22.02.2019

Julia Leitinger ist neue Präsidentin des IdeenTriebwerk Graz

Der Verein zur Förderung steirischer Gründer hat am Donnerstag im Rahmen des 50. Startup Spritzer einen neuen Vorstand vorgestellt.
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Julia Leitinger
(c) Raphael Prinz

Im Rahmen des 50. Startup Spritzer im Dom im Berg hat das IdeenTriebwerk Graz am 21. Februar vor 600 Besuchern seinen neuen Vorstand vorgestellt. Der neue Vorstand besteht aus Julia Leitinger (Präsidentin), Isabella Zick (Head of PR), Markus Liebeg (Head of Finance and Cooperations), Nina Zettl (Head of Operations) und Katharina Wagner (Head of HR).

Leitinger übernimmt die Präsidentschaft von Denise Vorraber. Nach fast zwei Jahren als Präsidentin des IdeenTriebwerk Graz gibt Vorraber die Rolle ab, um im Rahmen eines Praktikums bei Open Austria das kalifornische Startup-Ökosystem kennenzulernen. „Die fünf sind ein wahnsinnig motiviertes Team und werden den Verein in den nächsten Jahren ordentlich vorantreiben“, sagt die Ex-Präsidentin über den neuen Vorstand.

(c) Raphael Prinz

“Wir wollen den Verein mindestens genauso erfolgreich weiterführen und haben schon viele Ziele für die nächsten Jahre. Die nächsten Wochen als neuer Vorstand werden spannend, aber wir werden in unsere Rollen hineinwachsen – ich freue mich auf die Arbeit mit meinem Team“, sagt Leitinger über ihre neuen Aufgaben.

Das IdeenTriebwerk Graz ist ein studentischer Verein, der sich die Förderung der steirischen Gründerszene auf die Fahne geschrieben hat. Der Verein wurde 2012 gegründet und hat derzeit 22 Mitglieder.

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Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger
Der autonome Bus der Marke Otokar | © ÖBB / Daniel Willinger

In einigen US-amerikanischen und chinesischen Städten gehören Robotaxis bekanntlich längst zum Stadtbild. In Österreich verläuft die Verbreitung des autonomen Fahrens, wie so viele andere Dinge, langsamer. Bereits seit 2017 etwa arbeitet die Initiative SURAAA im Kärntner Pörtschach mit autonomen Kleinbussen (brutkasten berichtete). 2019 starteten die Wiener Linien einen mehrjährigen Testbetrieb autonomer Kleinbusse in der Seestadt Aspern (brutkasten berichtete), beendeten das Projekt aber nach der Testphase. Zu einem größeren Rollout kam es bislang nicht.

100 autonome Busse in zwei Jahren

Doch das soll sich jetzt ändern. Bei einem Termin am Westbahnhof, über den mehrere Medien berichteten, legten unter anderem Infrastrukturminister Peter Hanke, ÖBB-Chef Andreas Matthä und Kerem Erman vom türkischen Mobilitäts-Unternehmen Otokar einen Rollout-Plan dar, der erstmals über Testphasen bzw. stark eingegrenzte Projekte hinausgeht.

Demnach sollen bereits in zwei Jahren bis zu 100 autonom fahrende Busse von Otokar für ÖBB Postbus etwa im Vorarlberger Rheintal oder im oberösterreichischen Zentralraum unterwegs sein. In der spanischen Hauptstadt Madrid befinden sich die „e-Centro“-Busse des türkischen Anbieters, die Platz für bis zu 32 Fahrgäste bieten, bereits im regulären Einsatz.

Gesetze müssen erst angepasst werden

Begleitend soll die heimische Gesetzeslage ab September schrittweise angepasst werden, damit in zwei Jahren dann auch Fahrten ohne die aktuell noch obligatorischen Sicherheitsfahrer:innen (Anm. d. Red.: die das Konzept ad absurdum führen) rechtlich möglich sind. Dabei räumt Minister Hanke, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, ein: „Es wird dauern, bis die Bevölkerung diesen Fahrzeugen vertraut. Aber wir wollen zum Regelbetrieb, und nicht nur mit einem Bus, sondern mit einer Flotte.“

Vom ersten Test in Alpbach in den Rollout

Doch nun wird – wie sollte es anders sein – zuerst einmal getestet. Und der erste Test erfolgt in ländlicher, aber durchaus prominenter Umgebung: beim Europäischen Forum Alpbach. Dort wird der Testbetrieb in kleinem Ausmaß auf einer definierten Strecke stattfinden. Unter Bedingungen, die den später geplanten Einsatzbedingungen deutlich näher kommen, findet dann der nächste Testlauf statt. Nach dem Forum Alpbach zieht der Bus weiter in den Industriepark „Campus Wolfurt“ im Bezirk Bregenz in Vorarlberg. Dort wird er dann Campus und S-Bahn verbinden.

Die langfristige Vision ist auch bereits skizziert. Verläuft der oben beschriebene Rollout in den kommenden zwei Jahren nach Plan, soll eine flächendeckende Ausbreitung folgen. Letztlich will man Öffi-unterversorgte ländliche Regionen, wo, wie Hanke es ausdrückt, „keine U-Bahn mehr hinkommt, wo der Bus nicht mehr so groß sein muss“ in ganz Österreich abdecken.

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