In Zeiten des Arbeitskräftemangels gibt es für die Hände von Arbeitgeber:innen durchaus bessere Beschäftigungen, als mit ihnen ringend zu suchen. Etwa, bessere Job-Ausschreibungen zu tippen, die mehr Bewerber:innen anlocken. Aber wie geht das? Laut einer aktuellen Umfrage des HR-Startups Softgarden unter rund 3.800 Beschäftigten sind drei Angaben in der Ausschreibung entscheidend dafür, ob diese zur Bewerbung animiert, oder nicht.
Diese Angaben sollten in einer Job-Ausschreibung nicht fehlen:
Voraussichtliche Bewerbungsdauer: 80 Prozent der Befragten wünschen sich eine klare Angabe dazu, wann sie mit einer Antwort rechnen können und wie lange der gesamte Prozess im Normalfall dauert.
Konkrete Gehaltsangaben: 79,6 Prozent der Befragten legen laut Softgraden-Umfrage bei einer Job-Ausschreibung großen Wert darauf, zu wissen, wie viel Lohn potenziell für sie drinnen ist.
Arbeitgeberbewertungen: Man kann auch selbst auf Kununu, Stepstone, Glassdoor und Co nachsehen – 78,5 Prozent der Befragten wollen Arbeitgeberbewertungen jedoch transparent in der Job-Ausschreibung geliefert bekommen.
Die beiden erstgenannten Angaben haben laut Softgarden seit 2020 stark an Bedeutung gewonnen, die dritte bleibt Konstant wichtig.
(c) Softgarden
Möglichkeit zur Remote-Arbeit bleibt für Mehrheit wichtig
In der Umfrage behandelte das HR-Startup neben Job-Ausschreibungen noch einige weitere, nicht direkt zusammenhängende Themen (siehe auch Grafik oben). Demnach spielt die Möglichkeit, remote arbeiten zu können, für 54,1 Prozent der Befragten eine sehr starke oder starke Rolle. Etwa 81,5 Prozent der Befragten machen einen Hintergrundcheck des Arbeitgebers via Google. 12,7 Prozent der Bewerber:innen lassen sich von ChatGPT oder ähnlichen KI-Anwendungen beim Verfassen von Bewerbungsschreiben unterstützen, weitere 36,6 Prozent können sich vorstellen, das zu tun.
Plash: Ex-Nestlé-Entwickler bringt Elektrolyt-Mocktails in die Dose
Gerhard Petzl entwickelte zehn Jahre Produkte bei Nestlé. Mit Plash startet er alkoholfreie Mocktails mit Elektrolyten, seit August in der Schweiz, mit Jahreswechsel in Österreich.
Plash: Ex-Nestlé-Entwickler bringt Elektrolyt-Mocktails in die Dose
Gerhard Petzl entwickelte zehn Jahre Produkte bei Nestlé. Mit Plash startet er alkoholfreie Mocktails mit Elektrolyten, seit August in der Schweiz, mit Jahreswechsel in Österreich.
Wenn Gerhard Petzl eine seiner Plash-Dosen aufmacht, fühlt sich das für ihn ein bisschen nach Urlaub an. Genau dieses exklusive Gefühl will der Gründer mit seinem Getränke-Startup in den Alltag seiner Kund:innen bringen. Seine alkoholfreien Mocktails sollen nach Bar schmecken und nebenbei Elektrolyte liefern. Das Konzept würde die Gen Z mit dem Begriff „Spaßgetränk“ auf den Punkt bringen. Etwas, das man sich zu besonderen Anlässen gönnt, wie ein Gläschen Wein, nur gesünder.
Der Geschmack einer Bar, die Mineralien eines Sportgetränks
Am Anfang der Getränke-Reise stand ein Ärgernis: Sportgetränke liefern Elektrolyte, schmecken aber nicht besonders hochwertig, Softdrinks schmecken, sind aber oft voll mit Zucker oder anderen Konservierungsmitteln. Also entwickelte Petzl, laut eigenen Angaben, den ersten trinkfertigen Mocktail mit Elektrolyten in der EU.
Eine 330-Milliliter-Dose enthält laut eigenen Angaben rund 20 Kalorien, drei Gramm Zucker und bis zu zehn Prozent Fruchtsaft. Zudem sind die Getränke vegan und kommen ohne Konservierungsstoffe aus. Auf künstliche Zuckerfreiheit verzichtet das Startup bewusst: „Der Zucker fungiert als Brücke, die das Geschmacksprofil und die Fruchtnoten stabilisiert“, betont Petzl im Gespräch. Ohne die drei Gramm Zucker würde im Mittelbereich des Körpers der Geschmack absacken – selbst bei der Verwendung von Stevia.
Pro Dose enthält der Hybrid-Cocktail zudem 320 Milligramm Kalium, 120 Milligramm Kalzium, 57 Milligramm Magnesium und 14 Milligramm Natrium in einer Menge, die laut Petzl die gesetzlichen Vorgaben für die Auslobung erfüllt. Ein vergleichbares US-Produkt unterschreite sie. Die gelösten Mineralien zählen zu den teuersten Zutaten, wie der Gründer im Gespräch verrät.
Vom Pastry Chef über Nestlé zum Alleingründer
Ursprünglich kommt Petzl aus der Schokoladenwelt: Über 20 Jahre arbeitete er als Pastry Chef, Chocolatier und Berater in Europa, den USA, Asien und Australien, nach eigenen Angaben mit mehr als acht Goldmedaillen. Danach entwickelte er knapp ein Jahrzehnt lang bei Nestlé in der Schweiz Produkte, von Schokolade bis Babynahrung, und stieg im Sommer 2025 aus.
Eigenfinanzierung und schrittweiser Markteintritt
In puncto Kapitalstruktur geht Plash eigenständige Wege. Petzl ist alleiniger Gründer und verzichtete aktiv auf externes Risikokapital, um die volle Kontrolle über Rezepturen und Unternehmensstrategie zu behalten. Die Produktentwicklung erfolgte in der Schweiz, wo der Webshop im August dieses Jahres eröffnete. Ein Karton mit 24 Dosen wird online für 69,95 Schweizer Franken angeboten.
Parallel bereitet das Startup den Markteintritt in Österreich vor. Die Produktion für den EU-Raum soll künftig direkt in Österreich oder der EU erfolgen, um Logistikwege zu optimieren und Zoll- sowie Mehrwertsteuerhürden zu vermeiden. Der Marktstart im österreichischen Handel verzögert sich aktuell jedoch durch bürokratische Prozesse rund um das nationale Einwegpfandsystem, für das gesetzliche Vertretungen und Registrierungen erforderlich sind.
B2B-Personalisierung und Gastronomie
Um sich im hart umkämpften Getränkesektor durchzusetzen, verzichtet Plash vorerst bewusst auf den klassischen Lebensmitteleinzelhandel. „Der Supermarkt ist definitiv der letzte Schritt“, betont Petzl. Stattdessen setzt das Unternehmen auf zwei Säulen: die gehobene Gastronomie, Hotellerie und Event-Szene sowie ein direktes B2B-Modell.
Für Unternehmenskunden bietet Plash personalisierte Drink-Boxen an, die als Mitarbeiter- oder Kundengeschenke positioniert werden. Kleinserien ab 30 Stück können individuell bedruckt und geliefert werden. Nach dem Anlauf im DACH-Raum plant Plash eine schrittweise internationale Skalierung, unter anderem im Mittleren Osten, wo der Lifestyle-Ansatz des alkoholfreien Premiumsortiments greifen soll. Zu Verkaufszahlen äußert er sich noch nicht. Zum Jahreswechsel soll Österreich folgen, mit Vertrieb, Lager und möglichst auch Produktion vor Ort.
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GenZ
In diesem Artikel geht es darum, wie Arbeitgeber mehr Bewerber für ihre Jobs anlocken können. Laut einer Umfrage sind drei wichtige Angaben in Stellenanzeigen: eine klare Angabe zur Dauer des Bewerbungsprozesses, konkrete Gehaltsangaben und Arbeitgeberbewertungen. Remote-Arbeit ist auch für viele wichtig. Viele Bewerber nutzen Google, um Informationen über den Arbeitgeber zu finden, und einige verwenden KI-Anwendungen für das Verfassen von Bewerbungsschreiben.
Job-Ausschreibung: Diese 3 Angaben bringen mehr Bewerbungen
AI Kontextualisierung
Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?
Der Inhalt des Artikels zeigt, dass Bewerber:innen immer mehr Wert auf Transparenz und Informationen während des Bewerbungsprozesses legen. Dies hat gesellschaftspolitische Auswirkungen, da es den Druck auf Arbeitgeber:innen erhöht, klare Angaben wie die voraussichtliche Bewerbungsdauer, konkrete Gehaltsangaben und Arbeitgeberbewertungen zu liefern. Es kann zu einer stärkeren Gleichstellung und Fairness auf dem Arbeitsmarkt führen, da Bewerber:innen besser informierte Entscheidungen treffen können. Darüber hinaus zeigt die Bedeutung der Möglichkeit zur Remote-Arbeit auch einen Shift in der Arbeitskultur an, bei dem flexible Arbeitsmodelle zunehmend gefragt sind. Dies könnte dazu beitragen, die Work-Life-Balance zu verbessern und berufliche Möglichkeiten für Menschen, die nicht unmittelbar vor Ort arbeiten können, zu erweitern.
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?
Als Politiker:in ist es wichtig, die Bedürfnisse und Anliegen der Bürger:innen im Blick zu haben. Dieser Artikel zeigt auf, welche Angaben in einer Job-Ausschreibung für Bewerber:innen besonders relevant sind. Indem Sie diese Informationen berücksichtigen, können Sie als Politiker:in Maßnahmen ergreifen, um den Arbeitsmarkt zu verbessern und die Arbeitsplatzsuche für Menschen attraktiver zu gestalten. Zudem wird die Bedeutung der Remote-Arbeit hervorgehoben, was auch für die Zukunft der Arbeitswelt relevante Entscheidungen beeinflussen kann.
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Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?
Der Artikel befasst sich mit den Ergebnissen einer Umfrage des HR-Startups Softgarden, die zeigt, welche Informationen in einer Stellenanzeige wichtig sind, um Bewerber anzulocken. Dabei werden drei zentrale Angaben genannt: die voraussichtliche Bewerbungsdauer, konkrete Gehaltsangaben und Arbeitgeberbewertungen. Zudem wird ein Zusammenhang zwischen dem Interesse an Remote-Arbeit und der Durchführung von Hintergrundchecks des potenziellen Arbeitgebers via Google aufgezeigt. Die Ergebnisse der Umfrage liefern Einblicke in das Verhalten und die Bedürfnisse von Bewerbern sowie den Stellenwert von Transparenz bei der Jobauswahl.