30.06.2025
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Jobtreffer: Wiener HR-Startup holt große Neukunden und erreicht Umsatz-Meilenstein

Mit seiner Matching-Plattform konnte Jobtreffer von Beginn an namhafte Kunden anziehen. Nun kamen einige weitere große Namen dazu. Und beim jährlich wiederkehrenden Umsatz gelang der Durchbruch einer ersten großen Marke.
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Das Jobtreffer-Gründer:innen-Team vlnr.: Michael Apostol, Martin Kügler, Vinzenz Schwarz und Bardia Monshi | (c) Jobtreffer

„Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt“, lautet eine bekannte Redewendung, die auf Wilhelm Busch (u.a. Autor von „Max und Moritz“) zurückgeht. Und sie bewahrheitet sich bekanntlich allzu oft – etwa auch, wenn man einen neuen Job annimmt. Denn häufig will es nicht gelingen, dass die Erwartungen von Arbeitgeber:innen und Arbeitnehmer:innen aneinander im Vorfeld ordentlich kommuniziert werden. Dieses Problems hat sich das Wiener Startup Jobtreffer angenommen – brutkasten berichtete.

Jobtreffer-Tool gleicht Erwartungen ab

Das Matching-Tool des Unternehmens soll die tatsächlichen Erwartungen von Arbeitgeber:innen und Bewerber:innen in den Bereichen Kultur, Führung, Team, Rolle und Aufgaben abbilden – und nicht das, was die jeweils andere Seite hören will. Dazu wurden gemeinsam mit Arbeitspsycholog:innen mehrere Studien durchgeführt und ein digitaler Fragebogen entwickelt, der „vorurteilsfreies Recruiting“ ermöglichen soll. Das Jobtreffer-Tool zeigt dann auf Basis der Antworten, wie stark sich die Erwartungen von Arbeitgeber:in und Bewerber:in tatsächlich decken – oder nicht.

Von Beginn an große Referenzkunden

Anfang 2024 offiziell gelauncht, konnte Jobtreffer schnell namhafte Referenzkunden vorweisen, etwa DM, Gourmet, Wiener Linien, LIWEST und Swietelsky. Beim „HR-Award“ in der Wiener Hofburg wurde das Startup vergangenes Jahr in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ prämiert, wie brutkasten berichtete.

Schwelle von 100.000 Euro ARR durchbrochen – Deichmann, Tchibo und ÖBB als neue Referenzen

Nun, im zweiten Jahr, vermeldet Jobtreffer einen Meilenstein beim jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR). Demnach stehen dort bereits 100.000 Euro zu Buche. Das gelang dank einiger Neukunden. Als neue Referenzen nennt das Startup Deichmann, Tchibo, die Bayerische Versicherung und die Merkur Versicherung. Zudem befindet man sich mit den ÖBB in einer Testphase.

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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce

Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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