27.08.2015

Kampfansage an Bürokratiedschungel: aws launcht Fördermanager

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(c) aws: Der Fördermanager soll für mehr Überblick und Ordnung sorgen.

Erst vor Kurzem hat der Global Entrepreneurship Monitor (GEM) festgestellt, dass Österreichs Förderlandschaft im internationalen Vergleich ganz vorne mitmischt. Damals meinte Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner: „Innovative Start-ups beleben den Wirtschaftsstandort und schaffen Arbeitsplätze.“ Darum sollen Förderangebote ausgebaut werden. In der Startup Community in Österreich kommen die bereits bestehenden Förderangebote gut an. Die hiesige Förderlandschaft wird allgemein bereits als gut befunden, wenn auch weiter ausbaufähig. Einziges großes Manko, woran viele Scheitern: Die Bürokratie. Viele Gründer klagen über fehlende Übersicht und bemängeln, dass es oft unmöglich sei, ohne viel Zeit zu verlieren, durch den Verwaltungsdschungel zu blicken.

Dem will die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) nun mit dem heute gelaunchten Fördermanager ein Ende setzen. Die Förderbank des Bundes unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung innovativer Projekte durch Zuschüsse, Garantien, Kredite oder Eigenkapital. Ihr Fokus liegt insbesondere auch auf der Beratung von Gründern und jenen, die es werden wollen.

Der neue Online-Fördermanager soll das Erstellen von Förderanträgen erleichtern und auch für den fehlenden Überblick sorgen. Das Einreichen soll einfacher werden, aber auch der Organisationsaufwand schwinden. Außerdem neu: Es kann gemeinsam im Team an den Anträgen gearbeitet werden, sowie soll eine eigene „Sharing-Funktion“ den Ablauf zusätzlich schneller machen. Beliebig viele Personen können demnach dazu berechtigt werden, einen Antrag zu bearbeiten oder einzusehen. Dabei kann es sich um Mitarbeiter, Kollegen der Finanzabteilung oder auch die Hausbank handeln. Damit soll der aws Fördermanager ein persönlicher Assistent sein, wenn es darum geht online Anträge zu erstellen, im Team zu bearbeiten und einzureichen. Neu ist auch, dass man weiß, wie lange die Bearbeitung durch das aws voraussichtlich noch dauern wird, bzw. kann man regelmäßig den Status der Einreichung kontrollieren. Überdies wurde die Möglichkeit der elektronischen Signatur hinzu gefügt.

„Der aws Fördermanager hat sich vom einfachen Antrags-Onlinetool zum Assistenten für das Einreichen, Organisieren und Managen von aws Förderungen entwickelt“, so aws-Geschäftsführer Bernhard Sagmeister. Übrigens: Das Tool kann auch via Smartphone und Tablet genutzt werden. Um sich anzumelden, reichen E-Mail-Adresse und Passwort aus.

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Isabell Claus, Ashley Zvaniashvili, Eva Reder (v. l.) | (c) xchannels.ai

Das Wiener KI-Startup xchannels.ai setzt seinen internationalen Expansionskurs fort. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, geht es eine strategische Partnerschaft mit der im Silicon Valley ansässigen Marketingagentur GrowthMasters.io ein. Für das von Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili geführte Startup ist die Kooperation der nächste Schritt seiner internationalen Wachstumsstrategie. „Die Präsenz im Silicon Valley ist für uns keine symbolische Geste, sondern essentieller Teil unserer Strategie“, sagt Ashley Zvaniashvili, Co-Geschäftsführerin von xchannels.ai.

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht der Wissenstransfer zwischen dem Silicon Valley und Europa. Xchannels.ai will die lokale Marktkenntnis und das Netzwerk von GrowthMasters.io nutzen, um neue Entwicklungen rund um KI, digitales Marketing und AI Visibility direkt im US-Markt aufzugreifen. AI Visibility bezeichnet die Sichtbarkeit von Unternehmen in KI-gestützten Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT.

„Im Silicon Valley entstehen nahezu alle Trends, die später weltweit Marketingstrategien und digitale Geschäftsmodelle bestimmen. Europäische Unternehmen – insbesondere KMU – haben häufig erst mit starker Verzögerung Zugang zu diesem Wissen“, sagt Co-Geschäftsführerin Isabell Claus. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den USA will xchannels.ai in konkrete Marketinglösungen übersetzen, die die europäischen Kunden nutzen können.

US-Marketingagentur mit österreichischen Wurzeln

Mit GrowthMasters.io holt sich xchannels.ai einen Partner an Bord, der bereits seit mehreren Jahren im US-amerikanischen Marketingmarkt tätig ist. Die Agentur wurde von der Oberösterreicherin Eva Reder gegründet und ist auf LinkedIn-Content, digitales Marketing und bezahlte Werbekampagnen spezialisiert.

Der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen entstand durch ein anderes österreichisches Startup. GrowthMasters.io sei auf der Suche nach einer technischen Lösung gewesen, wie sie xchannels.ai anbietet, erklärt Claus. Die Zusammenarbeit soll dabei in beide Richtungen funktionieren: Während GrowthMasters.io seine Erfahrung und sein Netzwerk im US-Markt einbringt, stellt xchannels.ai seine KI-basierte Marketingplattform zur Verfügung. Diese unterstützt Unternehmen dabei, Marketinginhalte automatisiert zu erstellen und über verschiedene digitale Kanäle zu verbreiten. GrowthMasters.io will die Plattform künftig auch für seine eigenen Kunden in den USA einsetzen.

Erste US-Kunden über GrowthMasters.io erwartet

Die Partnerschaft markiert laut Claus erst den Beginn der US-Expansion. Das Startup, dass in Kürze erste Bestandskunden von GrowthMasters.io auch die Plattform von xchannels.ai nutzen werden.

Darüber hinaus plant das Unternehmen noch vor Jahresende eine Reise in die USA, um potenzielle Geschäftspartner zu treffen, die eigene Plattform vorzustellen und sein Netzwerk weiter auszubauen. Neben dem Silicon Valley steht dabei auch New York im Fokus. Vor allem die dort stark vertretene Kreativ- und Werbeindustrie mache den Standort für xchannels.ai interessant.

Von acht auf zehn internationale Märkte

Auch in Europa setzt xchannels.ai seinen Wachstumskurs fort. Bereits im August war das Startup nach eigenen Angaben mit rund 50 Unternehmenskunden in acht Ländern aktiv. Mittlerweile zählt das Unternehmen laut Claus 86 Kunden und zehn Mitarbeitende. Die Zahl der internationalen Märkte ist auf zehn gestiegen, zuletzt kamen Lettland und Italien hinzu.

Beim internationalen Wachstum setzt xchannels.ai weiterhin auf strategische Partnerschaften. Unter anderem arbeitet das Startup bereits mit der Deutschen Telekom zusammen. Die nun geschlossene Kooperation mit GrowthMasters.io soll diesen Ansatz auf den amerikanischen Markt ausweiten.

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