14.07.2017

Jetty: 3D-Modelhaus gibt Menschen das Gefühl von Geborgenheit

Wie kann man sich Menschen näher fühlen, ohne physisch anwesend zu sein? Diese Frage soll "Jetty" lösen und kombiniert einen Bilderrahmen, ein 3D-gedrucktes Minaturbildnis des Familienhauses und Echtzeit-Wetter-Projektionen. Ein Beispiel, wie Technologie Menschen näher bringen kann.
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Das Startup Jetty (im Bild-Hintergrund) von HP soll Menschen ein Gefühl von "zu Hause" bescheren.

Dank des technischen Fortschritts sind die Menschen heutzutage verbundener denn je. Und trotzdem. Es gibt Momente, da möchte man den Liebsten nahe sein, Teil sein ihres Lebens- und das geht via Messenger-Programmen oder Video-Telefonie oft nur begrenzt.

Mega Trends der Zukunft

 

„In meinem Lab studieren wir, wie die Menschen arbeiten und leben. Wir analysieren ihre Motivationen. Und dann werfen wir einen Blick in die Zukunft und schauen uns an, welche neuen Technologien kommen werden und was die Menschen davon haben wollen werden“, erzählt Mirjana Spasojevic, Vice President beim Technologiekonzern Hewlett-Packard (HP) auf der RISE Konferenz in Hong Kong. „Wir studieren Mega Trends, die auf uns zukommen“.

Mega Trends seien rapide Urbanisierung, demografischer Wandel, Hyperglobalisierung und beschleunigte Innovationszyklen, die einen großen Einfluss auf die Wirtschaft, die Gesellschaft, Kulturen und das persönliche Leben haben.

Jetty: Trotz fern sein, nah sein

In einer der Lab Sessions sei auch das neue Projekt entstanden. „Wie kann man seiner Großmutter nahe sein, ohne physisch bei ihr sein zu können?“, stellte ein Teammitglied in den Raum.

Das Setup von Jetty ist sehr einfach: In einem Bilderrahmen befindet sich ein detailgetreues Miniaturmodel des Familienhauses. Echtzeit-Wetter soll die Stimmung vor Ort transportieren.Verlässt die Familie das Haus, geht auch das Licht des Miniaturmodels aus- und wieder an, wenn jemand zurück kommt. Ganz ohne nachfragen zu müssen, hat man das Familienleben damit immer bei sich.

Trend zum Verbunden-sein

Das Model stellt sich die Oma oder der Student im Auslandssemester in die Wohnung- und vice versa ebenso. Auch Menschen, die zwar in der Nähe wohnen, aber keine Zeit haben, sich regelmäßig bei der Familie zu melden, sollen von dem „zu Hause“-Gefühl profitieren. Das Projekt soll emotionale Verbindungen noch vertiefen und Brücken abbauen, wenn man sich melden möchte. Außerdem schafft es ein Gefühl von Vertrauen und Intimität. Telefonie oder Messaging sind dann der Schritt in die aktive Kommunikation. Das Projekt basiert auf einem immer stärker werdenden Trend: Menschen möchten sich verbunden fühlen, auch wenn sie es physisch nicht immer können.

Pilotversuch geglückt

„Wir wollen Menschen connecten, ohne sie tatsächlich zu connecten“, so Spasojevic. Denn man muss nicht zu Hause anrufen, um zu wissen, dass die Familie gut zu Hause angekommen ist. „Jetty“ hat einen ersten Pilotversuch in zehn Haushalten bereits positiv bestanden. „Die Menschen haben sich besser gefühlt, nur weil sie sich mit der Familie verbunden gefühlt haben“.

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Die Talentir Gründer Lukas Steiner (r.) und Johannes Kares (l.) © Talentir

Das schweizerisch-österreichische Fintech Talentir gibt den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde über vier Millionen Euro bekannt. Angeführt wird die Runde von Redstone VC. Weitere Investor:innen sind Inovia Capital (vertreten durch Patrick Pichette, ehemaliger CFO bei Google), Shapers, Tenity, NewSchool, Noia Capital, BFC, Cambrena Capital sowie Mark Ransford.

Überzeichnet und selektiv

Ursprünglich wollte Talentir lediglich drei Millionen Euro einsammeln, erzählt Co-Founder und CEO Lukas Steiner im Interview mit brutkasten-Herausgeber Dejan Jovicevic. Das Interesse übertraf diese Erwartung laut dem Gründer deutlich: Letztlich lagen Zusagen über rund 5,5 Millionen Schweizer Franken (fast 6 Millionen Euro) vor, woraufhin das Team Angebote bewusst ablehnte.

Pivot mit Anlauf

Die Runde folgt auf eine längere strategische Entwicklung: Talentir pivotierte zunächst vom Creator-Marktplatz zu Echtzeit-Auszahlungen für YouTuber, bevor das Unternehmen seine Technologie auf eine breitere B2B-Infrastruktur ausweitete.

Im Interview benennt Steiner die Marktlücke direkt: „Stripe hat das Pay-in gelöst, aber das Pay-out-Thema mit unterschiedlicher Regulatorik – das ist nach wie vor extrem komplex.“

Die Payout-Infrastruktur

Talentir übernimmt diesen komplexen Payout-Prozess, von der Datenverarbeitung über Compliance- und Steueranforderungen bis zur eigentlichen Auszahlung. Dabei kombiniert das Team KI-gestützte Automatisierung mit einer eigenen Stablecoin-basierten Settlement-Infrastruktur.

Bereits heute wickle man täglich Auszahlungen im siebenstelligen Bereich ab, so das Unternehmen. Eine Besonderheit ist laut Unternehmen die Rolle als „Merchant of Record“ auf der Auszahlungsseite: Talentir übernimmt dabei regulatorische Verpflichtungen wie Steuerbehandlung und Empfänger-Onboarding. Das Geschäftsmodell basiert dabei auf einer prozentuellen Beteiligung des abgewickelten Transaktionsvolumens, wie Steiner im Interview erklärt.

Europäischer Anspruch

Mit dem frischen Kapital will sich Talentir als europäische Alternative zu bestehenden, meist US-amerikanischen Lösungen positionieren. „In der Vergangenheit gab es derartige Lösungen höchstens im Silicon Valley“, heißt es in der Aussendung.

Dabei sollen unter anderem zwei neue Hires helfen. Moritz Putzhammer vom Krypto-Trading-Bot-Startup Trality und Nik Redl, der am Exit von Mokker.ai beteiligt war und bei Talentir künftig als Founding Engineer und Head of AI mitwirken wird, konnte das Startup für sich gewinnen.

Das nächste messbare Ziel ist laut Unternehmen ein jährliches Transaktionsvolumen von 100 Millionen Euro. Langfristig peile man die Milliardenmarke an. Das frische Kapital fließe laut Steiner primär in Sales, Compliance und Licensing: „Das ist jetzt das Allerwichtigste.“

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