Batterie aus Sand und Salz: BroadBit testet Technologie mit Kapsch
Das finnische Startup BroadBit Batteries stellt neuartige Batterien her, die höherer Leistung bei geringeren Kosten versprechen. Das liegt vor allem an ihrem Hauptbestandteil: Salz. Im Rahmen von Kapsch Factory1 werden die Batterien nun für unterschiedliche Usecases getestet.
Seit 2012 beschäftigt sich BroadBit mit der Erzeugung von Batterien, die bei geringeren Material- und Herstellungskosten mehr Energie speichern können. Für Kapsch wiederum hätten Batterien seit Jahrzehnten keine große Rolle mehr gespielt, erzählt Dieter Smely, Lead Mentor von BroadBit im Rahmen von Factory1. Die Batterie habe jahrelang als uninteressantes Produkt gegolten. Doch dann startete Factory1 und BroadBit wurde in das Accelerator Programm aufgenommen.
Derzeit sind das Startup und das Unternehmen gemeinsam dabei, zu testen, welchen Umweltbedingungen die Batterien tatsächlich standhalten. BroadBit profitiert dabei vor allem von der Versuchsumgebung von Kapsch. „Wir testen jetzt die Batterien, ob sie wirklich funktionieren und wir sind interessiert daran, die Batterien in unseren eigenen Geräten einzubauen. In einem Auto herrschen sehr unterschiedliche Umweltbedingungen. Es kann sehr heiß sein oder sehr kalt. Das ist für eine Batterie sehr anspruchsvoll. Wir werden nun gemeinsam herausfinden, ob die Batterien diesen Bedingungen standhalten. Und wenn sie das tun, kann man darüber nachdenken, was man noch alles mit den Batterien machen kann“, erzählt Smely. Kapsch sei aber in jedem Fall daran interessiert, die Batterien für ihre Zwecke anzuwenden und der erste große Kunde von BroadBit zu werden.
„Günstiger und stärker skalierbar“
Einer der großen Vorteile der neuartigen Batterie sei laut den Erfindern, dass sie viel umweltfreundlicher ist, als herkömmliche Produkte. Immerhin besteht sie zu einem großen Teil aus Sand, Salz und Kohle. „Wenn es darum geht, alle Autos auf Elektrik umzustellen oder Wind und Sonnenenergie zu benutzen, werden alle Arten von Backup-Power gebraucht und unsere Technologie ist günstiger und stärker skalierbar“, sagt BroadBit-CEO David Brown. Langfristig sollen durch die Zusammenarbeit von Kapsch und BroadBit auch immer mehr Anwendungsbereich für die Batterie gefunden werden.
Wie Fullstacks von Wien aus in 5 Jahren auf achtstellige Umsätze kam
2021 in Wien gestartet, hat Fullstacks Standorte in Deutschland und der Schweiz, fast 60 Mitarbeiter:innen und große Namen als Kunden. Wir sprachen mit Co-Founder Sebastian Mangelkramer über die Erfolgsgeheimnisse des IT-Dienstleisters.
Wie Fullstacks von Wien aus in 5 Jahren auf achtstellige Umsätze kam
2021 in Wien gestartet, hat Fullstacks Standorte in Deutschland und der Schweiz, fast 60 Mitarbeiter:innen und große Namen als Kunden. Wir sprachen mit Co-Founder Sebastian Mangelkramer über die Erfolgsgeheimnisse des IT-Dienstleisters.
Das Fullstacks-Management vl.: Philipp Kainz, Sebastian Mangelkramer, Fabian Regitz und Philipp Schlaffer | (c) Fullstacks
Die Rewe Group, die Neue Zürcher Zeitung, die ÖBB, Erste Digital, die Wirtschaftskammer, die Österreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH, Admiral oder die niederösterreichische Landesregierung – die Liste namhafter Referenzkunden des 2021 in Wien gestarteten Platform-Engineering-Spezialisten Fullstacks ließe sich noch eine Zeit lang fortsetzen. Was sie alle gemeinsam haben: Sie arbeiten in regulatorisch anspruchsvollen Umfeldern.
„Unser Ansatz ist klar, dass wir immer compliant und secure by design sind“, sagt Sebastian Mangelkramer im Gespräch mit brutkasten. Er hat Fullstacks gemeinsam mit Philipp Kainz gegründet, später kamen Philipp Schlaffer und Fabian Regitz ins C-Level und als Anteilseigner dazu und bauten Standorte in der Schweiz und Deutschland auf. „Wir haben unser Ökosystem sukzessive erweitert, damit wir unserem Namen gerecht werden. Fullstacks bedeutet top-down alles von der Enterprise-Architektur über Softwaremodernisierung, Platform Ops, Architektur, Planung, Inbetriebnahme und letztlich Managed Services“, erklärt der Gründer.
Digitale Souveränität „bereits Teil des Gründungsimpulses“
Dabei setzt der IT-Dienstleister auch auf eines der ganz großen aktuellen Themen: Digitale Souveränität. „Souveränität und Offenheit waren bereits Teil unseres Gründungsimpulses. Wir hatten damals sogar Angst, zu spät dran zu sein. Aber es stellte sich heraus: Wir haben genau das richtige Timing erwischt. Jetzt, wo die Nachfrage richtig hoch ist, können wir liefern und trauen uns auch dicke Dinger zu.“
Mehr als 14 Mio. Euro Umsatz im Vorjahr
Heute hat der Platform-Engineering-Spezialist knapp unter 60 Mitarbeiter:innen und verdoppelte ihren Umsatz im Vergleich von 2024 zu 2025 auf mehr als 14 Millionen Euro – „bei 20 Prozent Umsatzrendite“, wie Mangelkramer betont. In den schwarzen Zahlen ist Fullstacks aber nicht erst seit Kurzem. „Wir mussten von Tag eins rentabel sein. Das ging gar nicht anders. Wenn wir nicht rentabel gewesen wären, dann wäre unser Kühlschrank leer gewesen“, erzählt der Gründer.
Sebastian Mangelkramer ist Co-Founder und CEO von Fullstacks | (c) Fullstacks
Und bis heute ist das Unternehmen komplett eigenfinanziert. „Wir haben uns am Anfang 100.000 Euro von einem engen Freund privat geliehen. Das war aber eigentlich nur notwendig, um Sicherheit zu haben, um einen Knoten im Kopf aufzulösen. Wir haben das Geld nie angerührt, weil wir immer so viel Respekt davor hatten“, so Mangelkramer. Das Geld für die Eintragung der GmbH habe er sich von seinem Vater geliehen.
„Wir brauchen Leute, die zupacken, die eine ‚Whatever it takes‘-Mentalität haben“
Und schon im ersten Geschäftsjahr schrieb Fullstacks 900.000 Euro Umsatz – zu zweit mit Co-Founder Philipp Kainz. Dann holte man den ersten Mitarbeiter an Bord; später Philipp Schlaffer und Fabian Regitz als Geschäftspartner. Seitdem wuchs das Team konstant. Doch Mangelkramer betont: „Es darf und kann nicht jeder zu uns. Wir brauchen Leute, die zupacken, die eine ‚Whatever it takes‘-Mentalität haben, die unternehmerisch denken und einfach Bock haben.“
Diese Autonomie ermögliche es Fullstacks auch, trotz Wachstums ein „Speedboat“ zu bleiben. „Unsere Leute müssen selbst entscheiden. Wir übertragen Verantwortung und fordern sie auch ein. So bleibt man schnell und effizient“, sagt der Gründer. Doch er räumt ein: „Auch wir als Unternehmer dahinter sind greifbar. Man kann uns ‚beim Krawattl packen‘, wenn irgendwas nicht funktioniert.“ Letztlich sei es dennoch das Ziel, „sich überflüssig zu machen“. Und das funktioniere bereits gut: „Philipp und ich können mehrere Wochen gleichzeitig auf Urlaub gehen und der Laden läuft.“
Ziel: „ein signifikanter europäischer Player zu sein“
Doch das ist freilich nicht das einzige Ziel. Denn mit dem, was bereits erreicht wurde, will sich Mangelkramer noch lange nicht zufrieden geben. „Ich denke in Unternehmensphasen. Phase eins waren Fundament und Identität. Das haben wir gut erreicht. Jetzt sind wir in der zweiten Phase: Skalierung und Differenzierung.“ Hier wolle man in den kommenden Jahren noch auf 100 bis 150 Mitarbeiter:innen anwachsen, die Premium-Brand ausbauen und das laufende Geschäft mit Managed Services festigen.
Die dritte Phase schließlich betitelt Mangelkramer mit „Expansion und Nachhaltigkeit“. „Das heißt, nachhaltige Profitabilität, ein selbsttragendes Leadership-System und – vielleicht nach den Sternen gegriffen – aber ein signifikanter europäischer Player zu sein“, so der Gründer. Und wie kommt man dorthin? „Man muss immer kritisch sein, immer am Ball bleiben. Permanente Veränderung und Anpassungen sind der Kern.“
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