11.03.2026
DIGITAL SKILLS BAROMETER

KI-Hype trifft auf Realität: Österreichs digitale Kompetenzlücke

Das am Dienstag in Wien präsentierte „Digital Skills Barometer 2025/2026“ von fit4internet zeigt einen „Technology Skills Gap“ in Österreich auf.
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(c) brutkasten

Wir nutzen KI, Cloud-Dienste und smarte Daten-Tools jeden Tag, um schneller und effizienter zu arbeiten. Doch ein Blick unter die Oberfläche zeigt: Das volle Potenzial dieser Technologien bleibt oft auf der Strecke, weil das tiefere Verständnis fehlt. Das zeigt das neue Digital Skills Barometer 2025/2026, das am Dienstag in Wien präsentiert wurde. Für die repräsentative Studie wurden insgesamt 2.273 Personen im Alter von 16 bis 89 Jahren befragt und getestet.

Selbstbild und Realität

Die Untersuchung der Bevölkerung offenbart eine Diskrepanz zwischen Selbstbild und Realität. In der digitalen Selbsteinschätzung geben sich die Österreicher:innen im Schnitt noch recht selbstbewusste 63 von 100 Punkten. Der Wissenstest liefert jedoch ein deutlich ernüchternderes Ergebnis von lediglich 35 Punkten. Diese Lücke von 28 Punkten ist mehr als nur ein Schönheitsfehler, denn sie entspricht einer Überschätzung von rund eineinhalb Kompetenzstufen. Konkret bedeutet das, dass sich 58 Prozent der Bevölkerung auf den untersten beiden Stufen bewegen und bei digitalen Aufgaben laufend Hilfe benötigen. Nur 42 Prozent verfügen über Kompetenzen für einen selbstständigen und reflektierten Einsatz digitaler Technologien.

Digitale Tools verbreitet, Kompetenz begrenzt

Besonders drastisch geht die Schere bei den aktuellen Schlüsseltechnologien auf, da die Nutzung rasant wächst, das nötige Know-how jedoch auf der Strecke bleibt. Bereits 51 Prozent der Befragten geben an, KI-Anwendungen privat oder beruflich zu nutzen, das objektive Hintergrundwissen dazu liegt im Schnitt jedoch bei mageren 30 Punkten.

Ähnlich sieht es bei Cloud-Diensten aus, die von 65 Prozent genutzt werden, während das Wissen dazu bei nur 35 Punkten liegt. Die Datenkompetenz bildet mit 23 Punkten das absolute Schlusslicht, bei einer Nutzungsrate von ebenfalls nur 23 Prozent. Lediglich im Bereich Cybersecurity sieht es etwas besser aus, wo 81 Prozent entsprechende Anwendungen nutzen und das Wissen immerhin bei 57 Punkten liegt.

„Das Digital Skills Barometer zeigt sehr deutlich: Wir haben kein Technologie-, sondern ein Kompetenzproblem. Wenn KI-Nutzung schneller wächst als das Verständnis für Cloud, Data und Cybersecurity, entsteht ein strukturelles Risiko für Unternehmen und den Standort“, so fit4internet-Präsident Markus Schaffhauser.

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Beim S&B Award 2026 wurden vielversprechende Spinoffs prämiert | (c) Hannes Winkler
Beim S&B Award 2026 wurden vielversprechende Spinoffs prämiert | (c) Hannes Winkler

„Nächstes Jahr haben wir die 100 voll“, sagt Elisabeth Mayerhofer. Sie moderierte auch dieses Jahr die Vergabe des S&B Awards des Rudolf Sallinger Fonds – gemeinsam mit Philipp Horvath. Mit 100 meint Mayerhofer Finalisten-Spinoffs, die beim Award gegeneinander antreten. Stand 2026 gab es bislang nämlich 99 davon – der Award wurde nun zum zehnten Mal vergeben.

Prominente Alumni

Welchen Impact der S&B Award hat, erläuterte nicht nur die frühere Casinos-Generaldirektorin Bettina Glatz-Kremsner, die als langjährige Vorsitzende des Kuratoriums des Rudolf Sallinger Fonds im vorigen Jahrzehnt den entscheidenden Anstoß zu dessen Schaffung gegeben hatte. Auch prominente Alumni kamen bei der Award Ceremony zu Wort.

Bettina Glatz-Kremsner (m.) erzählte Moderatorin Elisabeth Mayerhofer (r.), wie alles begann | (c) Hannes Winkler

„Das Preisgeld hat uns damals die Finanzierung eines entscheidenden Patents ermöglicht und die Aufmerksamkeit, die wir bekommen haben, war gerade in der Anfangsphase enorm wichtig“, erzählt Cubicure-Gründer Robert Gmeiner, der mit seinem Spinoff im 3D-Druck-Bereich die erste Ausgabe des Awards gewonnen hat und mittlerweile auf einen 79 Millionen Euro schweren Exit zurückblickt.

Das auf Lieferketten-Monitoring spezialisierte KI-Unternehmen Prewave, das mittlerweile zu den größten Scaleups des Landes zählt, holte sich beim Antritt 2018 zwar nicht den Sieg. Profitiert habe man aber dennoch sehr – sowohl von der Sichtbarkeit als auch von der Nachschärfung des eigenen Modells und Pitchs im Rahmen der Bewerbung, erzählt Co-Founder und CEO Harald Nitschinger. Sein Tipp an die aktuellen Finalist:innen: „Think big!“

Die Alumni Harald Nitschinger (l.) und Robert Gmeiner (m.) gaben den Finalist:innen Tipps aus ihrer Erfahrung | (c) Hannes Winkler

Es ist ein Ratschlag, den sich die Forscher:innen hinter den zehn diesjährigen Finalisten-Projekten – brutkasten berichtete im Vorfeld – gewiss zu Herzen nehmen. Denn zwar sind sie mit ihren Spinoffs mitunter noch in einer sehr frühen Phase, doch die forschungsbasierten Produkte haben denkbar großes Potenzial.

„Furchtbare“ Auswahl aufgrund durchwegs hoher Qualität

Entsprechend schwer war die Auswahl für die Jury, bei der Ceremony vertreten durch Rudolf Dömötör (WU Wien), Gertraud Leimüller (winnovation) und Josef Glössl (BOKU). Juryvorsitzender Dömötör verriet mit einem Augenzwinkern: „Es war furchtbar! Also nicht die Projekte, sondern bei dieser enormen Qualität einen Sieger zu ermitteln,“ und doch habe es, wie immer, nur einen geben können.

Rudolf Dömötör fungierte als Juryvorsitzender | (c) Hannes Winkler

Hauptpreis für Diamens

Den Hauptsieg und damit ein Preisgeld von 20.000 Euro holte sich schließlich das JKU-Linz-Spinoff Diamens (brutkasten berichtete bereits mehrmals). Das HealthTech-Startup entwickelt eine neue, nicht-invasive Diagnose-Methode für Endometriose, an der weltweit rund 190 Millionen Frauen leiden. Der Weg zum Award-Sieg sei ein spannender Prozess gewesen, sagt Co-Founderin und CEO Marlene Rezk-Füreder gegenüber brutkasten: „Die Jury war sehr kompetent und hat nicht die Fragen gestellt, die man sonst immer bekommt.“ Mit dem Preisgeld habe man bereits einen konkreten Plan: „Wir werden damit unser zweites Patent einreichen, um unsere Technologie weiter schützen zu können.“

Das Gründerinnen-Team von Diamens (v.l.n.r.): Clara Ganhör, Angelika Lackner, Marlene Rezk-Füreder und Eva Scharnagl | (c) Hannes Winkler

brutkasten-Sonderpreis für Duramea

Auch dieses Jahr vergab brutkasten einen Sonderpreis über 5.000 Euro Medienvolumen, dessen Sieger per Online-Voting ermittelt wurde. Diesen holte sich das TU-Graz-Spinoff Duramea, das eine Membran-Technologie für die effiziente Erzeugung von grünem Wasserstoff entwickelt. „Wir wollen damit grünen Wasserstoff günstiger machen, als Wasserstoff, der aus Erdöl produziert wird“, erklärt Gründer Sebastian Rohde. Vom S&B Award habe man sich vor allem Sichtbarkeit versprochen. Auch wie man die zusätzliche Sichtbarkeit über das brutkasten-Medienvolumen einsetzen wolle, verrät Rohde bereits: „Wir sind aktuell noch sehr gut durch Förderungen finanziert. Aber mit der weiteren Entwicklung werden wir früher oder später auch auf Investorensuche gehen.“

Duramea vertreten durch Jean Claude Koffi (2.v.l.) und Sebastian Rohde (2.v.r.) holte sich den brutkasten-Sonderpreis | (c) Hannes Winkler

Sonderpreis von Onsight Ventures für Cairos

Und noch ein weiterer Sonderpreis wurde dieses Jahr vergeben – von Onsight Ventures rund um Tech-Pionier und Investor Hermann Hauser. Das Siegerteam erhält ein Ticket für das Hermann Hauser Frontier Lab im Oktober in Graz. Den Preis holte sich das Montanuniversität-Leoben-Spinoff Cairos, das ein Verfahren zur Herstellung von erneuerbarem synthetischen Erdgas entwickelt. „Unser nächstes großes strategisches Ziel ist die erste kommerzielle Anlage und dafür werden wir Kapital brauchen. Da wird uns die Teilnahme am Hermann Hauser Frontier Lab definitiv weiterhelfen“, kommentiert Co-Founder Martin Peham gegenüber brutkasten.

Cairos von Andreas Krammer (2.v.l.) und Martin Peham (2.v.r.) sicherte sich den Sonderpreis von Onsight Ventures | (c) Hannes Winkler
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