09.12.2019

Johann: Steirer Startup mit „kosteneffizienter dezentraler Wasserstoffproduktion“

Das steirische Startup EEG Elements Energy will mit seinem Produkt Johann erstmals wirtschaftlich über Wasserstoff den Strom aus (kleinen) Photovoltaik-Anlagen speichern. Erste Projekte sind schon auf Schiene.
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EEG-Gründer Martin Handl präsentiert Johann
(c) steiermark.at / Streibl: EEG-Gründer Martin Handl präsentiert Johann

Einige Monate ist es her, dass in Österreich die Diskussion um Wasserstoff als Energieträger wieder aufflammte, nachdem dieser im Nationalratswahlkampf ins Spiel gebracht wurde. Von Seiten der Kritiker kam und kommt dabei immer wieder das gleiche Argument: Wasserstoffproduktion durch Elektrolyse, also der Spaltung von Wasser mit Strom zu Sauerstoff und Wasserstoff, ist unterm Strich nicht effizient und nicht wirtschaftlich. Dieses Problem will das 2018 gegründete steirische Startup EEG Elements Energy mit seinem Produkt Johann (benannt nach dem steirischen Erzherzog) nun gelöst haben. Seit 2016 hatte Gründer Martin Handl an der Technologie gearbeitet.

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Johann: Wasserstoff als effizienter Stromspeicher?

Die technischen Details bleibt das Startup in einer offiziellen Aussendung schuldig. Jedenfalls ermögliche man die „einfache und kosteneffiziente dezentrale Erzeugung und Verwendung von Wasserstoff“. Damit soll etwa überschüssige Energie aus kleinen wie großen Photovoltaikanlagen gespeichert werden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder rückwandeln zu können. „Die normierten Basismodule mit Leistungswerten von 15 Kilowatt und Energiewerten von 450 Kilowattstunden lassen sich jeweils fast beliebig skalieren und erlauben so die optimale Dimensionierung der konkreten Lösung“, heißt es vom Startup.

Erstes konkretes Projekt mit Schladming Innovations- und Entwicklungs GmbH

Für die Entwicklung holte man sich bislang Unterstützung von Land Steiermark, der Steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) und Energie Steiermark. Mit dem steirischen Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer hatte Johann bei einer offiziellen Präsentation vor Kurzem zudem einen prominenten Fürsprecher. Mit der Schladming Innovations- und Entwicklungs GmbH betreibt man nun ein erstes konkretes Projekt: „H2_S“. Dort würden in den nächsten Monaten vier bis fünf relevante Anwendungsfälle definiert, die noch im Jahr 2020 gemeinsam mit den Kunden umgesetzt und in weiterer Folge der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen, heißt es in der Aussendung, „angedacht ist die Verwendung beispielsweise zur Stromversorgung von Hütten, aber auch im Zuge der Blackout-Vorsorge in Siedlungsräumen“.

„Dringend Mitarbeiter gesucht“

„Die Erkenntnisse aus den einzelnen Projekten werden wir für die laufende Optimierung unserer Anlage verwenden“, sagt EEG-Gründer Martin Handl. Zudem nutz er die Aussendung für einen Recruiting-Appell: „Als nächster Schritt steht für die Unternehmung der Aufbau der Fertigung an. Dafür werden dringend Mitarbeiter gesucht – vor allem Mechatroniker, Schlosser, Elektriker, technische Zeichner und Konstrukteure“.

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deltaVision beschäftigt heute 125 Mitarbeitende © deltaVision

Das 2022 gegründete Münchner Unternehmen deltaVision hat in seiner ersten Finanzierungsrunde 10,2 Millionen Euro eingesammelt. Wie das Startup mitteilt, wird die Runde von KT Ventures und Valemount Capital angeführt. Zudem beteiligen sich Futury Capital sowie weitere private Investor:innen über ein Investitionsvehikel.

Skalierung im Münchner Werk

Nach eigenen Angaben wirtschaftet deltaVision seit der Gründung profitabel und beschäftigt mittlerweile 125 Mitarbeitende in einem ehemaligen Siemens-Werk in der Münchner Innenstadt. Das frische Kapital soll vor allem in den Kapazitätsausbau fließen, um die Produktion von Ventilen und Antriebskomponenten auf 5.000 Einheiten pro Jahr zu steigern. Parallel dazu will das Unternehmen Technologien für das orbitale Betanken von Raumfahrzeugen weiterentwickeln.

„Wir setzen auf ein offenes und interoperables Ökosystem für In-Orbit-Services, statt auf ein Modell, bei dem am Ende ein einzelner Anbieter den gesamten Markt beherrscht.“, wird CEO und Mitgründer Alex Plebuch in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert. Ein offenes Ökosystem vergrößere den Gesamtmarkt erheblich, wovon alle Akteure profitierten, heißt es weiters.

Expansion nach Frankreich und in die USA

Neben der Kapazitätserweiterung in Deutschland plant das Startup den Aufbau von Forschung und Produktion in Frankreich über eine neu gegründete Tochtergesellschaft. Kurzfristig soll zudem eine eigene Ventilproduktion in den USA entstehen, um den dortigen Markt direkt zu bedienen.

Das Unternehmen beliefert laut eigenen Angaben mehr als 60 Kund:innen weltweit, darunter die Europäische Weltraumorganisation (ESA) für das Mondlander-Projekt „Argonaut“. Johannes Pichler von Lead-Investor KT Ventures begründet den Einstieg wie folgt: „Wir investieren nicht in ein Versprechen, sondern in ein profitables Geschäftsmodell mit enormem Rückenwind und internationalen Wachstumschancen.“

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Johann: Steirer Startup mit „kosteneffizienter dezentraler Wasserstoffproduktion“

Einige Monate ist es her, dass in Österreich die Diskussion um Wasserstoff als Energieträger wieder aufflammte, nachdem dieser im Nationalratswahlkampf ins Spiel gebracht wurde. Von Seiten der Kritiker kam und kommt dabei immer wieder das gleiche Argument: Wasserstoffproduktion durch Elektrolyse, also der Spaltung von Wasser mit Strom zu Sauerstoff und Wasserstoff, ist unterm Strich nicht effizient und nicht wirtschaftlich. Dieses Problem will das 2018 gegründete steirische Startup EEG Elements Energy mit seinem Produkt Johann nun gelöst haben. Die technischen Details bleibt das Startup in einer offiziellen Aussendung schuldig. Für die Entwicklung holte man sich bislang Unterstützung von Land Steiermark, der Steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) und Energie Steiermark.

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Johann: Steirer Startup mit „kosteneffizienter dezentraler Wasserstoffproduktion“

Einige Monate ist es her, dass in Österreich die Diskussion um Wasserstoff als Energieträger wieder aufflammte, nachdem dieser im Nationalratswahlkampf ins Spiel gebracht wurde. Von Seiten der Kritiker kam und kommt dabei immer wieder das gleiche Argument: Wasserstoffproduktion durch Elektrolyse, also der Spaltung von Wasser mit Strom zu Sauerstoff und Wasserstoff, ist unterm Strich nicht effizient und nicht wirtschaftlich. Dieses Problem will das 2018 gegründete steirische Startup EEG Elements Energy mit seinem Produkt Johann nun gelöst haben. Die technischen Details bleibt das Startup in einer offiziellen Aussendung schuldig. Für die Entwicklung holte man sich bislang Unterstützung von Land Steiermark, der Steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) und Energie Steiermark.

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Johann: Steirer Startup mit „kosteneffizienter dezentraler Wasserstoffproduktion“

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