22.01.2025
KONKURS

keyper: NÖ Software-Startup meldet Konkurs an

Das Software-Unternehmen keyper meldete Konkurs an. Laut akv kann die Firma ihre Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen.
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Ein umgedrehts Sparschwein, mit zwei schwarzen X anstatt Augen

Das niederösterreichische Software-Unternehmen keyper meldete am 21. Jänner ein Konkursverfahren an. Von Seiten des Alpenländischen Kreditorenverbands (akv) heißt es in einer Ausschreibung: „Die keyper GmbH kann ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. Vom zuständigen Landesgericht Wiener Neustadt wurde ein Konkursverfahren eröffnet.“

brutkasten berichtete 2016 im Zuge der Niederösterreichischen Startup-Strategie zuletzt über keyper.

keyper: Softwaredevelopment aus Wiener Neustadt

keyper ist ein 2013 gegründeter Software-Entwickler im Ticketing-Bereich. Die App soll sowohl Veranstalter:innen als auch Eventbesucher:innen den Vertrieb und das Bekommen von Tickets erleichtern.

Laut KSV1870 konzentrierte sich das Unternehmen vorwiegend auf Fußballvereine, Sportkonferenzen und Museen. Zu den Kunden zählten auch ausländische Unternehmen aus den USA, Großbritannien, Deutschland und der Schweiz. Laut eigener Angabe verwendeten der Fußballclub FC Bayern München, sowie das Kunsthistorisches Museum in Wien die Software von keyper.

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(c) wero
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Die digitale Souveränität ist in Europa aktuell in aller Munde. Doch auch in Sachen Payment hat Europa ein Souveränitäts-Thema, wie brutkasten bereits berichtete. US-Anbieter dominieren mit ihren Payment-Schemes auch den europäischen Markt. Ein Gegenentwurf dazu kommt von der European Payments Initiative (EPI) mit Wero. Die Account-to-Account-Zahlungslösung wird nach Angaben von EPI bereits von 55 Millionen Nutzer:innen in Deutschland, Frankreich und Belgien genutzt und expandiert aktuell in weitere europäische Märkte.

Fünf neue EPI-Anteilseigner aus Österreich

Ursprünglich wurde EPI von 18 europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern als Anteilseigner gegründet. Nun kommen mehrere Anteilseigner aus Österreich hinzu, womit auch die Expansion mit Wero ins Land erfolgt. Mit der Erste Bank und der Raiffeisen Bank International (RBI) steigen die beiden größten Banken des Landes ein. Hinzu kommen die Raiffeisen-Landesbanken Niederösterreich-Wien, Oberösterreich und Steiermark, bei denen aktuell noch die Zustimmung der Aufsichtsräte aussteht.

„Neue Wachstumsphase in Europa“

Das Engagement der neuen Anteilseigner aus Österreich stärke „die Dynamik hinter Wero zu einem Zeitpunkt, an dem unsere Expansion in Europa weiter an Fahrt gewinnt“, kommentiert Martina Weimert, CEO von EPI. „Mit inzwischen mehr als 55 Millionen Nutzerinnen und Nutzern und weiterem erwarteten Wachstum durch die laufende Expansion in Luxemburg, den Niederlanden und nun auch Österreich tritt Wero in eine neue Wachstumsphase in Europa ein. Die Beteiligung von Erste und der Raiffeisen Bankengruppe stärkt unsere Mission zusätzlich, ein widerstandsfähiges und wirklich paneuropäisches Zahlungsnetzwerk aufzubauen“, so die EPI-Chefin.

Man werde Wero in das Leistungsangebot aufnehmen, sagt Erste-Bank-CEO Gerda Holzinger-Burgstaller: „Als Anteilseignerin von EPI wollen wir diese Lösung nicht einfach nur zur Verfügung stellen, sondern auch aktiv an ihrer Gestaltung mitwirken.“ RBI-CEO Johann Strobl schlägt in dieselbe Kerbe: „Wir sind entschlossen, den Ausbau und die Nutzung dieser Lösungen in unseren Märkten aktiv voranzutreiben.“

Wero-Zahlungen im Einzelhandel schrittweise ausgerollt

Wero unterstützt bislang Zahlungen zwischen Privatpersonen und will in Kürze Zahlungen an Gewerbetreibende (P2Pro) einführen. In Deutschland kann man bereits seit 2025 damit im Einzelhandel bezahlen. Dieses Jahr folgen schrittweise Frankreich und Belgien.

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