08.09.2023

KitchBo: Modulare Backmatte als Alternative zu Backpapier

Mit ein paar Klicks zum perfekt gegarten Spieß? Das ist die Idee hinter KitchBo, einer modularen Backmatte, die einen einfacheren Kochprozess verspricht. In "Die Höhle der Löwen" sucht das Startup nach Investoren.
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Die drei Gründer:innen von KitchBo
(c) www.kitchbo.de

Immer Ärger mit dem Backpapier – mal hat man vergessen es nachzukaufen, und wenn es dann da ist, schwimmt das Essen beim Braten im eigenen Saft. Dieser Umstand inspirierte ein deutsches Trio aus drei Gründer:innnen, Karolin Djukic, Darko Djukic und Nikola Natterer, eine Lösung dafür zu entwickeln. Das Ergebnis: KitchBo – eine modulare Backmatte aus lebensmittelechtem Silikon, die Oberfläche besteht aus Noppen in Pyramidenform, um die Mahlzeit nicht direkt auf der Matte und im eigenen Saft liegen zu haben. Ein zusätzlicher Benefit: Das Gargut muss so auch nicht gewendet werden, da so eine rundum Zirkulation ermöglicht wird.

Wie kommt hier die Modularität ins Spiel? Beim Legospielen mit seinem Sohn kam Gründer Darko auf die Idee, zusätzliche Klick-Optionen einzubauen, um zusätzliche Ebenen für zum Beispiel Spieße zu schaffen. Auch außerhalb ist die KitchBo Backmatte einsetzbar: Nach Eigenangaben ist sie als Unterlage zum Auftauen von Lebensmitteln geeignet und kann etwa als Untersetzer für heißes Kochgeschirr oder zum Abtropfen von Geschirr verwendet werden.

Auch in Österreich verfügbar

Nach dem Gebrauch kann die Matte per Hand mit einem Schwamm gereinigt werden, der laut dem Startup eigens dafür entwickelt wurde – wenn auch anzunehmen ist, dass ein Standardschwamm ebenfalls ausreichen sollte. Die Matte und das dazugehörige Zubehör sind derzeit auch nach Österreich lieferbar.

Um ihr Startup weiter auszubauen, bietet das Trio in „Die Höhle der Löwen“ zehn Prozent der Firmenanteile an KitchBo für 40.000 Euro an.


Mehr zu KitchBo am Montag in der Höhle der Löwen auf Vox. Weiters dabei: Natch, AnimalChat, Vegablum und scentme.

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Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Nicola Szekely, Eugen Benedikt Russ und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners
Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Nicola Szekely, Eugen Benedikt Russ und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners

Rund 50 Digital-Unternehmen mit etwa 600 Mitarbeiter:innen und mehr als 400 Millionen weltweiten Nutzer:innen – das ist das Portfolio der Liechtensteiner Private-Equity-Gesellschaft RM Equity Partners. Insgesamt hält diese eine halbe Milliarde Euro Assets under Management (AuM). Bekannte Portfolio-Unternehmen sind etwa die Outdoor-Plattform Bergfex aus Graz oder die deutsche Motorrad-Tour-App Calimoto.

Neue Bedeutung für zwei Buchstaben

Bis vor kurzem war die Gesellschaft Teil der Vorarlberger Russmedia-Gruppe, wie auch die zwei Buchstaben im Namen verraten. Nun befindet sich das PE-Unternehmen komplett im Besitz der drei Partner Eugen Benedikt Russ, Chris Wittlinger und Nicola Szekely. Somit bleibt es freilich zu einem Teil in der Vorarlberger Unternehmerfamilie Russ, die hinter Russmedia steht. Das RM bleibt als etablierter Name erhalten. Mit dem Slogan „Results matter“ bekommt es eine neue Bedeutung.

„Was das Team im vergangenen Jahrzehnt aufgebaut hat, macht uns stolz – und das ist erst das Fundament. Als völlig unabhängiges Unternehmen liegt unser Fokus nun ganz auf der Zukunft: der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Unternehmern und dem Aufbau beständiger, digitaler Unternehmen“, kommentiert Russ in einer Aussendung.

Bis zu 250 Millionen Euro pro Beteiligung

Die drei Partner investieren über die Gesellschaft ausschließlich eigenes Kapital und fokussieren klar auf Mehrheitsübernahmen und langfristige Beteiligungen. Bei einem Einzeldeal können nach Unternehmensangaben bis zu 150 Millionen Euro fließen, für eine Beteiligung insgesamt bis zu 250 Millionen. Dabei definiert RM Equity Partners klare Anforderungen, die auch auf der Website abzulesen sind: Das übernommene Unternehmen muss Marktführer oder starker Zweiter in seinem Segment sein und ein EBITDA über fünf Millionen Euro bzw. einen Nettoumsatz über 20 Millionen Euro vorweisen.

Gleichzeitig geben die Partner ihrerseits drei Versprechen: Kommt ein Unternehmen für einen Deal in Frage, bekomme es einen ersten Call innerhalb von 48 Stunden, eine konkrete Antwort innerhalb von sieben Tagen und, wenn ein Deal zustande kommt, dessen Abschluss innerhalb von acht Wochen. „Wenn es uns gefällt, sagen wir ja. Wenn nicht, sagen wir schnell nein. Hinter uns steht kein Investmentkomitee, und zwischen uns stehen keine Berater“, so die Partner auf der Homepage.

Zuletzt Verkauf von Alpy.com

Nach der Übernahme restrukturiere man dann nicht, aber unterstütze in jenen Bereichen, in denen man Expertise habe. Wiewohl RM Equity Partners als PE-Gesellschaft im Gegensatz zu einer VC-Gesellschaft nicht Exit-getrieben ist, sind auch Verkäufe übrigens keineswegs ausgeschlossen. Brutkasten berichtete erst im August vom Verkauf der Beteiligung Alpy.com. Es war der zweite Exit für die Gesellschaft in diesem Jahr.

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