27.02.2023

„Google für Krypto“: Suchmaschine erhält fünf Millionen US-Dollar Investment

Die Informationen im Netz zu Krypto-Themen sind weit verstreut und oftmals auf nicht-gängigen Kanälen auch schneller zu finden. Kaito möchte da helfen.
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Kaito, Krypto Google,
(c) Kaito - Die Suchmaschine Kaito soll - mithilfe von OpenAI - das Finden von relevanten Krypto-Themen erleichtern.

Such man im Netz nach „Krypto“, so erhält man rund 40.000.000 Ergebnisse. Sieht man sich die ersten zwei (!) Google-Seiten an, so wird einem – nach den bezahlten Anzeigen – eine breite Welle an Themen entgegengeschleudert. Beste ETFs, beste Trading-Plattformen, Erklärschriften zu Krypto, Aufforderungen zu investieren, Betrugsmaschen und vieles mehr. Kaito möchte hier etwas mehr Ordnung ins Such-Chaos bringen.

Kaito als „Antwort und Lösung“

Dabei handelt es sich um eine KI-gestützte Suchmaschine, die das Internet nach Krypto-Themen durchforstet. Sie hat aktuell, wie TechCrunch als erstes berichtet hat, in einer von Dragonfly angeführten Runde 5,3 Millionen US-Dollar erhalten. Weitere Teilnehmer der Finanzierungsrunde waren Sequoia Capital China, Jane Street, Mirana Ventures, Folius Ventures, Alpha Lab Capital und Taurus Ventures.

Das Startup aus Seattle, USA, wurde 2022 von Yu Hu gegründet, einem ehemaligen internationalen Aktienhändler bei Citadel und Investmentbanking-Analysten bei der Deutschen Bank.

Kaito möchte das Problem im aktuellen Krypto-Markt lösen, wo Informationen über das gesamte Web verstreut sind – unter anderem in Twitter-Spaces, Reddit-Foren, Discord, Medium und Podcasts.

„Die dezentralisierte Natur der Krypto-Industrie hat zu einer erheblichen Informationsflut und Fragmentierung über zahlreiche Kanäle geführt, was es für die Nutzer schwierig macht, darauf zuzugreifen und sie zu verstehen“, sagte das Unternehmen per Tweet.

Das Problem der News-Konsumenten

Hinter der Entwicklung von Kaito steht dabei folgende These: News aus der Krypto-Szene folgen nicht mehr dem klassischen Muster und werden nur von etablierter Medien verbreitet, sondern zunehmenden tragen auch Influencer ihren Teil dazu beit.

Wie die Washington Post beschreibt, wurden bei der FTX-Pleite traditionelle Medien in den Schatten gestellt: Finance-Influencer hatten Informationen schneller an die Öffentlichkeit gebracht als News-Outlets. Der YouTuber Coffeezilla interviewte sogar den FTX-Gründer Sam Bankman-Fried.

Kaito ist raus aus dem Alphamodus

Bei Kaito können User:innen zum Beispiel nach bestimmten Informationen suchen und erhalten eine Liste mit Links zu Quellen.

Die Suchmaschine befand sich bis vor kurzem im privaten Alphamodus für Investoren, ist aber jetzt für die Öffentlichkeit verfügbar. Eine Einzelhandelsversion des Produkts ist kostenlos, während eine auf institutionelle Anleger ausgerichtete Ausgabe gegen eine Abonnementgebühr erhältlich sein wird.

Das Startup arbeitet außerdem an der Integration der GPT-3-Technologie von OpenAI in seine Plattform, um eine Chatbot-Version einzuführen, ähnlich wie bei Microsoft Bing.

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Bernd Greifeneder vor dem in Bau befindlichen neuen Dynatrace Campus in Linz | © Hermann Wakolbinger
Bernd Greifeneder vor dem in Bau befindlichen neuen Dynatrace Campus in Linz | © Hermann Wakolbinger

Seinen Sitz hat der ursprünglich 2005 in Linz gegründete Observability-Spezialist Dynatrace bereits mit dem ersten Exit 2011 in die USA verlegt. 2019 folgte der Börsengang in New York (brutkasten berichtete damals). Österreich blieb dennoch ein zentraler Standort für den nunmehrigen Weltmarktführer im Bereich KI-basierter Observability. Ein neuer Büro-Campus in Linz mit 29.000 Quadratmetern soll demnächst bezogen werden, wie brutkasten berichtete. Von den weltweit aktuell rund 5.600 Mitarbeiter:innen sind etwa 28 Prozent an den sechs österreichischen Standorten in Linz, Wien, Graz, Klagenfurt, Hagenberg und Innsbruck beschäftigt.

Umsatzsprung um weitere 18 Prozent

Im Geschäftsjahr 2024/2025 war die Zahl der Beschäftigten noch bei rund 5.200 gelegen – und der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) bei 1,7 Milliarden US-Dollar. Wie Dynatrace nun bekanntgab, konnte letzterer im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/2026 auf 2,054 Milliarden Dollar erhöht werden – ein Sprung um 18 Prozent (bzw. 16 Prozent auf Basis konstanter Wechselkurse). Dabei habe man mit 29 Prozent „bereinigter operativer Marge“ eine „starke Profitabilität“ aufweisen können, heißt es vom Unternehmen.

Noch viel Potenzial bei KI-gestützter Observability

Und man sieht in der eigenen Branche noch enormes Potenzial: Der adressierbare Markt für Observability, Application Security und AI/LLM Observability werde auf 92 Milliarden US-Dollar geschätzt. Rund 10 Milliarden US-Dollar würden davon bereits AI Observability zugerechnet. „Wir sind auf dem Weg zu autonomen digitalen Ökosystemen, die sich selbst verwalten, Leistung sowie Kosten optimieren und Probleme beheben, bevor sie sich auf die Nutzer auswirken. Für diese Systeme ist KI-gestützte Observability unerlässlich, weil sie ansonsten blind für die reale Welt wären“, kommentiert Dynatrace-Gründer und CTO Bernd Greifeneder.

Standort Linz mit zentraler Rolle

Beim Abrufen dieses Potenzials spielt laut Gründer auch die oberösterreichische Hauptstadt mit dem Engineering Headquarter eine zentrale Rolle: „In Linz entwickeln wir nicht nur unser Produkt, das KI tief in seiner DNA trägt, sondern betreiben an der Johannes Kepler Universität auch Forschung, um Deep-Tech-Lösungen zu entwickeln, die es auf dem Markt noch nicht gibt.“

Greifeneder: „Zeigen jeden Tag, dass wir an den europäischen Standorten herausragende Engineering-Talente finden“

Greifeneder betont dabei, Europa könne im KI-Wettbewerb mit China und den USA selbstbewusst sein: „Bei Dynatrace zeigen wir jeden Tag, dass wir an den europäischen Standorten herausragende Engineering-Talente finden. Menschen aus der ganzen Welt entscheiden sich bewusst dafür, hier zu arbeiten und zu leben.“ Europa stehe an der Spitze, wenn es darum geht, Compliance-Anforderungen zu verstehen und ihnen gerecht zu werden. „Bereiche, in denen wir uns jedoch noch verbessern können, sind Geschwindigkeit und der Mut zum Risiko“, so der Gründer.

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