15.02.2021

Jam: Drei Wiener bauten an einem Tag „Open Source-Clubhouse“

Mit Thomas Schranz, Christoph Witzany und Gregor Mitscha-Baude haben drei Bekannte aus der heimischen Startup-Szene eine inklusive Open Source-Variante von Clubhouse gebaut. Und "Jam" überzeugte gleich auf der Plattform Producthunt.
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Jam
Screenshot: jam.systems

Sie war unbestritten ein essenzieller Teil der Marketing-Strategie der Hype-App Clubhouse, und doch ist sie genau das, was vielen beim neuen Sozialen Netzwerk übel aufstößt: Die Exklusivität. Nur iOS, nur mit Einladung, davon nur zwei pro Person – das hat den drei teilweise in der Startup-Szene gut bekannten Wiener Developern und Gründern Thomas „Tosh“ Schranz (u.a. Blossom, Lemmings), Christoph Witzany (u.a. cloudfleet.io) und Gregor Mitscha-Baude scheinbar auch nicht gepasst. Und so haben sie eine nahezu gänzlich hürdenlose Alternative gebaut – und das laut eigenen Angaben innerhalb eines Tages in einem privaten Hackathon („gefolgt von zehn Tagen Bug-Beseitigung und Verfeinerung“): Jam.

Jam läuft überall – „vielleicht sogar auf deinem smarten Kühlschrank“

Jam ist Open Source und läuft auf „jedem modernen Browser auf iOS, Android, macOS, Windows, Linux und vielleicht sogar auf deinem smarten Kühlschrank“, heißt es von den Entwicklern auf Producthunt. Derzeit ist die Funktionalität sehr simpel: Man kann damit (ohne Download und ohne Registrierung) Audio-Räume eröffnen und Leute einladen. Dort sieht man, wer spricht, wer nicht spricht, wer zustimmt und wer sich zu Wort melden will. Einige andere von Clubhouse, Twitter Spaces und Co bekannten Funktionen, etwa das Planen von Sessions, gibt es (noch) nicht. Doch wie Fragebeantwortungen durch Thomas Schranz auf Producthunt zu entnehmen ist, dürfte bei Jam durchaus noch mehr in Planung sein.

Auf Anhieb „Product of the Day“ bei Producthunt

Noch will Schranz allerdings auch gegenüber dem brutkasten nicht zuviel verraten. Es sei für ihn zu früh, sich medial zum Projekt zu äußern, sagt er auf Anfrage. Direkt in der internationalen Tech-Community kommt Jam jedenfalls schon gut an. Auf Producthunt, wo Schranz generell sehr aktiv ist, war es auf Anhieb „Product of the Day“.

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Black Manta Capital Partners
© Black Manta Capital Partners - Alexander Rapatz, CEO von Black Manta Capital Partners.

Black Manta Capital Partners (BMCP), ein Luxemburger Unternehmen mit dem österreichischen Co-Founder Alexander Rapatz, das über eine Consulting-Unit in Wien verfügt, spezialisiert sich auf Tokenization-as-a-Service und regulierte Haftungsdach-Lösungen – brutkasten berichtete. Im Vorjahr launchte man den ersten tokenisierten Money Market Fund Europas; nun geht man mit der deutschen CanTra GmbH eine strategische Partnerschaft ein.

Black Manta Capital Partners: Zugang zu Sachwerten

Das Ziel ist es, Anlegern einen breiteren, regulierten Zugang zu hochkarätigen Sachwerten (Real-World Assets) zu ermöglichen. Dazu zählen bildende Kunst, Sammlerstücke, ikonische Immobilien, Musikrechte, Vermögenswerte aus der Film- und Entertainmentbranche sowie ausgewählte Opportunitäten aus der Sportwirtschaft. Zum Start bietet CanTra Zugang zu einer Anlagemöglichkeit, die an Francis Bacons „Three Studies for Portrait of George Dyer“ (1963) gekoppelt ist.

Im Rahmen der Partnerschaft agiert CanTra als vertraglich gebundener Vermittler („Tied Agent“) von BMCP – ausschließlich im Namen und auf Rechnung des BaFin-regulierten Wertpapierinstituts. BMCP stellt indes den regulatorischen Rahmen bereit, innerhalb dessen CanTra berechtigte Finanzinstrumente unter dem anwendbaren MiFID-II-Reglement vermitteln könne.

Tied-Agent-Modell

Die Zusammenarbeit wurde darauf ausgelegt, die komplementären Stärken beider Unternehmen zusammenzuführen: Die regulierte Infrastruktur von Black Manta Capital Partners zur Einbringung von Anlageangeboten in die europäischen Kapitalmärkte sowie den Fokus von CanTra, Anlegern den Zugang zu außergewöhnlichen Sachwerten zu kuratieren und zu eröffnen, heißt es konkret.

Das Tied-Agent-Modell von BMCP soll im Detail spezialisierten Unternehmen ermöglichen, ihre eigene Marke, ihr Leistungsversprechen und die direkte Kundenbeziehung zu bewahren, während sie regulierte Aktivitäten innerhalb eines etablierten europäischen Rahmens durchführen. Für CanTra bildet dies das regulatorische Fundament für eine Investorenplattform, die sich Anlageklassen widmet, die für Einzelinvestoren über konventionelle Finanzmärkte historisch nur schwer zugänglich waren.

„CanTra ist ein starkes Beispiel dafür, wofür unsere Tied-Agent-Infrastruktur entwickelt wurde. Eine spezialisierte Plattform kann sich voll und ganz auf ihre Asset-Expertise und ihr Investorenangebot konzentrieren, während sie innerhalb eines etablierten regulatorischen Rahmens agiert. Gemeinsam zeigen wir, wie Regulierung und Innovation Hand in Hand gehen können, um neue Anlagemöglichkeiten an den Markt zu bringen“, sagt Rapatz, CEO von Black Manta Capital Partners.

CanTra als Investorenschnittstelle

CanTra dient dabei als Investorenschnittstelle innerhalb des übergeordneten ARTEX-Ökosystems (Anm.: regulierte Handelsplattform und Finanzinfrastruktur für den fractionalisierten Markt von Kunstwerken), das spezielle Kompetenzen in den Bereichen Asset-Origination, Strukturierung, Emission, Vertrieb, Listing und Sekundärmarkthandel vereint.

Anleger können ab einem Mindestinvestment von 100 Euro über ein reguliertes digitales Wertpapier an dieser Opportunität teilhaben (vorbehaltlich der Berechtigung und der maßgeblichen Angebotsdokumentation). Weitere Anlagemöglichkeiten aus den Bereichen Sammlerstücke, Musikrechte, Film und Entertainment, ikonische Immobilien sowie Sportwerte sollen folgen.

„CanTra ist das Investor-orientierte Tor zur Welt, auf das unser gesamtes Ökosystem hingearbeitet hat. ARTEX hat die regulierte Marktinfrastruktur für außergewöhnliche Sachwerte geschaffen – CanTra bringt diese Chancen nun direkt zu einer breiteren Investorengeneration“, sagt Yassir Benjelloun-Touimi, CEO von ARTEX Global Markets. „Die Zusammenarbeit mit Black Manta Capital Partners ermöglicht es uns, dies innerhalb eines etablierten regulatorischen Rahmens zu tun, ohne Kompromisse beim Anlegerschutz und der institutionellen Infrastruktur einzugehen, die das Fundament unseres Modells bilden.“

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