24.02.2025
ENERGIEWENDE

Joulzen: Wiener Startup nach 2m2m-Auftritt „erschöpft und euphorisch“

Bestehende Öltanks können ganz einfach umgebaut und als Wärmespeicher genutzt werden. Mit diesem Versprechen tritt das Wiener Startup Joulzen nun auch vor die Juror:innen der Startup-Show "2 Minuten 2 Millionen".
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Die beiden Gründer von Joulzen | Foto: PULS 4/Gerry Frank

Das Wiener EnergyTech-Startup Joulzen möchte „die Energiewende in die Keller Österreichs“ bringen. Die drei Gründer und Ingenieure Sebastian Rigger, Florian Schellnast und Christoph Markler arbeiten an einer Lösung, die bestehende Öltanks in nachhaltige Wärmespeicher umwandeln soll – brutkasten berichtete dazu bereits im November des Vorjahres. Nun begibt sich das Gründerteam vor die Juror:innen der heimischen Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“.

Joulzen speichert Wärme in alten Öltanks

Die Lösung des Startups sieht wie folgt aus: Großvolumige Wärmespeicher mit „intelligenter Steuerung“ sollen nach eigenen Angaben überschüssige Energie „effizient speichern und später nutzbar machen“ können. Die Energie wird nur dann gespeichert, wenn sie im Überfluss vorhanden ist. Genutzt wird sie dann, wenn sie am dringendsten gebraucht wird.

Um die Joulzen-Lösung zu nutzen, brauchen heimische Haushalte keine neuen Geräte. Das Startup kann bestehende Heizungs-Infrastruktur umgestalten und verwenden. Alte Öltanks müssen dabei nicht entsorgt werden, sondern können „umweltfreundlich umgerüstet“ werden. Das soll Hausbesitzer:innen bis zu 5.000 Euro an Entsorgungskosten sparen, heißt es.

Speichern für den Winter

Bei der hauseigenen Methode, bestehende Öltanks in effiziente Wärmespeicher zu transformieren, wird überschüssige Energie aus Photovoltaikanlagen oder dem Stromnetz gespeichert und für den Winter nutzbar gemacht. Dabei sollen, wie es per Aussendung heißt, die Heizkosten um bis zu 90 Prozent gesenkt und der CO₂-Ausstoß um bis zu 84 Prozent reduziert werden – brutkasten berichtete.

„Unsere Technologie lässt erneuerbare Energien intelligenter arbeiten und ermöglicht dabei substanzielle Kosteneinsparungen für Haushalte und Unternehmen gleichermaßen“, wird Mitgründer Sebastian Rigger in einer Pressemeldung zitiert. Damit richtet sich Joulzen sowohl an Privathaushalte als auch an den Industriesektor.

Sieger des Climate Launchpad Austria

Bereits im Juni des Vorjahres holte sich Joulzen den ersten Platz beim Climate Lanchpad Austria – einem internationalen Wettbewerb für grüne Geschäftsideen. Ziel des Bewerbs ist es, innovative Lösungen zu fördern, die den Klimawandel bekämpfen und den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft beschleunigen.

Am kommenden Donnerstag, den 27. Februar 2025, wird Joulzen bei der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ auftreten. Ins Rampenlicht wagten sich die beiden Gründer Rigger und Schellnast. Ziel war es, „unsere Begeisterung für nachhaltige Energielösungen authentisch zu vermitteln“, erzählen die Gründer vom bereits verfilmten Auftritt.

Schlussendlich entpuppte sich der Dreh als „ein intensiver Tag volle Emotionen“, wie Gründer Florian Schellnast erzählt. Am Ende sei man gleichermaßen erschöpft und euphorisch aus dem Studio gegangen. Details zu einem möglichen Ausgang des Pitches wurden nicht verraten.

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TikTok
Mit „Sell Across Europe" sollen heimische KMU künftig EU-weit verkaufen können | (c) AdobeStock

Nach Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Irland und Großbritannien folgt die nächste Ausbaustufe: Am 15. Juni geht TikTok Shop in Österreich, Belgien, den Niederlanden und Polen live. Bemerkenswert: In den Vorab-Berichten internationaler E-Commerce-Medien tauchte Österreich bislang gar nicht auf – die Branche hatte primär Polen, Benelux und Skandinavien als nächste Märkte erwartet.

Laut TikTok nutzen über 2,7 Millionen Menschen in Österreich die Plattform monatlich. Sie sollen künftig direkt in der App über Shoppable Videos, Live-Shopping-Formate und einen eigenen Shop-Tab einkaufen können, ohne TikTok zu verlassen. Für österreichische Unternehmen öffnet sich die Registrierung bereits zwei Wochen früher, am 1. Juni.

Was den österreichischen Markt aus TikTok-Sicht auszeichne?

„Wir expandieren schrittweise. Dieses Jahr ist der richtige Zeitpunkt für Österreich“, erklärt Ningxin Wu, die TikTok Shop in Österreich, den Niederlanden, Belgien und Polen verantwortet. Man wolle „Learnings aus Deutschland, Italien und anderen Märkten direkt einsetzen“.

Was den österreichischen Markt aus TikTok-Sicht auszeichne? Wu nennt drei Punkte: digital affine Kund:innen, eine Vorliebe für lokale und hochwertige Produkte – ein Muster, das man auch in Deutschland beobachtet habe – und Live-Shopping bzw. -Selling, das in dieser Form bisher keinen breiten Player in Österreich habe.

Ein österreichisches Scaleup als Anker

Zum Start setzt TikTok auf ein Einladungsmodell. Als einziger österreichischer Launch-Partner ist das Wiener Scaleup Neoh unter den ersten Marken – bekannt für zuckerreduzierte Riegel und Süßwaren-Innovationen. Das 2016 gegründete Unternehmen hat seine Discovery-E-Commerce-Strategie zuvor bereits in Deutschland erfolgreich erprobt.

„TikTok Shop ist für uns mehr als ein neuer Kanal – es ist eine andere Art zu verkaufen“, sagt Lisa Krapinger-Rüther, SVP Digital bei Neoh. „Das Einkaufserlebnis entsteht direkt im Content, organisch und authentisch. Wir haben in Deutschland gesehen, wie gut das funktioniert: Produkte, die sich über echte Community-Empfehlungen verkaufen, ohne sich wie klassische Werbung anzufühlen.“

Neben Neoh werden zum Start unter anderem deutsche Marken wie Hitschies, Judith Williams, More Nutrition und Svenja Walberg auf dem österreichischen Markt verfügbar sein. Der Roll-out ist schrittweise geplant, User:innen sollen mehr und mehr Marken und Produkte finden können.

„Sell Across Europe“: Die Chance für heimische KMU

Strategisch relevant für die heimische Startup- und KMU-Landschaft dürfte vor allem die Funktion „Sell Across Europe“ werden, die kurz nach dem Launch freigeschaltet wird: Mit einer einzigen Registrierung können Händler:innen in alle EU-Märkte verkaufen, in denen TikTok Shop verfügbar ist. Produktbeschreibungen lassen sich pro Markt lokalisieren, der Versand erfolgt direkt oder über TikTok-Logistikpartner.

„Österreichische Mittelständler haben durch TikTok Shop jetzt eine Plattform, ihre Produkte europaweit zu verkaufen“, sagt Wu. Lokale Produkte – sie nennt Ski-Sportartikel und Delikatessen – seien bisher häufig nur im Inland entdeckbar gewesen.

Eine Größenordnung liefert Christian Blum, Communications Lead bei TikTok Shop: Nach einem Jahr TikTok Shop in Deutschland habe man laut NielsenIQ 15 Prozent Penetration bei den Online-Shopper:innen erreicht. EU-weit – ohne UK – verzeichne man laut Unternehmensangaben dreistelliges Wachstum beim täglichen Umsatzvolumen seit dem Launch, mit über 100.000 lokalen Verkäufer:innen.

Die Temu-Frage: Wie grenzt man sich ab?

Während TikTok Shop wirbt, geraten Plattformen wie Temu und Shein wegen Billigimporten und Produktsicherheit zunehmend unter Druck. Wie grenzt sich TikTok ab? Wu verweist auf “Discovery-E-Commerce” als neue Art des Online-Shoppings, das vorläufige Einladungsmodell und generell eine strenge Listing Policy auf TikTok Shop, die EU-Compliance-Anforderungen wie der seit Dezember 2024 geltenden General Product Safety Regulation (GPSR) entsprechen müsse.

Konkrete Zahl: Laut TikTok seien 2025 weltweit 700 Millionen Produkte präventiv geblockt worden, bevor sie überhaupt gelistet werden konnten. Zusätzlich verifiziere man Identität, Mehrwertsteuernummer und Bankdaten der Händler:innen; neue Verkäufer:innen durchlaufen eine Probezeit.

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