründe der Insolvenz
Weiters heißt es laut Schuldnerangaben, die ebenfalls über den KSV1870 veröffentlicht wurden, dass in den vergangenen Jahren – insbesondere im Vorjahr – versucht wurde, frisches Eigenkapital von möglichen „Investoren und / oder strategischen Partnern“ zu akquirieren. Diese Bemühungen seinen jedoch letztlich „ohne Verschulden der KML Vision GmbH“ gescheitert. Nähere Angaben zu den Hintergründen machte das Startup vorerst nicht. Aktuell sieht sich die Gesellschaft jedenfalls nicht in der Lage ohne „Restrukturierung im Rahmen eines Sanierungsverfahrens und des Abschlusses eines Sanierungsplans die aktuelle finanzielle Krise zu überwinden.“
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.
Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.
GO SHANGHAI offen für alle Branchen
Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.
Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria
Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.
Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien
Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.
Fünf intensive Tage in Shanghai
Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.
Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent
GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:
Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
Bereits erfolgte Seed-Investition
Funktionierender Prototyp bzw. MVP
Einzigartiges Produkt oder Lösung
Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern
Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.
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