06.04.2016

Klickmal: Wüstenrot mit hauseigenem „Startup“

Tiere funktionieren als Werbeträger praktisch immer. Im Zuge ihrer Digitalisierungsstrategie hat Finanzdiensleister Wüstenrot mit "Klickmal" ein neues Produkt vorgestellt, um Versicherungen online abzuschließen. Das Aushängeschild dafür ist ein rotes Kamel.
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Mit Klickmal macht es Wüstenrot möglich KFZ-Versicherung online abzuschließen. fotolia.com - f9photos

Die fortschreitende Digitalisierung macht auch vor alteingesessenen Finanzdienstleistungsunternehmen wie Wüstenrot nicht halt. Deshalb präsentiert das Salzburger Unternehmen am Mittwoch den ersten Schritt der neuen Digitalisierungsstrategie: Klickmal – ein unternehmensbezogenes Startup sozusagen.

Klickmal – online Versicherung abschließen

Das rote Kamel ist das Markenzeichen von Klickmal. (c) screenshot klickmal.at
Das rote Kamel ist das Markenzeichen von Klickmal. (c) screenshot klickmal.at

Mit der neuen Sub-Brand „KLICKMAL – powered by Wüstenrot“ will sich Wüstenrot den Zugang zu einer neuen, jungen Generation eröffnen. Zu eben jener Generation, für die Produkte und Dienstleistungen aus dem Internet selbstverständlich sind. „Wenn ein Versicherungsprodukt online auf den Markt gebracht wird, muss es auch online abschließbar sein. Die Kette darf nicht unterbrochen werden. Genau das wollen wir mit Klickmal durchsetzen“, sagt Wüstenrot-Prokuristin Nina Tamerl.

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Erster Schritt: KFZ-Versicherung

Kunden können ihr Fahrzeug online – auf der Website oder in der App – versichern und auch gleich zulassen. Innerhalb von 24 h ist das Kennnzeichen in der Zulassungsstelle abholbereit. Passend zum Launch ist Wüstenrot eine Kooperation mit Fiat Chrysler eingegangen. Ziel der Kooperation sei es, Auto und Versicherung im Produktbündel wechselseitig zu verkaufen, heißt es auf Seiten des Unternehmens.klick a

„Wenn ein Versicherungsprodukt online auf den Markt gebracht wird, muss es auch online abschließbar sein.“

Klickmal Wohnen und Gesundheit

Im Mai 2016 startet Wüstenrot die Klickmal Wohnbox, in weiterer Folge sind ein  Online-Sparprodukt und ein Vorsorgeangebot in Planung. „Unser Ziel ist es in allen Branchen, die Synergien mit dem Versicherungsmarkt aufweisen, Kooperationen zu vereinbaren und somit einen optimalen Kundennutzen zu erzeugen“, so Tamerl weiters.

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„Aus der Perspektive eines Startups“

„Wir haben Klickmal aus der Perspektive eines Startups entwickelt, so als ob wir das erste Mal auf den Markt gingen“, erklärt Tamerl. Wüstenrot geht auch in der Entwicklung neue Wege und schafft inhouse die IT-Grundlagen ; Software und externe Anwendungen werden jedoch mit externen Digitalspezialsiten entwickelt. Die Branche unterliege einem großen Umbruch, man müsse schnell agieren, aber, wenn es nötig ist, auch den Mut haben, bereits laufende Projekte, die sich vielleicht schon wieder überholt haben, fallen zu lassen, meint Tamerl.

3 Ansätze der Digitalisierungsstrategie

Bei Wüstenrot vertritt man die Meinung, dass die Finanzdienstleisungsbranche wie sie heute aussieht, in ein paar Jahren nicht mehr exisitieren werden. Die Digitalisierungsstrategie besteht deshalb aus drei wesentlichen Punkten:

  • Kooperationen mit Partnern eingehen, die Synergien mit der Versicherungsbranche aufweisen und damit auch andere Branchen zur eigenen zu machen
  • 100 prozentige Digitalisierung des gesamten Kundenprozesses und das bisher in der Branche verschlafene Thema Disruption aufgreifen
  • Eine integrierte, intuitiv bedienbare Oberfläche für alle Usergruppen, die es erlaubt mit dem Kunden in Echtzeit zu kommunizieren und situative Lösungen anzubieten

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Das byrd-Gründer:innen-Team vl.: Sebastian Mach, Petra Dobrocka und Alexander Leichter | (c) byrd

Es war im Mai 2022 eine der letzten richtig großen Startup-Kapitalrunden in Österreich, bevor die Ukraine-Krieg bedingte Krise dem damaligen Finanzierungsboom ein Ende bereitete: Das Wiener Logistik-Scaleup byrd holte damals in seiner Series-C-Kapitalrunde 50 Millionen Euro und Mitgründerin Petra Dobrocka sah das Scaleup „auf einem guten Weg zum Unicorn“, wie brutkasten damals berichtete.

Medial wurde es danach eher leise um byrd. Ausschließlich steil bergauf ging es vermutlich nicht – die Entwicklungen des Startup-Ökosystems und der Logistik-Branche in den Folgejahren boten definitiv keine optimalen Bedingungen. Zum Jahreswechsel 2025/2026 ging Dobrocka gegenüber brutkasten für dieses Jahr von „weiter anhaltenden Kostenerhöhungen, die unsere Margen unter Druck setzen“, aus.

Neuerliche Finanzierungsrunde – kein Kommentar zur Summe

Wie mehrere Medien heute berichteten, holte sich byrd nun erneut Kapital von seinen Bestandsinvestoren. Dobrocka bestätigt das auf brutkasten-Anfrage. Den Lead habe dabei Mouro Capital, der VC-Arm des Bankenriesen Santander, übernommen. Über die investierte Summe wurde dabei Stillschweigen vereinbart. „Das ist kein Thema, das ich kommentieren kann“, sagt Dobrocka.

KI-Connector und neuer Polen-Standort im Fokus

Deutlich gesprächiger zeigt sich die Gründerin dafür über die nächsten Pläne des Scaleups. Konkret nennt sie zwei Schritte: „Erstens haben wir einen KI-Connector released. Unsere Kunden verbinden Tools wie Claude und ChatGPT mit dem Connector und können dort ihre Logistik-Daten direkt bearbeiten“, erklärt Dobrocka. Man reagiere damit auf die sich ändernde Arbeitsweise durch KI. „Sie nutzen die Tools bereits in vielen anderen Bereichen und können so, ohne zusätzlichen Login, etwa direkt Lagerbestände und -prognosen einbeziehen, wenn sie eine Marketing-Kampagne machen“, so die Gründerin.

Zweitens habe man ein internationales Logistik-Unternehmen als Partner mit einer Logistik-Zentrale in Polen gewonnen und damit einen weiteren Standort gestartet. Der Hintergrund: „Online-Shops stehen aktuell unter einem enormen Kostendruck. Der Trend geht Richtung gute Customer Experience zu guten Kosten und Fulfillment in Deutschland ist vielen zu teuer. Mit dem Polen-Standort können wir Deutschland in der selben Geschwindigkeit, aber günstiger beliefern. Hier sehen wir viel Marktpotenzial“, sagt Dobrocka.

Mit dem Partner arbeite man bereits länger zusammen. „Wie an allen anderen Standorten liefern wir Software und Kunden und sie machen das Operative. Sie fahren bereits bislang jeden Tag nach Deutschland zu DHL und Co. und kennen die Abläufe.“

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