02.03.2022

E-Commerce-Startup JOKR verlässt Österreich

Nach acht Monaten am österreichischen Markt zieht sich das Startup Jokr nun zurück. Genaue Angaben zum Rückzug gibt es noch keine.
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Jokr
© Max Manavi-Huber

Die Information über den Rückzug aus Österreich habe das Jokr Team intern vor einigen Wochen erhalten, teilt Head of Marketing Austria, Liza Koelbl, auf LinkedIn ihren Follower:innen mit. Die letzten Jokr-Lieferungen fanden somit am 26. Februar 2022 statt. 

Genaue Angaben zum Rückzug gab es bislang von der Unternehmensseite keine. 

Dabei startete das amerikanische Startup, das bei der Expansion nach Österreich gerade einmal drei Monate alt war, erst im Juli 2021 seine Online-Lieferdienste in Wien. Der USP des E-Commerce-Startups war es, Lebensmitteln in nur 15 Minuten zu liefern. Damit wollte Jokr auch den Einzelhandel revolutionieren. 

Wachstums-Plänen folgt der Jokr-Rückzug

Bestellten konnten Kund:innen von einem Sortiment mit mehr als 2.000 Produkten, die von Fahrradboten geliefert wurden. Seit seiner Expansion nach Österreich belieferte Jokr 20.000 Kund:innen in Wien, mit knapp 60.000 zugestellten Bestellungen. 

Nach der Bekanntgabe der österreichischen Expansion schloss der Instant-Retail-Player im Juli 2021 eine Series-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 170 Millionen Dollar ab. Mit dem frischen Kapital wollte das erfahrene Team rund um foodpanda-Gründer Ralf Wenzel und dem ehemaligen Deliveroo Top-Manager, Lukas Grabenwöger, ein internationales Wachstum anstreben. 

Neben heimischen Konkurrenten wie Gurkerl.at und den zahlreichen anderen Fahrrad-Lieferdiensten scheint es dem amerikanischen Startup nicht gelungen zu sein, mit seinem blitzschnellen Lieferservice in Wien zu überzeugen. Bis dato war Jokr laut eigenen angaben in sieben Märkten und drei Kontinenten tätig.

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v.l.: Matthias Nadrag (enixi), Uwe Kroiss (Umweltunternehmensberatung), Christoph Fischer (QMedia IT) © Uwe Kroiss

Die Umweltunternehmensberatung UUB GmbH bringt unter der Marke RegioStrom ein neues digitales Portal für den gewerblichen Stromhandel auf den Markt. Die Plattform soll es Industrie-, Gewerbebetrieben sowie Gemeinden ermöglichen, überschüssigen Photovoltaik-Strom direkt und zu selbst definierten Konditionen an Verbraucher:innen zu verkaufen.

Automatisierung im Hintergrund

Für die technische Umsetzung zeichnen laut einer Aussendung zwei Partnerunternehmen verantwortlich. Während QMedia IT für die Benutzeroberfläche zuständig ist, liefert das Kärntner Startup enixi die technologische Basis für die Datenverarbeitung. Laut Projektbeteiligten soll die monatliche Abrechnung über das System vollautomatisiert erfolgen.

„Daten sind der Schlüssel für eine moderne und nachhaltige Energiewirtschaft. Unsere Technologien ermöglichen es, Energieflüsse intelligent zu steuern und Angebot sowie Nachfrage optimal zusammenzubringen“, erklärt enixi-Gründer Matthias Nadrag. Das Ziel der Betreiber sei es, den Prozess so einfach wie eine Online-Vergleichsplattform zu gestalten, quasi das „Trivago der Energiewirtschaft“.

B2B-Ausbau nach Finanzierungsrunde

Für das Kärntner Startup enixi bedeutet die Partnerschaft einen strategischen Schritt beim Ausbau des B2B-Geschäfts. Das auf Energy-Sharing spezialisierte Startup hatte erst im April dieses Jahres ein sechsstelliges Investment von drei neuen Gesellschafter:innen vermeldet.

Die damalige Kapitalspritze, die bei einer mittleren siebenstelligen Bewertung investiert wurde, soll primär für die Skalierung und das Erreichen der Marktführerschaft in Österreich genutzt werden. Mit dem neuen Kooperationsprojekt kann das Startup seine automatisierte Abrechnungskompetenz nun im regionalen Stromhandel zwischen Unternehmen unter Beweis stellen.

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