11.08.2015

Kärntner Initiative „Gemma Schepfn“ matcht Jugendliche ohne Job mit Unternehmen

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Jugendlichen ohne Arbeit bietet "Gemma Schepfn" eine Chance.

Die mentale Gesundheit ist für den Menschen genauso wichtig, wie körperlich fit zu bleiben. Einer Arbeit nachgehen zu können und geistig gefordert zu sein, trägt langfristig nicht nur dazu bei, dass man eine Perspektive im Leben hat, sondern auch, dass man gesund bleibt. Besonders Jugendliche, die keine Arbeit finden, haben es heutzutage schwer. Oft passiert es, dass sie den sozialen Anschluss verlieren und nur schwer selbst wieder herauskommen.

Das ES GEHT! Projekt „Gemma schepfn“ aus Villach der BAWAG P.S.K macht vor, wie sozial benachteiligten Jugendlichen aktiv geholfen werden kann. Peter Tiefling, der Kundenbetreuer aus der Filiale in Feistritz, unterstützt die Initiative, die Jugendliche mit umliegenden Unternehmen zusammen bringt, ihnen einen Einblick in die Arbeitswelt ermöglicht und ihnen dadurch hilft, den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden. Zusammen mit dem Verein pro mente: kinder jugend familie arbeitet man direkt mit Unternehmen aus der Dienstleistung, Produktion oder dem Handwerk zusammen. Dabei steht die berufliche Integration der Jugendlichen im Fokus. Begleitet werden sie außerdem von ausgebildetem Fachpersonal, sowie von Menschen, die in der Wirtschaft tätig sind. Die Heranwachsenden sollen dadurch eine ehrliche Chance bekommen und sich nicht wieder alleine gelassen fühlen. „Gemma schepfn!“ kann zwar keinen Job garantieren, aber zumindest Hoffnung bieten und Chancen steigern.

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Peter Tiefling, Unterstützer von Seiten der BAWAG P.S.K.

„Das Projekt fördert den Einstieg von Jugendlichen in die Arbeitswelt“, so BAWAG P.S.K. Betreuer Tiefling. „Die Jugendlichen kommen aus den verschiedensten familiären Verhältnissen. Teilweise sind das Street-Kinder oder etwa Kinder, die geistig ein bisschen beeinträchtigt sind. Die wissen oft nicht, dass sie in der Früh aufstehen müssen oder sich morgens etwas zu Essen kaufen müssen, damit sie mittags kochen können.“ Durch die Initiative bekommen die jungen Menschen aber die Möglichkeit zu sehen, wie die Arbeitswelt ist und im besten Fall kann es zu einem nahtlosen Übertritt in die reale Arbeitswelt kommen. Außerdem soll ihnen alles nötige Know-how mit auf den Weg gegeben werden.

Marcel Fiebiger ist einer jener Jugendlicher, denen geholfen werden konnte: Dem Deutschen viel es anfangs schwer, hier in Österreich, ganz ohne Netzwerk, Fuß zu fassen, heute arbeitet er in einem Hauben-Restaurant.

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Wolfgang Kogler von pro mente: kinder jugend familie

„Das Faszinierende ist zu sehen, wie das Selbstwertgefühl der Jugendlichen dank dem Projekt wächst, wie sie eine Identität bekommen und wieder Hoffnung schöpfen. Ich glaube, dass diese Jugendlichen einfach eine Chance verdient haben“, so Tiefling.

Wieso heißt die Initiative „Gemma schepfn“? „Das ist ein kärntnerischer Ausdruck und heißt ‚Fang an zu Arbeiten!'“, schließt Wolfgang Kogler von pro mente: kinder jugend familie. „Die Jugendlichen sollen durch das Projekt motiviert werden, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“.

Bei einer Auktion in Villach wurde nun der Reinerlös dem Projekt „Gemma Schepfn“ zur Verfügung gestellt. Hier das Video und noch mehr Informationen zur Initiative:

Dieser Beitrag ist Teil einer entgeltlichen Kooperation mit der Initiative ES GEHT! der BAWAG P.S.K.- Die inhaltliche Verantwortung liegt bei der Redaktion.

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DiLT Analytics
© DiLT Analytics

DiLT Analytics hat eine siebenstellige Finanzierungsrunde abgeschlossen. Sie setzt sich aus einem Equity-Investment von Noctua Science Ventures und einer Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) im Rahmen des Programms Seedfinancing – Deep Tech zusammen. Mit dem Geld möchte das 2021 gegründete Spinoff der TU Graz sein Team ausbauen und FaciliMind, seine Software zur automatisierten Fehlerdiagnose in Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, zu weiteren Betreibern großer Gebäudeportfolios bringen

DiLT Analytics: „Substanziell wachsen“

Noctua Science Ventures ist ein Wiener Deep-Tech-Fonds und ein Joint Venture von Speedinvest und den Technischen Universitäten Österreichs. Der Fonds investiert gezielt in Ausgründungen, deren Produkt auf langjähriger Forschung beruht.

„Die aws-Förderung ergänzt das Investment und ist auf genau diese Phase zugeschnitten: den Schritt von einer erprobten Technologie zu einem Produkt, das sich über viele Standorte hinweg ausrollen lässt“, heißt es per Aussendung. Um im Sinne des Programms aws Seedfinancing – Deep Tech als Deep Tech zu gelten, muss das Vorhaben auf einer „anspruchsvollen technologischen und wissenschaftlichen Herausforderung“ basieren und einen klaren Technologiesprung gegenüber bestehenden Lösungen oder rein inkrementellen Weiterentwicklungen ermöglichen.

„Mit Noctua Science Ventures haben wir einen Partner gefunden, der beides kennt: die technischen Herausforderungen eines Deep-Tech-Produkts und den Weg in die Kommerzialisierung. Für ein junges Spinoff ist das der Best Case. Dass parallel auch die aws-Förderung zugesagt wurde, bestätigt uns, dass FaciliMind und unser Team auf dem richtigen Weg sind. Jetzt geht es darum, substanziell zu wachsen“, sagt Theresa Kohl, CEO von DiLT Analytics.

Philipp Stangl, Managing Director von Noctua Science Ventures, ergänzt: „Von unseren vielen Gesprächspartnern erhielten wir ein sehr einheitliches Bild zu DiLT: ein glaubwürdiger, technisch differenzierter Ansatz, umgesetzt von einem Team, mit dem Immobilienprofis gerne zusammenarbeiten. Genau diese Kombination aus Forschungsvorsprung und starker Kundenorientierung ist es, wonach wir in der Pre-Seed-Phase suchen.“

2021 gegründet

DiLT Analytics wurde Ende 2021 von Franz Wotawa und Gerald Schweiger als Spinoff des Instituts für Softwaretechnologie der TU Graz gegründet und ging aus der Forschungsgruppe „Intelligent Systems“ hervor. Erstes größeres Projekt war „Inframonitor“, eine herstellerunabhängige IoT-Datenplattform für den Campus Inffeldgasse der TU Graz.

Seither ist DiLT an mehr als 20 Forschungsprojekten mit über 15 Partnern beteiligt, einige davon FFG-gefördert und gemeinsam mit österreichischen und europäischen Universitäten. Die Ergebnisse fließen über den Forschungszweig DiLT Research direkt in die Produktentwicklung. Geführt wird das Unternehmen heute von Theresa Kohl (CEO), Christopher Gray (Business Development & Strategy), Thomas Hirsch (CTO), Reinhard Pertschy (CPO) und Thomas Schwengler (Head of Software).

Die entwickelte Software FaciliMind analysiert Betriebsdaten von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen, erkennt dabei versteckte Fehler und Optimierungspotenziale und liefert Technikteams eine nach Dringlichkeit sortierte Maßnahmenliste, so der Claim. Die Software von DiLT Analytics arbeitet herstellerunabhängig und lässt sich über ein einzelnes Gerät an die bestehende Gebäudeleittechnik anbinden. Dank eines knowledgegraphbasierten Softwarestacks soll sie das digitale Abbild komplexer Anlagen weitgehend automatisiert innerhalb weniger Tage statt monatelanger Handarbeit erstellen können. Zielgruppe sind Betreiber großer Gebäudeportfolios, etwa in der öffentlichen Hand, an Flughäfen sowie in Industrie und Gesundheitswesen.

DiLT Analytics erhielt Preise

Zu den Kunden zählen u.a. die Technischen Universitäten Graz und Wien, Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), IG Immobilien Management GmbH und Industriekunden. 2025 wurde DiLT Analytics mit dem DREA Award und dem ÖGUT Umweltpreis ausgezeichnet. Und ist seit September 2026 nach ISO 27001 zertifiziert.

„Wissen über Anlagenbetrieb soll im Unternehmen bleiben“

Neben der Verstärkung des Teams und dem geplanten Rollout möchte DiLT Analytics künftig ein Übersetzungswerkzeug für den BACtwin-Standard als Open Source veröffentlichen und die Diagnose künftig auf weitere Technologien wie Wärmepumpen, Photovoltaik und Batteriespeicher ausweiten

„Ein Gebäudeportfolio überdauert seine Dienstleister und oft auch seine erfahrensten Mitarbeitenden“, sagt Kohl. „Unser Ziel ist, dass das Wissen über den Anlagenbetrieb im Unternehmen bleibt und dass Entscheidungen auf verifizierter Datengrundlage statt auf Bauchgefühl und Erinnerung beruhen.“

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