15.07.2020

kauftregional.at: Suchverzeichnis mit 2400 Betrieben soll nun zum Online-Marktplatz werden

Das zu Beginn der Coronakrise gegründete Suchverzeichnis kauftregional.at zählt mittlerweile 2400 eingetragene Anbieter regionaler Produkte. Dessen Gründer, Roland Bamberger, möchte das Verzeichnis nun zu einem Online-Marktplatz ausbauen.
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kauftregional.at
kauftregional.at Gründer Roland Bamberger

Der Salzburger Gründer Roland Bamberger aus Obertrum beschäftigte sich beruflich ursprünglich mit dem Aufbau von Online-Portalen für Hotels. Zu Beginn der Corona-Krise hatte er dann die Idee zu kauftregional.at, einem Suchverzeichnis für regionale Produkte von Anbietern aus der Umgebung.

Innerhalb von nur einer Woche realisierte er das Suchverzeichnis mit mehr als 500 regionalen Anbietern, die für ihre Produkte Liefer- oder Abholdienste eingerichtet hatten. Mittlerweile umfasst das Verzeichnis mehr als 2.400 Betriebe.

Im April folgte schlussendlich die Gründung des gleichnamigen Startups kauftregional.at, das nun das Suchverzeichnis zu einem richtigen Shoppingportal ausbauen möchte. Mit rund 400.000 Seitenaufrufen zählt kauftregional.at laut Bamberger zu den erfolgreichsten Suchverzeichnissen für den regionalen Einkauf in Österreich.

Nachhaltigkeit und kurze Transportwege

Im Unternehmenskonzept von kauftregional.at stehen laut Bamberger neben einem regionalen Marktplatz für Österreich die Themen „Nachhaltigkeit“ und „kurze Transportwege“ im Mittelpunkt.

„Wir möchten Käufer dazu animieren, dass sie bei Händlern kaufen, die sich direkt in deren näheren Umgebung befinden. Damit lassen sich die Transportwege von Waren deutlich reduzieren“, so Bamberger.

Der Salzburger Gründer sieht auch den Trend, dass den Menschen die Umwelt und Nachhaltigkeit immer wichtiger wird. „Dabei akzeptieren die Käufer auch, dass ein Produkt durchaus um ein paar Euros mehr kosten darf.“

Online-Shops sollen integriert werden

Derzeit ist Bamberger damit beschäftigt, seine mehr als 2.400 auf kauftregional.at registrierten Kunden von der neuen Shop-Idee zu überzeugen.

„Wir rechnen damit, dass wir in der ersten Phase mit rund 100 Online-Shops aus ganz Österreich an den Start gehen können“, so Bamberger.

Kunden von kauftregional.at  sollen dabei von einem sehr einfachen und effizienten Shopsystem profitieren. Produkte können automatisiert hochgeladen werden, Liefer- und Zahlungsbedingungen sind flexibel durch den Verkäufer festzulegen.

Die Zielgruppe von kauftregional.at 

Eine besondere Zielgruppe sind für Bamberger die vielen kleineren Anbieter von regionalen Produkten. „Diesen Unternehmen fehlt oft eine geeignete Website, Technik und Know-how zum Einstieg in den E-Commerce. Ihnen möchten wir die Scheu nehmen und sie bei der Einrichtung von Internetshops unterstützen“, erklärt Bamberger.

Im Gegensatz zu den großen bekannten Shop-Plattformen sind dabei auf kauftregional.at auch Verkäufer willkommen, die ihre Waren nicht versenden, sondern nur zur Abholung bereitlegen, so Bamberger über den USP seines Startups.

Kooperation mit Gemeinden, Städten oder Regionen

Eine weitere Einsatzmöglichkeit für seine Initiative sieht Bamberger in der Einrichtung von regionalen Marktplätzen für Gemeinden, Städten oder auch größere Regionen. „Diese könnten über das Shop-System von kauftregional.at ihre Unternehmen auf einer eigenen Domain und unter eigenem Layout zusammenfassen und so den regionalen Einkauf bei den heimischen Betrieben nachhaltig forcieren und stärken.“

Interessierte Teilnehmer für den regionalen Marktplatz können sich unter www.shop.kauftregional.at anmelden.


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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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