25.10.2021

Jedsy: Kunstflieger Weirather will mit Lieferdrohnen-Startup durchstarten

Als erste Lieferdrohne kann Jedsy - mit entsprechender Vorrichtung - direkt an Fenstern und Balkonen landen. Zunächst wird sie für Medizin-Lieferungen eingesetzt.
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Jedsy: So sieht die Drohne beladen aus
(c) Jedsy: So sieht die Drohne beladen aus

„In einigen Dritte-Welt-Ländern sterben viele Patienten, weil die nötige Medizin nicht rechtzeitig zu ihnen gelangt“, sagt Herbert Weirather. Denn die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den Straßen betrage oft nicht mehr als 40 km/h. Daraus ergibt sich der erste Usecase für sein Lieferdrohnen-Startup Jedsy, das nun den Launch vollzog. Mit bis zu 200 km/h können die autonomen Fluggeräte ihr Ziel auf direktem Weg anfliegen und dabei bis zu 2,3 Kilogramm Last tragen. Das besondere: Sofern eine kleine Station installiert wird, die gleichzeitig als Akku-Ladestation fungiert, können die Jedsy-Drohnen direkt am Fenster oder am Balkon landen und auch von dort starten. Ansonsten können sie im Freien am Boden landen bzw. Pakete mit Fallschirm abwerfen.

Jedsy-Drohnen beim Weltcup-Auftakt in Sölden als 5G-Usecase präsentiert

Seinen Sitz hat Jedsy in der Schweiz. Weirather hat die Liechtensteiner und die österreichische Staatsbürgerschaft und ist übrigens der Bruder von Ex-Skirennläuferin Tina Weirather. Auch er selbst hat eine Sportler-Karriere im Lebenslauf stehen: als Kunstflieger. Mit Drohnen arbeitet der Luft- und Raumfahrtingenieur bereits seit Jahren. 2016 startete er die Drone Champions League, eine Rennserie für mit Hilfe von mittels First-Person-View-Brillen ferngesteuerte Fluggeräte. Fernsteuern kann man auch die Jedsy-Drohnen. Gemeinsam mit A1 präsentierte das Startup diese Funktion beim Ski-Weltcup-Auftakt in Sölden am Wochenende als 5G-Usecase – denn die von Skirennläufern ferngesteuerten Fluggeräte befanden sich 200 Kilometer entfernt in der Red Bull Akademie in Salzburg.

(c) Jedsy

Nicht nur die punktgenaue Lieferung ans Fenster sei eine USP von Jedsy, erklärt Weirather: „Unsere Drohne ist von der Natur inspiriert. Sie segelt sehr viel und ist daher sehr leise. Im Flug ist sie kaum hörbar. Das scheint jetzt vielleicht noch kein großes Thema zu sein, aber wenn in Zukunft überall tausende Lieferdrohnen unterwegs sind, wird das entscheidend“. Denn Studien würde davon ausgehen, dass Lieferung schon in zehn Jahren der mit Abstand größte Markt für Drohnen werde. Derzeit dominieren noch die Bereiche Militär, Landwirtschaft und Filmproduktion.

Von Medizin über Express-Lieferungen zu Essen?

Entsprechend sei die Planung im Startup angelegt. „Wir starten in Malawi und machen dort die ersten Lieferungen von Krankenhaus zu Krankenhaus. Wir sind dort drei bis vier mal schneller als der Status Quo und können potenziell sehr viele leben retten. Wenn wir 50.000 bis 60.000 Flüge gesammelt haben, wollen wir den Zertifizierungsprozess in den USA starten und diese als ersten größeren Markt bearbeiten“, erklärt Weirather. Die Zertifizierung durch die europäische Agentur EASA erwartet er etwas, aber nicht viel später. Nach dem Start im Medical-Bereich wolle man schrittweise die Märkte für andere Express-Lieferungen erobern.

(c) Jedsy

Dass die Höchstlast der Jedsy-Drohnen auf Dauer nicht ausreicht, glaubt der Gründer nicht: „Ich bin sehr kritisch gegenüber größeren Drohnen, weil es in der Skalierung eben sehr wichtig, dass man leise ist. Bei Amazon sind 70 Prozent aller Pakete unter 2,3 Kilogramm schwer. Das potenzielle Volumen für unsere Lösung ist weltweit also definitiv groß genug“. Das könnte irgendwann sogar den Food-Delivery-Bereich betreffen. „Ob es dort ein Thema wird, ist noch unklar. Fest steht: Derzeit wird ein Zwei-Tonnen-Auto genutzt, um ein 0,5 Kilogramm-Menü zu liefern. Wir wären hier um mehr als den Faktor 100 effizienter als ein Elektroauto“, sagt Weirather.

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contextflow, Corona, Radiologie
(c) contextflow - Das contextflow-Team.

In den vergangenen Jahren war es um das auf KI-basierte Radiologie spezialisierte Wiener Startup Contextflow medial etwas stiller. Davor, im September 2021, hatte man eine bereits kommunizierte Investmentrunde um zwei Millionen Euro auf 6,7 Millionen Euro erweitert – brutkasten berichtete.

Contextflow-Deal: Millionen und Aktien

Nun gibt es wieder Neuigkeiten. 4DMedical, ein australisches Medizintechnikunternehmen für Atemwegsmedizin mit KI-basierter Bildgebung, hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Contextflow unterzeichnet. Der Deal umfasst laut einer am Montag bei der australischen Börse eingereichten Mitteilung eine Cash-Vorauszahlung in Höhe von rund 18,6 Millionen australischen Dollar (aktuell ca. 11,5 Millionen Euro), 56.235 Aktien sowie einen Earn-out von bis zu 2,6 Millionen Optionen über einen Zeitraum von zwei Jahren. Vorbehaltlich der Erreichung bestimmter Leistungsziele.

Die Übernahme soll 4DMedical eine umfassende kommerzielle Plattform direkt vor Ort in Europa ermöglichen und die globale Wachstumsstrategie beschleunigen.

Schnelle Expansion und eine Ersparnis

Während sich die Transaktion strategisch auf die geografische Expansion konzentriert, stärke sie zugleich die Technologieplattform von 4DMedical, heißt es in der Aussendung. Die KI-basierten Erkennungs- und Workflow-Tools von Contextflow, insbesondere im Bereich des Lungenkrebs-Screenings, sollen dabei die funktionellen Bildgebungsfähigkeiten von 4DMedical ergänzen, die eine quantitative Bewertung von Ventilation, Perfusion und Lungenmechanik ermöglichen.

Durch die Übernahme von Contextflow gewinnt 4DMedical ein in Europa ansässiges Team mit kommerzieller und technischer Expertise, einen etablierten Kundenstamm sowie eine klinische Präsenz in ganz Europa. Darüber hinaus erhält das Unternehmen eine CE-gekennzeichnete Produktsuite, die bereits in routinemäßigen klinischen Workflows eingesetzt wird, sowie eine regulatorisch konforme Plattform, die den Anforderungen der europäischen Medical Device Regulation (MDR) entspricht. Diese Grundlage diene 4DMedical dazu, den Zeit- und Komplexitätsaufwand für den Aufbau einer neuen regionalen Präsenz zu umgehen.

Contextflow-CEO wird General Manager

Durch diese Kombination komplementärer Produktsuiten sei das australische Unternehmen nun konkret in der Lage, funktionelle Lungenbildgebungslösungen in etablierte europäische radiologische Workflows einzuführen, Cross-Selling innerhalb der bestehenden installierten Kundenbasis zu betreiben, in Märkte mit etablierten Erstattungspfaden – einschließlich Deutschland – zu expandieren sowie die Markteinführungszeit für neue KI-gestützte Lösungen zu verkürzen. Die Ergänzung um eine kommerziell aktive, MDR-konforme Plattform reduziere dabei zusätzliche regulatorische Reibungsverluste und ermögliche skalierbares Wachstum in mehreren europäischen Märkten.

Markus Holzer, CEO von Contextflow, übernimmt künftig die Rolle des General Managers von 4DMedical Europe, verantwortet das Wachstum des Unternehmens in der Region und berichtet direkt an Gründer und CEO Andreas Fouras.

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