26.04.2022

Das sagt Twitter-Gründer Jack Dorsey zur Übernahme durch Musk

Twitter Gründer Jack Dorsey reagiert positiv auf die Übernahme der Unternehmens durch Elon Musk - natürlich in einem Twitter-Thread.
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Twitter-Gründer Jack Dorsey zu Elon Musk-Übernahme
Twitter-Gründer Jack Dorsey | (c) Steve Jurvetson via Wikimedia Commons

Die Twitter-Übernahme durch Elon Musk ist momentan nicht nur in der Tech-Welt Gesprächsthema Nummer 1. Während überall – mal mehr, mal weniger positiv – darüber spekuliert wird, was der Tesla-CEO und SpaceX-Gründer nun mit dem von ihm so viel genutzten Nachrichtendienst vorhat, blickt eine zentrale Person augenscheinlich mit viel Optimismus in die Zukunft des sozialen Netzwerks: Twitter-Gründer Jack Dorsey, der seit ein paar Tagen im Unternehmen den ungewöhnlichen Titel „Block Head“ trägt.

Twitter als Unternehmen als „einziges Problem“ von Jack Dorsey

Wie nicht anders zu erwarten kommentierte er die Übernahme mit ein paar Tweets. In seinem Thread, der mit einem Link zum Radiohead-Song „Everything In Its Right Place“ beginnt, legt er dar, warum er den neuen Alleineigentümer als Chance versteht. „Die Idee und der Service sind das Einzige, was für mich zählt, und ich werde alles tun, um beides zu schützen“, meint der Gründer. Dass Twitter überhaupt ein Unternehmen sei, sei immer sein „einziges Problem“ und das, was er am meisten bereue, gewesen. „Es wurde von der Wall Street und dem Werbemodell beherrscht. Es von der Wall Street zurückzuerobern, ist der richtige erste Schritt“, so Dorsey.

Elon Musk für Dorsey „die einzige Lösung, der ich vertraue“

Und er fabuliert im nächsten Tweet: „Grundsätzlich glaube ich nicht, dass jemand Twitter besitzen oder leiten sollte. Es soll ein öffentliches Gut auf Protokollebene sein, kein Unternehmen. Wenn es darum geht, das Problem zu lösen, dass es ein Unternehmen ist, ist Elon die einzige Lösung, der ich vertraue. Ich vertraue auf seine Mission, das Licht des Bewusstseins zu erweitern“. Denn „Twitter ist das, was einem globalen Bewusstsein am nächsten kommt“, so Dorsey weiter oben.

„Aus einer unmöglichen Situation herausgeholt“

Elon Musks Ziel sei es, eine Plattform zu schaffen, die „größtmögliches Vertrauen genießt und alle Menschen inkludiert“, und das sei richtig. Das sei auch das Ziel von CEO Parag Agrawal und der Grund, warum er ihn ausgewählt habe. „Ich danke Ihnen beiden, dass Sie das Unternehmen aus einer unmöglichen Situation herausgeholt haben. Das ist der richtige Weg… Ich glaube von ganzem Herzen daran“, schreibt Jack Dorsey. Und er schließt: „Ich bin so froh, dass Twitter auch weiterhin der öffentlichen Diskussion dienen wird. Auf der ganzen Welt und bis zu den Sternen!“

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Das unbemannte Überwasserfahrzeug Variant 7 von Blue Ops, der Marine-Sparte von Red Cat. Laut Red Cat wird es von einem Motor von Steyr Motors angetrieben | © Red Cat Holdings / Blue Ops

Der US-Drohnenspezialist Red Cat Holdings (NASDAQ: RCAT) will die Steyr Motors AG übernehmen. Wie Red Cat am Montag mitteilte, legt das US-Unternehmen ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien vor. Der Angebotspreis soll 39 Euro je Aktie in bar betragen, ein Aufschlag von 28,9 Prozent auf den Schlusskurs vom 16. Oktober. Steyr Motors zählt zu Europas führenden Herstellern von Hochleistungsmotoren für Defense-Spezialfahrzeuge und maritime Anwendungen sowie von Hilfsaggregaten für Kampfpanzer und Lokomotiven. Red Cat bietet Drohnen- und Robotiklösungen für Verteidigung und nationale Sicherheit an, darunter auch unbemannte Wasserfahrzeuge.

Ganz neu ist die Annäherung nicht: Beide Unternehmen hatten bereits unverbindliche Gespräche geführt, die im Juli 2026 beendet wurden. Nun wurden sie laut Aussendung wieder aufgenommen und haben zu einem vollständig finanzierten Barangebot geführt.

B&C und Cassutti dienen an

Die Ankeraktionärin B&C Holding Österreich GmbH hat sich unwiderruflich verpflichtet, ihre rund 15 Prozent am Grundkapital anzudienen. Auch CEO Julian Cassutti will seine eigenen Steyr-Aktien im Rahmen des Angebots andienen. Der Vollzug setzt voraus, dass Red Cat zum Ende der Annahmefrist mindestens 50 Prozent plus eine Aktie hält; zudem sind behördliche Genehmigungen in Österreich, Italien, Australien und dem Vereinigten Königreich erforderlich. Die Annahmefrist soll am 18. Dezember 2026 um 17:00 Uhr MEZ enden.

Red Cat will Steyr Motors laut Aussendung als österreichisches Kompetenzzentrum erhalten und ausbauen. Die Belegschaft soll bleiben, Fertigung sowie Forschung und Entwicklung verbleiben am Standort. „Wir sehen Österreich als zentral für die Zukunft des Unternehmens”, erklärt Red-Cat-CEO Jeff Thompson. Cassutti, der 2022 als CEO eingestiegen war und unter dem 2024 der Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse erfolgte, spricht vom nächsten Kapitel der Unternehmensentwicklung: „Zugleich steht Red Cat uneingeschränkt hinter unserem Standort und unseren Mitarbeitenden.” Der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Rolf Wirtz beurteilt die Transaktion vorbehaltlich der Prüfung der Angebotsunterlage positiv.

Einordnung: Viel Absicht, wenig Garantie

Mit Steyr Motors würde ein Zulieferer für Kampfpanzer, Militärfahrzeuge und Marineanwendungen in den Besitz eines US-Unternehmens übergehen, Behörden in vier Ländern müssen zustimmen. Das Standortbekenntnis ist in der Aussendung als Absicht formuliert, eine vertragliche Garantie nennt sie nicht; das mittelfristige Potenzial von Steyr als europäischer Ankerpunkt will Red Cat erst „prüfen”. Und mit den rund 15 Prozent der B&C ist die Schwelle von 50 Prozent noch nicht erreicht. Bis Mitte Dezember bleibt der Ausgang offen.

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