24.07.2025
FÖRDERUNG

Klartext AI: Wiener Startup sichert sich fünfstellige FFG-Förderung

Barrierefreiheit wird zunehmend zum Standard in der digitalen Welt. Die Umwandlung von Bestandsdokumenten ins barrierefreie PDF-Format ist technisch aufwendig. Das Wiener Startup Klartext AI nimmt sich dieser Aufgabe an.
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Klartext AI will Barrierefreiheit im digitalen Raum schaffen. (c) Klartext AI

Seit dem österreichischen Barrierefreiheitsgesetz (BaFG), das am 28. Juni 2025 eingeführt wurde, steigt der Handlungsdruck: Unternehmen, die ihre digitalen Dokumente noch nicht barrierefrei aufbereitet haben, sollten dies dringend nachholen. Das Wiener Startup Klartext AI hat die Komplexität des Problems erkannt und darauf reagiert. Die Umwandlung von Bestandsdokumenten ins barrierefreie PDF/UA-Format kann für Firmen nämlich sowohl technisch herausfordernd als auch zeitaufwendig sein.

Lösung für Barrierefreiheit im Netz

Klartext AI bietet individuelle KI-Dienstleistungen an – brutkasten hat bereits über das Startup berichtet. Das Unternehmen wurde erst vor sechs Monaten gegründet und hat mit dem Klartext-Tool bereits eine Lösung für barrierefreie Kommunikation auf den Markt gebracht. Für das Forschungsprojekt „PDF-Accessibility-Transformation“ (PAT) erhält Klartext AI eine Förderung im „hohen fünfstelligen Bereich“ durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).

Projektpartner von Klartext AI ist das Know Center Graz, das über langjährige Forschungserfahrung im Bereich KI und Datenwissenschaft verfügt. Durch das PAT-Projekt soll ein Software-Framework entstehen, das alle zwölf nötigen Einzelschritte zur automatisierten Umwandlung von PDF-Dokumenten ins PDF/UA-Format abbildet. Gleichzeitig soll dabei Raum für menschliches Feingefühl bei komplexen Inhalten bleiben.

Inklusive Digitalisierung als gesellschaftliche Aufgabe

„Die Gestaltung von barrierefreien PDF-Dokumenten ist ein Muss für unsere Gesellschaft. Unser Vorhaben soll Unternehmen ermöglichen, alle ihre Dokumente auf einfachem Wege barrierefrei und somit zugänglich für Menschen mit Sehbehinderung zu gestalten“, sagt Ruben Hetfleisch, Gründer von Klartext AI und Vorstandsmitglied bei AI Austria.

Laut dem Startup soll ihr Ansatz die „weltweit erste Standardlösung für die vollständige Automatisierung der PDF/UA-Transformation“ darstellen. Unternehmen soll damit der Zugang zu neuen Kund:innengruppen erleichtert, digitale Barrieren für Menschen mit Behinderungen abgebaut und gleichzeitig soziale sowie ökologische Nachhaltigkeit durch Ressourceneinsparungen gefördert werden. Durch die Zusammenarbeit möchte man Inklusion aktiv vorantreiben und einen entscheidenden Schritt in Richtung einer inklusiven Gesellschaft setzen.








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Test-Fuchs
© zVg

Test-Fuchs Aerospace Systems aus Groß-Siegharts (NÖ) und die Kistler Gruppe aus der Schweiz bündeln ihre Kompetenzen in einer neuen Partnerschaft zur Entwicklung von Messlösungen für die Luft- und Raumfahrt. Dabei wird das Know-how von Kistler in der Messtechnik mit der Erfahrung von Test-Fuchs in der Systemintegration und Zertifizierung sicherheitskritischer Luftfahrtanwendungen kombiniert. Unter dem gemeinsamen Leitmotiv „Airborne Sensors Made in Europe“ sollen sämtliche Prozessschritte, von der Entwicklung bis zur Serienproduktion, innerhalb Europas erfolgen, so der Plan.

Test-Fuchs-CEO: „Markt entwickelt sich klar in Richtung resilienter, europäischer Lieferketten“

Zur strategischen Bedeutung der Partnerschaft für den europäischen Luft- und Raumfahrtmarkt erklärt Marc Schaad, CEO der Kistler Gruppe: „Die Kooperation vereint zwei marktführende Unternehmen aus den Bereichen Messtechnik und Luft- und Raumfahrt. Darüber hinaus teilen wir zentrale Werte wie höchste Qualitätsansprüche, Zuverlässigkeit und Innovationskraft. Durch die Bündelung komplementärer Kompetenzen entsteht ein nachhaltiger Mehrwert für Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Gleichzeitig stärkt die Partnerschaft die technologische Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit Europas in einem global dynamischen Marktumfeld.“

Volker Fuchs, CEO von Test-Fuchs ergänzt: „Der Markt entwickelt sich klar in Richtung resilienter, europäischer Lieferketten. Gemeinsam mit Kistler bündeln wir unsere Stärken, um OEMs (Anm.: Original Equipment Manufacturer) technologisch führende und unabhängige Sensorlösungen zu bieten. So möchten wir uns gezielt in Programmen der nächsten Luftfahrzeuggeneration positionieren.“

Entwicklung von Druck-, Kraft- und Beschleunigungssensoren im Fokus

Im Fokus der Zusammenarbeit steht die Entwicklung von Druck-, Kraft- und Beschleunigungssensoren für den Einsatz unter extremen Betriebsbedingungen. Dazu gehören unter anderem Hochtemperaturumgebungen in der Triebwerksüberwachung, kryogene Anwendungen im Kontext von Wasserstoffantrieben sowie vernetzte Sensorkomponenten für die Strukturüberwachung moderner Flugzeugsysteme. Die Lösungen werden gezielt für sicherheitskritische, fliegende Anwendungen entwickelt und müssen die Zertifizierungsanforderungen der Luftfahrtindustrie erfüllen.

Die Kooperation adressiert zudem die steigende Nachfrage von OEMs und Tier-1-Zulieferern nach resilienten europäischen Lieferkettenlösungen im Luftfahrtsektor. Kistler bringt hierbei seine Expertise in piezoelektrischer sowie piezoresistiver Sensorentwicklung und -fertigung ein- Test-Fuchs ergänzt als Integrationspartner mit Erfahrung in der Qualifizierung und Serienfertigung sicherheitskritischer Luftfahrtkomponenten sowie einem etablierten Kundenstamm bei führenden Luftfahrt-OEMs.

Ziel: Positionierung in Schlüsselprogrammen

Neben der gemeinsamen Produktentwicklung möchte Test-Fuchs künftig auch als Integrationspartner für Messlösungen gegenüber OEMs auftreten und zusätzliche Anwendungsfelder erschließen. Das Unternehmen deckt eigenen Angaben zufolge bereits heute mit eigenen Produkten die Bereiche Level-Sensorik und Temperaturmessung ab. Ein erstes gemeinsames Ziel ist die Positionierung in Schlüsselprogrammen der nächsten Luftfahrzeuggeneration sowie die Ablösung abgekündigter Sensorkomponenten in bestehenden Programmen.

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