28.04.2026
FINANZIERUNG

Kärntner Energie-Startup enixi holt sechsstelliges Investment

Die enixi GmbH, ein Kärntner Startup für Energy-Sharing in Österreich, gibt die Erweiterung des Gesellschafterkreises bekannt.
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enixi
© enixi - (v.l.) Peter Schicho, Matthias Nadrag und Roderik van Kessenich.

Mit seinem Energy-Startup enixi bietet Matthias Nadrag App- und Softwarelösungen für Energiegemeinschaften an. Das Kärntner Unternehmen ermöglicht dabei das Teilen von lokal erzeugter erneuerbarer Energie in der eigenen Nachbarschaft. 2023 startete der Founder eine Kooperation mit dem  niederösterreichischen Sensortechnologie-Unternehmen LineMetrics.

enixi-Founder: „Partner, kennen Herausforderungen beim Skalieren“

Dann folgte die Gründung einer Plattform gegen Energiearmut – brutkasten berichtete – wofür er auch kurz darauf den „Get active Social Business Award“ (GASBA) von Coca-Cola erhielt. Nun vermeldet er ein Investment und drei neue Gesellschafter für enixi.

Mit Roderik van Kessenich, Peter Schicho und Paul Schicho gewinnt das Kärntner Unternehmen drei erfahrene Investoren und Unternehmer, die den nächsten Wachstumsschritt aktiv mitgestalten wollen, wie es per Aussendung heißt. Zu ihren bisherigen Beteiligungen und Projekten zählen unter anderem Niceshops, hellocash und myAcker.

„Roderik, Peter und Paul sind genau die Partner, die wir in dieser Phase brauchen. Sie kennen die Herausforderungen beim Skalieren aus eigener Erfahrung — das ist ein ganz anderer Qualitätssprung. Gemeinsam werden wir die Marktführerschaft in Österreich ausbauen und die Internationalisierung konsequent vorantreiben“, sagt Nadrag.

Siebenstellige Bewertung

Zur genauen Höhe des Investments wurde Stillschweigen vereinbart, es soll sich jedoch um ein sechsstelliges Investment zu einer mittleren siebenstelligen Bewertung handeln, wie der Gründer auf Nachfrage erzählt. Mit dem frischen Kapital soll der nächste Wachstumsschritt in Gang gesetzt werden.

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Wolfgang Hattmannsdorfer | (c) drehwerk / Peter Mayr
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Rufe nach mehr politischer Rückendeckung für den Life-Science-Standort gibt es, wie auch in anderen Bereichen, schon lange. Bewegung in die Sache bringt nun einmal mehr die geopolitische Lage, konkret vor allem weitere Zolldrohungen durch US-Präsident Donald Trump. Bei einem gemeinsamen Medientermin von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer mit Pavol Dobrocky, Präsident des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs, Pharmig, machte der Minister nun einige diesbezügliche Ankündigungen, wie die Tageszeitung „Die Presse“ berichtet.

„Life-Science-Aktionsplan“

Diesen Herbst will die Regierung demnach einen „Life-Science-Aktionsplan“ erarbeiten. Man wolle die Innovationskraft des Sektors stärken, die Standortkosten senken, um mehr Produktion zu ermöglichen, und die Durchführung klinischer Studien erleichtern, wird Hattmannsdorfer in der „Presse“ zitiert. Zudem soll der Industriestrompreis künftig auch für die Erzeugung pharmazeutischer Grundstoffe gelten.

Life-Science-Startups bei Skalierung helfen

Konkret äußerte sich der Minister auch zu Life-Science-Startups. Diesen wolle man dabei helfen, schneller zu skalieren und ihre Produkte in den Markt zu bringen. Laut Austrian Startup Monitor 2025 ist die Branche mit 14,4 Prozent aller Startups die zweitgrößte innerhalb des heimischen Startup-Ökosystems nach IT/Softwareentwicklung.

Zudem wolle man auf EU-Ebene erreichen, dass die Life Sciences in den europäischen Industrial Accelerator Act aufgenommen werden. Der Gesetzesvorschlag soll etwa Investitionen in Produktionsstätten erleichtern und sehe auch „made in EU“-Kriterien bei öffentlichen Ausschreibungen vor. Außerdem denke man Beihilfen an, um Pharmaproduktionen in Österreich zu halten.

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