13.11.2025
MOBILITY

Keba aus Linz startet Kooperation mit Londoner Unternehmen für Ladeinfrastruktur

Keba, ein Hersteller von AC- und DC-Ladelösungen aus Linz, und EO Charging, ein Unternehmen für Ladeinfrastruktur mit Sitz in London, haben eine strategische Partnerschaft bekanntgegeben, um europaweit großflächige Ladeinfrastruktur für Logistik- und Transportflotten bereitzustellen.
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Keba
© Keba -(v.l.) Mohoumud Ismail (Fleet Sales Director, EO), Darren Gardner (Country Manager UK, Keba).

Im Rahmen der Vereinbarung werden Keba und EO Charging in den kommenden Monaten Tausende AC- und DC-Ladestationen installieren. Erste Inbetriebnahmen laufen bereits in Schweden, Italien, Benelux und Großbritannien. Die Einführung wird zudem auf Frankreich, die DACH-Region sowie die nordischen Länder ausgeweitet.

Keba: Technologie vereinen

Mit mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung in der Unterstützung großer Flottenbetreiber wie DHL, Tesco, UPS und Amazon weiß EO Charging, welche entscheidende Rolle eine effiziente Ladeinfrastruktur für den erfolgreichen Umstieg auf Elektromobilität spielt. Durch seine Plattform „Charge Assurance“ verspricht das Unternehmen seinen Kunden eine Betriebszeit von 99 Prozent.

Die Partnerschaft soll nun EOs Software-, Installations- und Servicemodelle mit der Hardware und Technologie von Keba vereinen.

„EO verfolgt die Mission, die Elektrifizierung europäischer Flotten zu beschleunigen – nicht nur, um Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, sondern auch, um den Geschäftserfolg zu steigern. Unsere Partnerschaft mit Keba kombiniert erstklassige Hardware für AC- und DC-Ladestationen mit der integrierten Software und den Services von EO. So entstehen nahtlose, skalierbare und kosteneffiziente Lösungen. Für Flottenbetreiber bedeutet das mehr als nur Infrastruktur – es garantiert Geschäftskontinuität, mit Fahrzeugen, die Tag für Tag zuverlässig geladen und einsatzbereit sind“, sagt Mohomoud Ismail, Fleet Director Europe, EO Charging.

EO-Branding

Die Partnerschaft umfasst konkret Kebas AC-Ladegeräte sowie DC-Ladesysteme für halb-öffentliche Bereiche. Diese DC-Ladestation verfügt über einen schlanken Dispenser, der für Lkw- und Busdepots geeignet sei, und durch die externe Leistungseinheit namens „KeContact DCU10“ ergänzt werde.

Alle Produkte erhalten künftig ein individuelles EO-Branding und sind für eine schnelle Installation vorkonfiguriert. Zudem ermögliche Kebas offenes Servicezugangskonzept, dass EOs Servicepartner die Stationen flexibel installieren, betreiben und warten können, heißt es.

Keba: Nachhaltige Mobilität

„Für Keba ist diese Partnerschaft weit mehr als eine Zusammenarbeit – sie ist ein gemeinsames Bekenntnis, Europas Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität zu beschleunigen“, sagt Darren Gardener, Country Manager UK bei Keba Energy Automation. „Gemeinsam mit EO Charging bündeln wir unsere Stärken, um zukunftssichere Ladeökosysteme zu schaffen und um die Flottenbetreiber dabei zu unterstützen, mit Vertrauen den Schritt in eine saubere und intelligente Mobilitätszukunft zu gehen.“

Und Stefan Richter, CEO Keba Energy Automation, kommentiert: „Keba und EO Charging verfolgen dasselbe Ziel: Logistik- und Transportunternehmen den großflächigen Umstieg auf elektrische Flotten zu ermöglichen. Unsere Hardware setzt Maßstäbe in puncto Zuverlässigkeit und Integrationsfähigkeit, während EO die Software und Services bereitstellt, die eine garantierte Betriebszeit sicherstellen. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft nachhaltiger Flottenladung in Europa.“

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Dass sich die aktuell noch laufenden Verhandlungen zur EU Inc. auf Ratsebene nicht so entwickeln, wie es sich die Initiator:innen der gleichnamigen Initiative wünschen würden, ist allgemein bekannt. Übte man nach der Veröffentlichung des Kommissionsentwurfs im März noch deutliche Kritik an diesem, würde man ihn inzwischen wohl gerne so annehmen. Denn der aktuell noch in Ausarbeitung befindliche Vorschlag des Rats der EU-Justizminister:innen dürfte letztlich, wenn man mit den Verhandlungen vertrauten Personen Glauben schenken darf, kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Vorschlag der Initiative zu tun haben. Die absoluten Kern-Forderungen seien darin de facto zur Gänze gestrichen, was überbleibe sei „nicht mehr als ein Label und vielleicht etwas schnellere Gründung“, hört man.

Österreich als EU-Inc.-Antagonist

Das offizielle Österreich spielt dabei dem Vernehmen nach eher die Rolle des Antagonisten. Das SPÖ-geführte Justizministerium zähle in den Verhandlungen zu den Verhinderern. Rot-weiß-roter Gegenwind zur EU Inc. komme aber auch von anderer Seite, nicht nur, wie allgemein bekannt, von Notariatskammer und Arbeiterkammer, sondern auch von einflussreichen Personen in der Wirtschaftskammer.

Zehetner: deutliche Positionierung pro EU Inc.

In dieser durchaus komplexen Gemengelage von Interessen aus ganz unterschiedlicher Richtung, mag es fast verwundern, dass sich Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner nun öffentlich durchaus deutlich positionierte. „Ich bin unzufrieden damit, wohin sich die Diskussion zur EU Inc. momentan entwickelt – sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene“, sagte sie heute bei einer Keynote im Rahmen des Verbund Venture Day 2026 an der WU Wien. Auf diese Weise werde die EU Inc. nicht zur Alternative zur amerikanischen Delaware Inc., die auch sie sich wünsche.

Mitarbeiter:innenbeteiligung via FlexCo „noch nicht attraktiv genug“

Auch sonst gab sich Zehetner in ihrer Rede, die sich auf europäische Souveränität im Startup-Bereich fokussierte, kritisch. Die FlexCo etwa bezeichnete sie in Sachen Mitarbeiter:innen-Beteiligung als „ersten Schritt“, aber „noch nicht attraktiv genug“. Es brauche neue Steuerregeln, die Mitarbeiter:innenbeteiligung praktikabel machen. Auch ihre bereits einmal dezidiert geäußerte Forderung nach Steuererleichterungen bei Startup-Beteiligungen – vulgo Beteiligungsfreibetrag – wiederholte sie bei der Gelegenheit. Auf europäischer Ebene sieht sie Handlungsbedarf u.a. in Sachen Kapitalmarktunion. Lob gab es von Zehetner dafür für den European Scaleup Funds – ergänzt mit Eigenlob für den geplanten österreichischen Dachfonds.

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