27.03.2025
UMFRAGE

JW-Konjunkturbarometer: Das wollen Österreichs Jungunternehmer:innen

Für den aktuellen JW-Konjunkturbarometer wurden mehr als 900 österreichische Unternehmer:innen bis 40 Jahre befragt.
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Im Bild ein Barometer - JW-Konjunkturbarometer zeigt, was Jungunternehmer:innen fordern
(c) iSawRed via Unsplash

Dass eine Umfrage mit dem Titel „JW-Konjunkturbarometer“ dieser Tage eher ein pessimistisches Stimmungsbild liefert, kommt wohl wenig überraschend. IHS und Wifo sagen aktuell ein weiteres Jahr Rezession voraus und so verwundert es nicht, dass auch Österreichs Jungunternehmer:innen in der aktuellen Umfrage im Auftrag der Jungen Wirtschaft (JW) zum überwiegenden Großteil keinen Aufschwung erwarten. 920 Unternehmer:innen bis 40 Jahre wurden befragt.

JW-Konjunkturbarometer: Pessimismus überwiegt

Ein paar Zahlen: 36 Prozent der Befragten rechnen mit einem weiteren Rückgang der Konjunktur, nur 17 Prozent mit einem Aufschwung. Ebenfalls 36 Prozent der Jungunternehmer:innen spüren einen leichten, 31 Prozent sogar einen starken Rückgang beim Kaufvolumen. 46 Prozent erwarten steigende Kosten (im Sommer 2024 waren es 41 Prozent). Nur 20 Prozent rechnen mit einer besseren Ertragslage, 37 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Auch die Erwartung einer steigenden Inflation stieg von zuletzt 39 Prozent auf 47.

41 Prozent der Unternehmen wollen Investitionen senken

Eine unmittelbare Folge: 41 Prozent der Unternehmen wollen ihre Investitionen senken, lediglich 17 Prozent wollen diese steigern. Immerhin 26 Prozent planen Neueinstellungen in den kommenden Monaten.

Bürokratie, Umsatzeinbußen und Arbeitskosten als größte Herausforderungen

Als größte unternehmerischen Herausforderungen in den kommenden zwölf Monaten sehen die Befragten im JW-Konjunkturbarometer die Bürokratie (50 Prozent) gefolgt von Umsatzeinbußen (45 Prozent) und Arbeitskosten (38 Prozent). Die Themen Steuern (59 Prozent), Bürokratie (48 Prozent) und Gesundheitssystem (39 Prozent) beschäftigen Österreichs Jungunternehmer:innen besonders.

Das fordern Jungunternehmer:innen von der Politik

Entsprechend haben sie auch einige Forderungen an die Politik, die im JW-Konjunkturbarometer abgefragt wurden. Wie sooft steht hier eine Senkung der Lohnnebenkosten an erster Stelle (67 Prozent), gefolgt von einer Reduktion von bürokratischen Form- und Meldepflichten (40 Prozent) und der Digitalisierung und Optimierung behördlicher Prozesse (38 Prozent). 83 Prozent wollen zudem mehr steuerliche Entlastung bei Überstunden, 80 Prozent sind für weniger Steuern und Abgaben bei Arbeiten im Alter. 76 Prozent sehen überdies Bedarf für mehr (steuerliche) Anreize für eine freiwillige, private Altersvorsorge. 67 Prozent machen sich Sorgen um ihre eigene finanzielle Absicherung im Alter.

Forderungen in den Bereichen Arbeitskräftemangel und Förderwesen

Auch im Bereich Arbeitskräftemangel gibt es Forderungen mit breiter Unterstützung unter den Befragten. So wollen 90 Prozent eine Attraktivierung der Lehre, 82 Prozent einen Ausbau der Kinderbetreuung und 72 Prozent Leistungsanreize für mehr Vollzeit statt Teilzeit. Im Feld Förderwesen sind die Befragten ebenfalls nicht gänzlich zufrieden, wiewohl 52 Prozent bereits einmal Förderungen in Anspruch genommen haben. 48 Prozent sehen laut JW-Konjunkturbarometer Verbesserungspotenzial beim Förderwesen in Österreich. 60 Prozent finden, dass es zielgerichteter und effizienter ausgestaltet werden muss.

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(v.l.n.r.) Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, CEO Lukas Püspök, Vorstandvorsitzende Erste Bank Gerda Holzinger-Burgstaller und EIB-Vizepräsident Karl Nehammer kamen zur Eröffnung des Super-Hybrid Projekts. (c) Maria Hollunder
(v.l.n.r.) Staatssekretärin Elisabeth Zehetner, CEO Lukas Püspök, Vorstandvorsitzende Erste Bank Gerda Holzinger-Burgstaller und EIB-Vizepräsident Karl Nehammer kamen zur Eröffnung des Super-Hybrid Projekts. (c) PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder

Wer auf der Autobahn A4 von Parndorf in Richtung Nickelsdorf fährt, ist ringsum bereits von modernen Windkraftwerken umgeben. An einem windigen Tag wie heute laufen hier mehrere hundert Windräder gleichzeitig. Nach gut 20 Minuten Fahrt erreicht man Nickelsdorf; die rund 1.800 Seelengemeinde liegt direkt an der ungarischen Grenze.

In der Region der Parndorfer Platte erstrecken sich kilometerweit flache Feldlandschaften, wodurch hier die besten Voraussetzungen für Windkraft- und Photovoltaikanlagen herrschen. Unweit der „Pannonia Fields“, erstreckt sich das heute eröffnete Super-Hybrid-Kraftwerk der Energiefirma püspök auf einer Fläche von circa 65 Hektar.

Zur Eröffnung, bei der brutkasten vor Ort war, fanden sich neben püspök-CEO Lukas Püspök auch Ex-Kanzler Karl Nehammer, Vizepräsident der EIB, sowie Gerda Holzinger-Burgstaller, Vorstandsvorsitzende der Erste Bank, auf dem Gelände ein. Die finanzielle Unterstützung beider Institute machte die Umsetzung dieses Großprojekts erst möglich.

Über 65 Hektar erstreckt sich das Areal rund um das Super-Hybrid-Kraftwerk. (c) PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder

Erneuerbare Energie rund um die Uhr

Die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und einem Großbatteriespeicher ermöglicht eine Stromerzeugung rund um die Uhr und schafft ein hohes Maße an Wetterunabhängigkeit. Während die Windkraft vor allem in den Wintermonaten liefert, laufen die PV-Anlagen im Sommer auf Hochbetrieb. Da im Tagesverlauf mit erneuerbaren Energien jedoch nicht durchgehend Strom produziert werden kann, stellt der Großbatteriespeicher laut püspök den zentralen Faktor dar, um die Energie zur richtigen Zeit zu sichern.

„Mit dem Batteriespeicher speichern wir den sauberen, heimischen Strom untertags und haben ihn am Abend auch zur Verfügung. Das ist Super-Hybrid, das senkt Kosten, das stabilisiert das Netz und es macht erneuerbare Energie konstant verfügbar“, erklärt Lukas Püspök das Projekt.

Die Zuschaltung des Speichers ist noch im Juni geplant, die offizielle Inbetriebnahme wird im Juli erfolgen. Neben Nickelsdorf sollen noch an fünf weiteren Standorten in der Gegend Super-Hybrid-Projekte entstehen. Gesamt sollen sie eine Leistung von 271 Megawattpeak erreichen.

Hunderte Schafe unter Photovoltaik-Anlagen

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist das Konzept der Agri-Photovoltaik, bei dem die landwirtschaftliche Nutzung direkt in das Kombinationskraftwerk integriert wird. Derzeit beweiden 120 Schafe und 90 Lämmer die Flächen unter den PV-Anlagen. Durch diese Doppelnutzung wird dieselbe Fläche sowohl für landwirtschaftliche Erträge als auch für die Gewinnung erneuerbarer Energie verwendet.

Raphael Dugmanits, Projektleiter bei püspök, unterstreicht den ökologischen Ansatz: „Wir wollten nicht ein normales Photovoltaik-Kraftwerk hinstellen, sondern wir wollten dezidiert die Agri-Photovoltaik machen. Die Themen Naturschutzgedanken und Biodiversität sind für uns wichtige Punkte.“

Doppelte Flächennutzung durch die Schafe und PV-Anlagen. (c) brutkasten/Hannah Fasching

EIB mit 57 Mio. Euro beteiligt

Die Europäische Investitionsbank stellte für die Errichtung des Super-Hybrid-Energieprojekts 57 Millionen Euro zur Verfügung. Damit beläuft sich das gesamte EIB-Engagement bei Projekten von püspök mittlerweile auf 200 Millionen Euro. Die EIB-Gruppe fungiert als Finanzierungsarm der EU und zählt zu den weltweit größten multilateralen Entwicklungsbanken.

Allein im Jahr 2025 wurden vonseiten der EIB 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für insgesamt 870 Projekte zugesagt, wobei Klima und Umwelt sowie technologische Innovationen zu den Kernbereichen gehören.

Auch die Erste Bank ist maßgeblich an der Finanzierung beteiligt. Vorstandsvorsitzende Gerda Holzinger-Burgstaller betont: „Dieses Projekt zeigt, wie die Energiewende hierzulande konkret umgesetzt werden kann.“

EIB-Vizepräsident Karl Nehammer und CEO Lukas Püspök vor den Großbatteriespeichern in Nickelsdorf. (c) PÜSPÖK/APA-Fotoservice/Maria Hollunder

Für die Energieunabhängigkeit Europas

Das Projekt läuft unter dem europäischen Programm REPowerEU welches darauf abzielt, Europas Abhängigkeit von Öl und Gas nachhaltig zu beenden.

„Worum geht’s immer am Ende des Tages? Um wirtschaftliche Stärke, Versorgungssicherheit, eben nicht nur für Österreich, sondern im großen Kontext gedacht für die Europäische Union. Der Ausbau erneuerbarer Energien und moderner Speichertechnologien ist entscheidend für Europas Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit und Klimaziele“, betont Nehammer bei der Eröffnung.

Climate-Tech-Startups gefragt

Obwohl Großprojekte wie diese Kraftwerksanlage laut Lukas Püspök seltener direkt von Climate-Tech-Startups realisiert werden, spielen junge Technologieunternehmen im Hintergrund eine entscheidende Rolle, um solche Vorhaben überhaupt erst „zum Laufen zu bringen“.

Als Paradebeispiel nennt er die Vermarktung und Steuerung des Systems: „Das beste Beispiel ist, dass die Vermarktung dieses Batteriespeichers von einem bekannten österreichischen Climate-Tech-Unternehmen, nämlich von enspired gemacht wird. Bei allem, was rundherum an Services und technologischen Dienstleistungen bei solchen Projekten passiert, da ist die Startup-Szene jetzt gefragt.“

Mehr zu den Chancen von Climate-Tech-Startups erzählte Lukas Püspök im brutkasten-Interview.

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