18.08.2021

Darum fördert die FFG ein Tel Aviv-Startup mit Ex-Kanzler an Bord mit 1 Mio. Euro

Wir haben bei der FFG angefragt, warum das israelische Startup Keepers, in das die Kerns investiert sind, in Österreich gefördert wird.
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Die FFG-Zentrale im Haus der Forschung in Wien Alsergrund - darum fördert die FFG Keepers aus Israel
Die FFG-Zentrale im Haus der Forschung in Wien Alsergrund | (c) Funke via Wikimedia Commons

Der brutkasten berichtete kürzlich über eine Millionenförderung durch die FFG für das israelische Startup Keepers Child Safety, bei dem bereits seit Jahren BlueMinds-Gründerin Eveline Steinberger-Kern und ihr Mann, Ex-Kanzler Christian Kern, an Bord sind. Das Unternehmen betreibt erst seit April dieses Jahrs eine GmbH in Österreich (nicht als Tochter sondern zu je 50 Prozent im Besitz der beiden Gründer), die gefördert wurde. Weitere Details dazu wurden in der dazugehörigen Aussendung nicht genannt.

FFG-Förderung: Personalaufbau und Nutz- und Verwertungsrechte in Österreich als Bedingungen

Nach Veröffentlichung des Beitrags erreichten uns rasch Fragen von aufmerksamen Leser*innen, wie denn das möglich sei, dass die FFG Startups mit Sitz im Ausland fördert. Deshalb fragte der brutkasten nach. Die FFG erklärt die Details zur Förderung so: „Das Unternehmen ist mit Unterstützung aus dem GIN-Programm von FFG und aws ab dem Jahr 2017 in Österreich aktiv geworden. 2021 wurde eine österreichische Niederlassung mit dem Ziel gegründet, in Wien das europäische F&E Headquarter aufzubauen. Das Unternehmen ist weiter auch in Italien und Deutschland tätig“, heißt es von einem Sprecher.

2021 habe man der Österreich-Tochter eine Förderung für den Aufbau des F&E Headquarters in Wien zugesagt. Die Firmengründung und Personalaufbau seien Bedingungen im Fördervertrag. „Für die FFG-Förderung war darüber hinaus wichtig, dass die Nutz- und Verwertungsrechte in Österreich bleiben und die Europäischen Datenschutz- und ethischen Rahmenbedingungen eingehalten werden“, so der Sprecher, „aus unserer Sicht ist die Firmengründung in Österreich ein schöner Erfolg für den Startup-Standort Österreich“.

Keepers verschafft Eltern Überblick über Kinder-Smartphones

Mit der Keepers-App können Eltern Belästigung im Internet und Cybermobbing bei Kindern entgegenwirken. Konkret nutzt die App, die jeweils am Smartphone der Kinder und der Eltern installiert wird, künstliche Intelligenz und Natural Language Processing, um den Kontext von Unterhaltungen und Inhalten zu erfassen, die Kinder via Smartphone teilen. Die App screent dabei die gesendeten und empfangenen Nachrichten innerhalb aller gängigen Social-Media-Kanäle wie WhatsApp, TikTok, Snapchat, Instagram, Telegram und weiteren. Keepers warne Eltern in Echtzeit bei Mobbing, aber auch bei sexueller Belästigung im Netz sowie Anzeichen psychischer Probleme. Die konkreten Inhalte bekommen die Eltern aber nicht zu sehen, um die Privatsphäre der Kinder zu schützen.

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vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media
vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media

Anfang 2025 war Dream mit einer 100 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde zum Unicorn geworden (brutkasten berichtete). Nun holte sich das Scaleup erneut frisches Kapital. Mit einem Investment von 260 Millionen US-Dollar erreicht es in seiner Series-C-Kapitalrunde eine Bewertung von drei Milliarden US-Dollar. Die Runde wurde von den Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11 angeführt, gemeinsam mit Beteiligung von Bain Capital, Tru Arrow Partners, Antler „und weiteren globalen Investoren“.

„Wir sind noch ein junges Unternehmen, aber wir sind sehr dankbar, dass sich alles in die richtige Richtung entwickelt und wir schnell wachsen. Wir arbeiten weiter hart daran, dass es sich auch in den nächsten Jahren weiter so positiv entwickelt“, kommentiert Co-Founder und Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz, der als President von Dream fungiert.

Auch Co-Founder mit bekannter Vorgeschichte

Nicht nur sein Name ist ein klingender. Auch Mitgründer und CEO Shalev Hulio erlangte bereits zuvor internationale Bekanntheit. Als Co-Founder und Ex-CEO des Unternehmens NSO hatte er mit dessen Spionagesoftware Pegasus, die an Staaten vertrieben wurde, weltweit für Kontroversen gesorgt. Mit Dream wechselte Hulio vom Cyber-Offensiv- in den Cybersecurity-Bereich. Die Zielgruppe hat aber eine große Überschneidung: Staaten und Betreiber kritischer Infrastruktur. In diesem Bereich ist freilich auch der Ex-Kanzler bestens vernetzt.

Digitale Souveränität als neues Verkaufsargument

Im Produkt setzt Dream mit seinem „Cyber Language Model“ voll auf Künstliche Intelligenz, im Narrativ mittlerweile auch auf Digitale Souveränität, die zuletzt vor allem in Europa zum großen Thema wurde. „Die entscheidende Frage für Staaten ist nicht mehr, ob sie Künstliche Intelligenz einsetzen werden, sondern ob sie diese auch besitzen, betreiben und vollständig kontrollieren. Andernfalls begeben sie sich in eine kritische Abhängigkeit von anderen Staaten, wie beispielsweise China oder den USA“, sagt Kurz.

Und Hulio legt nach: „Wer die Kontrolle über seine KI verliert, verliert langfristig auch einen Teil seiner staatlichen Souveränität. So wie es undenkbar wäre, die Kontrolle über Verteidigung, kritische Infrastruktur oder die Innere Sicherheit aus der Hand zu geben, wird es künftig undenkbar sein, keine vollständige Kontrolle über die eigenen KI-Systeme zu haben.“ Dass KI-Modelle, auf denen zentrale Elemente staatlichen Handelns abgestützt sind, über Nacht abgestellt werden können, sei keine theoretische Debatte, wie man zuletzt bei „Fable“ von Anthropic gesehen habe, argumentiert man beim Unternehmen.

Cybersecurity: KI als Herausforderung und Lösung

Und wie will Dream das konkret lösen? Die KI-Systeme des Scaleups arbeiten laut Unternehmen „in einer völlig souveränen und sicheren Umgebung“. Dort biete man unter anderem einen umfassenden Cyber-Abwehr-Schirm, strukturiere sensible Daten als Entscheidungsbasis und decke noch unbekannte Cybersecurity-Schwachstellen („Zero Days“) auf. „Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat sich Cybersicherheit grundlegend verändert. Herkömmliche Systeme können keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Nur durch den konsequenten Einsatz von KI auch in der Cyber-Abwehr ist ein Schutz auch in der Zukunft möglich“, sagt Hulio.

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