08.05.2018

Kärnten Solar gewinnt Austrian Green Planet Building Award

Der Preis der Außenwirtschaft Austria wird vergeben für das Energiekonzept und Ausstattung einer neuen Moschee in Astana, Kasachstan. Durch den Bau der Photovoltaik-Anlage ist die Moschee energieautark.
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(c) Kärnten Solar - das Team von Kärnten Solar vor der Moschee in Astana

In einem weltweit einzigartigen Projekt in Astana, Kasachstan, liefert das Kärntner Unternehmen Kärnten Solar  das gesamte Energiekonzept für die energieautarke Versorgung der neu errichteten Yryskeldi Qaji Ata Mehiti Moschee.

Gemeinsam mit der kasachischen Partnerfirma Stroyinvest konnten die Parkplatz- sowie Fußwegüberdachungen und Freiflächen rund um die Moschee mit Photovoltaik-Modulen ausgestattet werden. 784 Photovoltaik-Module in Kombination mit Batteriespeichern mit einer Kapazität von 27,6 kWh stellen die unterbrechungsfreie Stromversorgung der Moschee sicher.

Für dieses Projekt wird das Ingenieurbüro vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und der Aussenwirtschaft Austria mit dem Austrian Green Planet Building Award ausgezeichnet. Verliehen wird der Award morgen im Rahmen eines Dinners in der diplomatischen Akademie Wien.

+++ SolCube: Wiener base.energy startet Serienproduktion +++

Pilotprojekt „Energy City“ im Rahmen der EXPO

Das Engagement in Astana folgt dem Pilotprojekt „Energy City“, in dem 2017 die Kärntner Unternehmen weissenseer Holz-Systembau und Kärnten Solar im Rahmen der EXPO 2017 in Astana ein Musterhaus für eine autarke Wohnsiedlung mit geplanten 200 Einheiten errichten konnte. In Kasachstan wird zunehmend in den Ausbau erneuerbarer Energie und in die Abkehr von fossilen Energieträgern investiert.


⇒ Zum Projekt

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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

„Serwas verbindet zwei Märkte, die in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung gewinnen werden: Rechenleistung und nachhaltige Energieversorgung“, sagt Markus Kainz, Gründer und CEO von Gateway Ventures. Die auf Investoren-Pooling basierte Beteiligungsgesellschaft übernahm nun den Lead in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde für das Innsbrucker Startup Serwas Technologies, über das brutkasten bereits berichtete.

Server-Heizung für Schwimmbäder, Hotels und Co

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die dabei entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Server sollen künftig nicht nur rechnen, sondern gleichzeitig Gebäude beheizen“, erläutert Serwas Co-Founder Timo Berkmann. Das Startup fokussiert dabei auf Gebäude mit konstant hohem Wärmebedarf, etwa Schwimmbäder, Hotels, Pflegeeinrichtungen und größere Wohnanlagen. Serwas hat die dafür genutzte Kühltechnologie selbst entwickelt. Das Unternehmen betreibt die Server selbst und übernimmt die Integration in die bestehende Wärmeinfrastruktur der Gebäude. Die Rechenleistung wird an Unternehmen verkauft.

300.000 Euro im ersten Closing – zweites soll schon im Oktober folgen

Bei der aktuellen Finanzierungsrunde über insgesamt 300.000 Euro stiegen neben Gateway Ventures Business Angels aus dem „Pioneers Club“ und das MCI Innsbruck ein. Schon im Oktober soll ein Second Closing erfolgen und die Pre-Seed-Runde damit erweitert werden. „Besonders überzeugt uns der dezentrale Ansatz, weil neue Rechenkapazitäten dort aufgebaut werden können, wo die entstehende Wärme unmittelbar genutzt wird“, kommentiert Gateway-CEO Kainz.

Erster Standort in Innsbrucker Hallenbad

Bislang betreibt Serwas einen Standort in einem Innsbrucker Hallenbad. „Mit dem neuen Kapital wollen wir unseren ersten Standort weiter ausbauen und das Konzept auf weitere Gebäude übertragen“, sagt Serwas-Co-Founder Berkmann. Geplant ist laut Startup eine „schrittweise Skalierung“. Zuträglich sein soll dabei natürlich der massiv erhöhte Bedarf an Server-Zentren durch den KI-Boom. Die Nutzung bestehender Gebäude mit geeigneten Strom-Anschlüssen soll gleichzeitig eine Alternative in den Debatten rund um den Neubau großer Serverzentren sein.

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