27.10.2020

Jugend Innovativ: Einreichphase für Österreichs größten Schulwettbewerb für Innovation startet

Österreichs größter Schulwettbewerb für innovative Projekte geht in die mittlerweile 34. Runde. Schüler und Lehrlinge im Alter von 15 bis 20 Jahren können ihre Ideen und Projekte bis zum 12. Jänner 2021 einreichen.
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Jugend Innovativ
Der Startschuss zur aktuellen Runde von Jugend Innovativ fiel im Wiener Tribe.Space mit dem Startup Book Your Room, das bereits am Wettbewerb erfolgreich teilgenommen hat. | (c) martin pacher

Jugend Innovativ ist Österreichs größter Schulwettbewerb für innovative Ideen und Projekte und wird jährlich im Auftrag des Wirtschaftsministeriums und Bildungsministeriums von der Austria Wirtschaftsservice abgewickelt.

Bereits 10.000 Projekte

Der Wettbewerb blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits seit 33 Jahren werden Jugendliche dazu eingeladen, ihre Ideen einzureichen und auszuarbeiten. Bisher haben laut den Initiatoren bereits 10.000 Projekt-Teams am Wettbewerb teilgenommen.

Aus den Projekt-Teams sind zudem auch zahlreiche Unternehmensgründungen hervorgegangen, wie beispielsweise das Wiener Startup Book Your Room rund um die Gründer Clemens Walter, Paul Spitzer und Jakob Mayerhofer.

Die drei Jungunternehmer haben bereits während ihrer Zeit an der Handelsakademie in Wien Hietzing eine eigene Vermittlungsplattform für temporär ungenützte Räume entwickelt, die an Vereine und Unternehmen weiter vermietet werden. Der Start erfolge 2017 mit der Vermietung eines Turnsaals einer Partnerschule im 22. Bezirk in Wien. Mittlerweile hat Book Your Room mehrere Kooperationspartner an Bord und bietet neben Turnsälen für sportliche Aktivitäten auch Seminarräume und größere Locations für Tagungen an – der brutkasten berichtete.

34. Wettbewerbsrunde startet

Am Dienstagvormittag gab Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Bildungsminister Heinz Faßmann im Wiener Tribe.Space nun den offiziellen Startschuss für die 34. Wettbewerbsrunde von Jugend Innovativ.

Gesucht werden die innovativsten Ideen in den Kategorien Design, Science, Engineering, Entrepreneurship sowie in der von der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative gesponsorten Sonderpreis-Kategorie Sustainibility, der bereits seit 13 Jahren vergeben wird.

Anmeldungen sind bis 12. Jänner möglich

Anmeldungen zum Wettbewerb sind über ein Einreichtool ab sofort bis 12. Jänner 2021 möglich. Die Projektberichte sind bis 1. März 2021 zu erstellen und sind die Basis für die Bewertung durch Fach-Jurys. Mitmachen können Schüler und Lehrlinge im Alter von 15 bis 20 Jahren.

Für die besten Projekte gibt es Preisgelder im Gesamtwert von 33.000 Euro. Zusätzlich wird auch in dieser Runde wieder ein Publikumspreis in der Höhe von 1.000 Euro verliehen. Das Gewinner-Team wird dabei wie bereits in der vergangenen Runde mittels Online-Voting ermittelt. Das Bundes-Finale 2021 ist für den 25.- 27. Mai geplant.

Neuerung bei Jugend Innovativ

In dieser Runde startet Jugend Innovativ mit einer Reihe an Neuerungen. So wird die Teilnahme dank einem neuem Einreichtool noch digitaler und einfacher und die Community der Projektteams und deren Projekt-Betreuer laut aws noch wichtiger als in den vergangenen Jahren.

Zudem gibt es beim sogenannten Digi-Bonus – dieser umfasst eine Unterstützung von 300 Euro für die 50 besten Digitalisierungs-Konzepte – einen weiteren Vorteil: Der Bonus wird erstmalig bereits im Jänner vergeben und kann laut aws somit ins laufende Projekt investiert werden.


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Tausendundein Speicher
© Dachgold e.U - Cornelia Daniel, Initiatorin von Tausendundein Speicher, vor dem dritten Speicher der Initiative in Himberg, Niederösterreich.

Um Tausendundein Dach war es etwas ruhig geworden in letzter Zeit. Das Unternehmen wurde 2014 von Cornelia Daniel, Inhaberin der Solarberatung Dachgold, und dem Photovoltaikspezialisten 10hoch4 gegründet. Vor über drei Jahren erreichte man – Nomen est Omen – ein langgehegtes Ziel und enthüllte das 1001. Photovoltaik-Dach auf der Interspot Film GmbH in Wien, brutkasten berichtete.

Der Weg von Tausendundein Dach bis zu Tausendundein Speicher

2025 folgte erstmals die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf einem denkmalgeschützten Gebäude, am Schloss Rodaun, und damit das 1.235. Dach. Nun widmet man sich mit dem neuen Namen Tausendundein Speicher der Errichtung von 1.001 dezentralen Gewerbespeichern bis 2033.

„Nach dem Kraftakt von Tausendundein Dach fangen wir noch einmal von vorne an“, erklärt Cornelia Daniel gegenüber brutkasten. „Wenn man so ein großes Ziel erreicht hat, dann bleibt die Frage, was kommt danach?“

Daniel hatte darauf nicht gleich die richtige Antwort, gesteht sie, als sie nach ihren nächsten Zielen, der nächsten Vision gefragt wurde: „2.000 Dächer bzw. 10.000 Dächer klangen langweilig.“ Zudem merkte die Founderin, dass in der aktuellen Rezession die Investitionsbereitschaft in PV trotz bleibender Nachfrage sank.

So sprach Daniel mit Kunden, hörte zu, erkannte ihren Bedarf und merkte, dass sich im Dezember 2024 ein Schlüsselmoment entfaltete. „Die Batteriepreise hatten sich halbiert und die Strompreise waren gestiegen“, erklärt sie. „Plötzlich rechneten sich Speicher, was vorher nicht der Fall war.“

Start 2025

Ab Anfang 2025 beschäftigte sich die Gründerin somit intensiv mit dem Thema, entwickelte (gemeinsam mit einem deutschen Partner) Tools zur Berechnung und plötzlich war der Moment da. „Es war irgendwie einfach logisch. Etwas, wo man später denkt, warum sind wir nicht schon vorher darauf gekommen.“

Also startete Daniel Tausendundein Speicher und setzte erste Projekte um, damit sie bereits etwas vorweisen konnte, noch bevor sie an die Öffentlichkeit ging.

Erste Speicher in Betrieb

So laufen bereits die ersten Gewerbespeicher: Elf Anlagen mit zusammen rund 900 Kilowattstunden sind in Betrieb, sechs in Wien und fünf in Niederösterreich. Das Spektrum reicht derzeit von 14 bis 240 Kilowattstunden.

„Alle bleiben mit ihrer Anschlussleistung unter 250 Kilowatt und fallen damit in die einfachste Anschlusskategorie, ohne teure Netztechnik und erweiterte Nachweise. Der Fokus liegt bewusst auf dieser Größenklasse. Eine Beschränkung ist das nicht: Größere Anlagen werden auf Wunsch samt Verfahren umgesetzt“, heißt es per Aussendung. Anm.: Mit der nächsten Stufe des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes dürfen Unternehmen ab 1. Oktober Strom zwischen eigenen Standorten teilen und direkt an andere Betriebe liefern.

© Dachgold e.U – Cornelia Daniel in Himberg, Niederösterreich.

Tausendundein Speicher simuliert

Laut eigenen Angaben braucht Österreich bis 2040 8,7 Gigawatt Batteriespeicherleistung, davon 6,0 Gigawatt dezentral bei Haushalten und Gewerbe. Nur gehe, so Daniel, der Ausbau zäh voran.

„Ich sehe Großspeicherprojekte, die seit drei bis sechs Jahren in Planung sind und noch immer nicht am Netz. Unsere Anlagen stehen in wenigen Monaten.“ Mittelgroße, betriebsintegrierte Speicher hinter dem Zählpunkt einer bestehenden PV-Anlage seien nämlich „genehmigungsarm und, wenn keine baulichen Maßnahmen nötig sind, schneller am Netz“.

Jede Anlage wurde vorab anhand des tatsächlichen Viertelstunden-Lastprofils des Betriebs simuliert, nicht „einfach überschlagen“. Ein Gewerbespeicher rechnet sich, so die Gründerin, selten über einen einzigen Effekt. Entscheidend sei das sogenannte Profit-Stacking: Mehrere Erlösquellen werden kombiniert. Dazu gehört zunächst, mehr vom selbst erzeugten Solarstrom zu nutzen. Hinzu kommen die Kappung von Lastspitzen, die den Leistungspreis bestimmen, und ein intelligenter Stromeinkauf, bei dem der Speicher in günstigen Stunden geladen wird, erklärt sie.

„Speichern durfte man immer. Was sich ändert, ist, dass es sich jetzt rechnen lässt“, erklärt Daniel. „Weil Viertelstundenwerte für viele Zählpunkte verfügbar sind, können wir einem Betrieb ziemlich genau sagen, was es ihm bringt, seine Verbräuche zu verschieben. Das war jahrelang Bauchgefühl. Jetzt ist es eine Rechnung, und sie geht auf.“

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AI Summaries

Jugend Innovativ: Einreichphase für Österreichs größten Schulwettbewerb für Innovation startet

  • Jugend Innovativ ist Österreichs größter Schulwettbewerb für innovative Ideen und Projekte und wird jährlich im Auftrag des Wirtschaftsministeriums und Bildungsministeriums von der Austria Wirtschaftsservice abgewickelt.
  • Bereits seit 33 Jahren werden Jugendliche dazu eingeladen, ihre Ideen einzureichen und auszuarbeiten.
  • Anmeldungen zum Wettbewerb sind über ein Einreichtool ab sofort bis 12. Jänner 2021 möglich.
  • Für die besten Projekte gibt es Preisgelder im Gesamtwert von 33.000 Euro.
  • Zusätzlich wird auch in dieser Runde wieder ein Publikumspreis in der Höhe von 1.000 Euro verliehen.
  • In dieser Runde startet Jugend Innovativ laut der aws mit einer Reihe an Neuerungen.

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