21.10.2021

28 Prozent der heimischen Unternehmen haben keine Klimaschutz-Pläne

Deloitte befragte zahlreiche heimische Finanzvorstände nach dem Status Quo und den Klimaschutz-Maßnahmen ihrer Unternehmen.
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Klimakrise - Klimaschutz
(c) AdobeStock

68 österreichische Finanzvorstände aus Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen befragte Deloitte für die Herbst-Ausgabe seines quartalsmäßigen CFO Survey. Ein Kernergebnis: Der Optimismus wächst nach einem Corona-Tal seit dem Vorjahr weiter an. 44 Prozent der Befragten blicken mittlerweile den nächsten Monaten zuversichtlich entgegen. Sogar 63 Prozent rechnen mit einem Anstieg ihrer Unternehmensumsätze. 50 Prozent erwarten, dass sich in den kommenden kurzum Monaten das Investitionsklima verbessern wird.

Klimaschutz in Unternehmen teilweise immer noch sehr halbherzig

Einen klaren Aufwärtstrend ortet Deloitte auch beim Thema Klimaschutz, dem ein eigener Fragenblock gewidmet ist. „Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz stehen auf der CFO Agenda ganz oben. Das Ziel der heimischen Unternehmen ist es, diese in der eigenen Geschäftsstrategie zu verankern. Mit sukzessiven Veränderungen, wie effizientem Recycling und der Entwicklung klimafreundlicher Produkte, wollen sie die firmeneigenen Emissionen senken und einen langfristigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, analysiert Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich.

Ein Blick auf die konkreten Zahlen dürfte kritische Geister aber etwas weniger zufrieden zurücklassen, als den Deloitte-Experten. 28 Prozent der Unternehmen haben demnach gar keine konkreten Pläne zur Emissionsreduktion. Weitere 28 Prozent wollen ihre Emissionen lediglich um „bis zu 50 Prozent“ reduzieren. 39 Prozent streben tatsächlich Klimaneutralität an. Von jenen unternehmen, die ein Ziel definiert haben, liegt bei 20 Prozent kein Zeitplan dafür vor. 59 Prozent haben sich das Jahr 2030 als Deadline gesetzt, 14 Prozent 2040, fünf Prozent gar „2050 oder später“.

Die Hauptmotivation für Klimaschutzmaßnahmen ist übrigens geschäftlich: Kostensenkung, Reputation, höheres Kundenvertrauen und Innovationskraft gehören zu den wichtigsten Gründen. Aber auch staatliche Anstöße wie Regulierungen und Anreizprogramme sind laut Deloitte-Survey wichtige Faktoren. Die wichtigste Maßnahme dabei ist die Reduktion der firmeneigenen Emissionen gefolgt von der Entwicklung neuer, klimafreundlicher Produkte und der Emissions-Reduktion in der Lieferkette.

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Exit51
© Exit51 - Michael Jiresch, Gründer Exit51.

Mit der Entwicklung der österreichischen Startup-Szene wächst auch die Zahl profitabler Unternehmen, die sich mit einem möglichen Verkauf auseinandersetzen. Klassische M&A-Berater konzentrieren sich häufig auf größere Transaktionen, wodurch kleinere Unternehmen bei der Suche nach geeigneter Beratung vor Herausforderungen stehen, meint Exit51-Gründer Michael Jiresch. Deshalb richtet er sein Angebot gezielt auf dieses Marktsegment aus.

Exit51: Exit-Strategie und diskrete Käufersuche

Das Unternehmen aus Wien begleitet Unternehmer:innen beim Verkauf profitabler Unternehmen, die für klassische M&A-Berater häufig zu klein sind – von der Exit-Strategie über die diskrete Käufersuche bis zu Verhandlung und Closing. Typischerweise liegen die begleiteten Unternehmen bei einem EBIT von etwa 250.000 bis 1 Mio. Euro und einem Jahresumsatz bis rund 10 Mio. Euro, heißt es per Aussendung. Im Fokus stehen unter anderem SaaS, E-Commerce, Ed-Tech, digitale Gesundheitsangebote sowie Agenturen und technologiegetriebene Geschäftsmodelle.

„Für einen Unternehmer kann der Verkauf eines Unternehmens mit 250.000 oder 500.000 Euro EBIT eine der wichtigsten wirtschaftlichen Entscheidungen seines Lebens sein. Für viele klassische M&A-Berater ist eine solche Transaktion dagegen zu klein. Genau diese Lücke wollen wir schließen“, sagt Jiresch.

Sell-Side-Beratung

Der Gründer verfügt über 15 Jahre Buy-Side-M&A-Erfahrung auf Konzernebene. Diese umfasst die Suche nach geeigneten Unternehmen, Due Diligence, Verhandlungen sowie die anschließende operative Führung übernommener Unternehmen. Seit 2024 begleitet er gemeinsam mit seinen Partnern auch Unternehmer:innen bei Unternehmensverkäufen. Mit Exit51 liegt der Fokus nun auf der Sell-Side-Beratung und der Begleitung von Unternehmer:innen beim Unternehmensverkauf.

Ein schlankes Setup und der Einsatz von KI für Recherche, Marktanalyse, Käufer-Matching und Due Diligence sollen eine effiziente und professionelle Begleitung auch bei kleineren Transaktionen ermöglichen. Exit51 setzt dabei auf die Kombination aus Technologie und persönlicher Erfahrung: KI übernimmt dort, wo sie Prozesse schneller und effizienter machen könne – etwa bei Recherche, Marktanalyse oder Käufer-Screening. In den entscheidenden Phasen des Verkaufsprozesses bleibe der persönliche Kontakt zentral, heißt es.

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