20.09.2017

Jetzt voten: Wer wird Greenstar 2017?

Zehn aufstrebende CO2-sparende Business-Ideen entwickeln sich beim aktuellen Durchgang des Startup-Wettbewerbs „greenstart“ des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Umweltministerium weiter. Jetzt startet das Voting um den Titel "Greenstar 2017".
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(c) Andreas Scheiblecker: Das sind die Greenstart-Finalisten.

Zehn Startups sind mit ihren Ideen in das Rennen um den „Greenstar“ des Jahres gestartet. Doch nur drei von ihnen haben die Chance auf je 15.000,- Euro Preisgeld. Ab sofort kann per Online-Voting abgestimmt werden. Das Endergebnis ergibt sich zu je 50 Prozent aus der Web-Abstimmung und aus der Bewertung einer Fachjury. Am 20. November 2017 werden die siegreichen Teams im Rahmen der großen greenstart-Preisgala in Wien präsentiert.

Gemeinsam gewachsen

Die zehn Business-Ideen, die im Finale stehen, wurden im Frühjahr 2017 von unabhängigen Experten aus insgesamt 47 Einreichungen ausgewählt. Neben 6.000 Euro Startkapital erhielten die Jungunternehmer in den vergangenen Monaten auch gezielte Unterstützung, Workshops und Coachings für die Weiterentwicklung zu ausgereiften, praxistauglichen und breit multiplizierbaren Geschäftsmodellen.

Das sind die Ideen

Mobilität ist für vier der TOP-10-Teams ein wichtiges Thema: Jungen Menschen nachhaltige Fortbewegung nahezubringen ist das Anliegen von „MiRa“, die „mitwachsende“ Kinderräder im Abo anbieten, ebenso wie von „ZwEirad“, die ein Verleih-Service für E-Roller aufbauen. „Allmenda Green Mobile“ verknüpft verschiedene Aspekte von Elektromobilität – wie Carsharing oder bürgerfinanzierte PV-Anlagen – zu einem attraktiven Gesamtpaket. Das Startup „Fahrrad der Zukunft“ arbeitet hingegen an einem innovativen und nachhaltigen Herstellungsverfahren für Fahrradrahmen.

Redaktionstipps

Auf erneuerbare Energie bauen

Mit den Themen erneuerbare Energien und Energieeffizienz beschäftigen sich weitere vier der TOP-10: Wie man Netze entlastet und so die Produktion erneuerbarer Energien unterstützt, zeigt die Business-Idee von „Lastbörse“. Die „2-Kammern-Organismen-Wanderhilfe“ ermöglicht es Fischen und Kleinlebewesen, Querbauten im Wasser zu passieren und produziert gleichzeitig elektrische Energie. Das Startup „Efficient Energy Technology – E²T“ entwickelt ein kleines, standardisiertes Kraftwerk aus Photovoltaik und Speicher zur völligen Selbstinstallation für Zuhause. „Base Energy“ bietet ein steckfertiges Solarsystem in der Größe einer Getränkekiste an, das völlig ortsunabhängig Solarenergie bereitstellt.

Von Larven und Landwirtschaft

Zwei der aktuellen Finalisten stammen aus dem Bereich Landwirtschaft: „EcoFly“ züchtet Larven einer Eintagsfliege, die sich von überschüssigen Nahrungsmitteln ernähren und produziert so regionales Fischfutter. „Unverschwendet“ rettet überschüssiges, qualitativ hochwertiges Obst und Gemüse vor dem Verderben und erzeugt daraus Produkte wie Fruchtaufstriche, Sirupe und Chutneys.

Hier geht es zum Voting.

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(c) Haris Dervisevic / brutkasten

Das brutkasten-Printmagazin wird exklusiv an die wichtigsten Stakeholder des österreichischen Innnovations-Ecosystems zugestellt.

Daneben ist es auch digital als Download erhältlich – der Link findet sich am Ende des Artikels.


„Aufbrechen“ hat zwei Bedeutungen: sich auf den Weg machen und etwas aufbrechen, das verkrustet ist. Diese Ausgabe braucht beide Varianten. Denn die Frage, wie Österreich bei industrieller KI, punkto Kapital und hinsichtlich europäischer Regeln vorankommt, lässt sich nicht mit Abwarten beantworten. Wir haben mit Menschen gesprochen, die das verstanden haben, und uns Regionen angesehen, in denen die Umsetzung längst passiert.

Christoph Knogler steht an der Spitze von Keba, dem Linzer Technologieunternehmen für industrielle Automatisierung, und sitzt der KI-Taskforce der Industriellenvereinigung vor. In unserer Coverstory (Seite 22) erklärt er, warum industrielle KI Europas eigentliche Chance ist und wo Österreich aufholen muss. Dass Oberösterreich mehr ist als Industrie, zeigt unser Standort-Check ab Seite 30: von der Tabakfabrik über die JKU bis zu den Exits von Emmi AI und Tractive.

Speedinvest-Chef Oliver Holle wiederum erklärt im Interview (Seite 8), warum sich der größte heimische Frühphasen-Investor gerade umbaut. Und wer glaubt, ein Millionen-Exit sei automatisch ein Erfolg, sollte unseren Deep Dive zur Liquidation Preference lesen (Seite 14): Eine unscheinbare Klausel entscheidet mitunter darüber, ob für Gründer:innen am Ende überhaupt etwas übrig bleibt.

Aufbrechen muss auch Europa: Wie weit die Rechtsform „EU Inc.“ inzwischen ist, analysieren wir ab Seite 46. Antonella Mei-Pochtler und Franz-Stefan Gady diskutieren im Doppelinterview (Seite 50), wie Kapital und Sicherheit über Europas Handlungsfähigkeit entscheiden. Und Estland führt vor, was ein kleines Land erreichen kann, wenn es Digitalisierung konsequent denkt (Seite 54).

Was Unternehmen heute tatsächlich mit KI anfangen, haben wir in der zweiten Staffel unserer Serie „No Hype KI“ mit Expert:innen diskutiert; das Wichtigste daraus ist ab Seite 40 zu lesen. Frank Möbius, fast 30 Jahre bei BMW, erklärt, warum der Transfer neuer Technologien ins Unternehmen das Schwierigste ist (Seite 66).

Im Bereich „Beyond Business“ erklärt Toto Wolff im Interview (Seite 78), warum bei der Fehlersuche niemand die Hand hebt, der Angst hat, gefeuert zu werden, und wie er bei Mercedes deshalb auf eine No-Blame-Kultur setzt. Wir zeigen weiters, wie Reverse Mentoring Hierarchien auf den Kopf stellt (Seite 72), und fragen die Fotografin Antje Wolm, warum Führungskräfte heute lernen müssen, sichtbar zu sein (Seite 82).

Zum Abschluss ein Hinweis in eigener Sache: Diese Ausgabe liegt beim European Forum Alpbach auf, wo brutkasten auch heuer wieder vor Ort ist. Wenn du dort bist: Sprich uns an, wir freuen uns auf den Austausch!

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