16.09.2020

Zwei Drittel der heimischen Unternehmen bereitet die Klimakrise Sorgen

Der Deloitte Unternehmensmonitor untersuchte die Stimmung in österreichischen Unternehmen. Während überwiegender Optimismus im eigenen Betrieb vorherrscht, gibt es allerdings Pessimismus bei der Markteinschätzung. Ein weiteres Finding: Zwei Drittel der Unternehmen bereitet die Klimakrise Sorgen.
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Klimakrise - Klimaschutz
(c) AdobeStock

Im Rahmen des Deloitte Unternehmensmonitors wurden diesen Juli 614 Führungskräfte aus repräsentativ ausgewählten österreichischen Unternehmen ab 50 Mitarbeitern von SORA telefonisch befragt. Sie gehört somit zu den größten repräsentativen Umfragen unter Unternehmen in Österreich und wurde nun zum zweiten Mal durchgeführt.

Das Keyfinding laut Deloitte: Im eigenen Betrieb überwiegt trotz Krise ein grundsätzlicher Optimismus. Rund zwei Drittel der Befragten bewerten die Stimmung sowohl in der Unternehmensleitung als auch in der eigenen Belegschaft positiv.

Pessimismus bei Markteinschätzung

Jenseits der Unternehmensgrenzen fällt die Einschätzung allerdings ambivalenter aus: Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt, dass es ihren Kunden und ihrer Branche aktuell eher schlecht geht.

„Mitten in der Corona-Krise haben die österreichischen Unternehmen ihren Optimismus nicht verloren – das ist eine erfreuliche Überraschung. Dennoch nimmt die Sorge um die Marktentwicklung spürbar zu. Die Unternehmen verengen in dieser Situation aber nicht ihren Horizont, sondern sind bereit für nachhaltige Veränderungen“, so Christoph Hofinger, Geschäftsführer von SORA.

Coronakrise macht sich eindeutig bemerkbar

Die Coronakrise macht sich laut Deloitte eindeutig bemerkbar: Im Vorjahr waren nur 24 Prozent über die Umsatz- und Gewinnentwicklung besorgt, heuer sind es ganze 52 Prozent. Dennoch sehen 57 Prozent der generellen Entwicklung des eigenen Betriebes eher zuversichtlich entgegen. Hinsichtlich des internationalen Umfelds und der globalen Herausforderungen zeigen sich die Unternehmen dagegen sorgenvoll. Das meiste Kopfzerbrechen bereiten die sozialen Folgen der COVID-19-Krise (75 Prozent) und die mittelfristige Konjunkturschwäche (70Prozent.).

Klimakrise: Österreichische Unternehmen sorgen sich

Doch nicht nur die Coronakrise beschäftigt die österreichischen Unternehmen, sondern auch die Klimakrise. Sie stellt für mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten eine Sorge dar. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Anstieg um 16 Prozentpunkte.

„Natürlich steht für viele Unternehmen jetzt das wirtschaftliche Überleben im Fokus. Aber trotz COVID-19 sorgt das Klimathema für viel Betroffenheit. Das beweist, wie wichtig den Unternehmen eine substanzielle Veränderung ist. Sie setzen bei ihren betriebswirtschaftlichen Entscheidungen nun verstärkt auf Nachhaltigkeit und Stabilität, dafür rücken Expansion und Risiko in den Hintergrund“, so Karin Mair, Partnerin bei Deloitte Österreich.


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Die HappyRobot-Gründer v.l.n.r.: Luis Paarup, Pablo Palafox und Javier Palafox | © HappyRobot

2022 ging WaVe-X als Corporate-Venture-Capital-Arm des heimischen Logistik-Riesen Walter Group an den Start. Seitdem tätigte man 13 Investments – teilweise mit Ticketgrößen über einer Million Euro (brutkasten berichtete kürzlich). Nun kam ein besonderes Folgeinvestment hinzu: Erst im Herbst 2025 war man in der Series-B-Finanzierungsrunde beim von drei Spaniern gegründeten US-Startup HappyRobot eingestiegen. Mit der Series-C-Runde, an der sich WaVe-X nun auch beteiligte, erlangte dieses die Milliardenbewertung und wurde zum ersten Unicorn im Portfolio des niederösterreichischen Investors.

„Riesiger Meilenstein“

Den Lead der Runde übernimmt Prysm Capital und setzt diese gemeinsam mit Eurazeo um. Neben WaVe-X ziehen mehrere weitere Bestandsinvestoren mit. „Schon bei unserer ersten Investition haben wir ein wirklich einzigartiges Team gesehen, das extrem hungrig darauf war, den Markt zu erobern – und wir sehen jetzt, wie diese Vision Wirklichkeit wird. Dass HappyRobot so schnell den Unicorn-Status erreicht hat, ist ein riesiger Meilenstein – nicht nur als unser erstes Portfolio-Unicorn, sondern auch als Beweis dafür, wie rasch Agentic AI die reale Wirtschaft verändert“, kommentiert Michal Lewandowski, Senior Investment Manager bei WaVe-X.

Immer mehr Branchen

HappyRobot setzt auf Agentic AI und baut Systeme, die sprechen und eigenständig handeln. Zunächst fokussierte sich das Startup damals auf die Bereiche Lieferkette und Logistik. Mittlerweile sind die KI-Agenten des Unternehmens aber auch in anderen Branchen wie Telekommunikation, Energieversorgung, Öl- und Gas oder Schaden- und Unfallversicherung im Einsatz.

Bei LKW Walter operativ im Einsatz

Auch das WaVe-X-Schwesterunternehmen LKW Walter setzt die Agenten von HappyRobot im operativen Geschäft ein. „HappyRobot zeigt, wie KI unsere Mitarbeitenden im Arbeitsalltag unterstützen kann. Unser Anspruch ist es, Menschen von Routinetätigkeiten zu entlasten und ihnen mehr Zeit für Aufgaben zu geben, bei denen Erfahrung, Kreativität und persönlicher Kontakt den Unterschied machen“, sagt dazu Michael Gschwandtner, Chief Digital Officer von LKW Walter.

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AI Summaries

Zwei Drittel der heimischen Unternehmen bereitet die Klimakrise Sorgen

  • Im Rahmen des Deloitte Unternehmensmonitors wurden diesen Juli 614 Führungskräfte aus repräsentativ ausgewählten österreichischen Unternehmen ab 50 Mitarbeitern von SORA telefonisch befragt.
  • Das Keyfinding laut Deloitte: Im eigenen Betrieb überwiegt trotz Krise ein grundsätzlicher Optimismus.
  • Die Coronakrise macht sich laut Deloitte eindeutig bemerkbar: Im Vorjahr waren nur 24 Prozent über die Umsatz- und Gewinnentwicklung besorgt, heuer sind es ganze 52 Prozent.
  • Hinsichtlich des internationalen Umfelds und der globalen Herausforderungen zeigen sich die Unternehmen dagegen sorgenvoll.
  • Sie stellt für mehr als zwei Drittel der Befragten eine Sorge dar.
  • Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Anstieg um 16 Prozentpunkte.

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