02.06.2017

IT und Kunst: Erster CultTech Hackathon in Wien

Von 19. bis 21. September findet in Wien der erste CultTech Hackathon statt. Dabei sollen digitale Lösungen für den Kunst- und Kulturbereich entwickelt werden.
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(c) phonlamaiphoto - fotolia.com: Gibt es eine digitale Revolution im Kulturbereich?

Kultur und Technik – für viele passen diese beiden Bereich nicht unbedingt zusammen. Der VC CultTech Hackathon möchte dem gegensteuern. Von 19. bis 21. September sind internationale Startups und Entwickler dazu eingeladen, zusammen mit den teilnehmenden Kulturinstitutionen Lösungen für die Herausforderungen des Bereiches zu entwickeln.

Organisiert wird die Veranstaltung von Pioneers Discover und viennacontemporary in Kooperation mit traditionsreichen Wiener Kulturinstitutionen wie der Staatsoper, den Wiener Festwochen und dem Kunsthistorischen Museum.

Synergien suchen

„Wien ist international für seine Kunst- und Kulturszene bekannt. Wieso sollte Wien also nicht zum Standort für CultTech Startups werden?“, sagt Andreas Tschas von Pioneers. Auch Pioneers Geschäftsführer Oliver Csendes betont, es sei nicht selbstverständlich, Synergien zwischen Technik und Kunst zu suchen. Insofern wäre der CultTech Hackathon eine besonders wichtige Veranstaltung.

Christopher Widauer von der Wiener Staatsoper geht es vor allem darum, mit dem Publikum in einer neuen Weisen zu kommunizieren und die „alte Tante Staatsoper“ für neue Kunstformen zu öffnen. Florian Pollack vom Kunsthistorischen Museum wünscht sich, dass die Ergebnisse des Hackathons dazu beitragen, das Konzept „Museum für alle“ weiter voranzutreiben. Das fange bereits beim Ticketing an. „Wir lassen uns diese Prozesse gerne von einer anderen Welt erklären und schauen, was dabei herauskommt“, sagt er.

Infos zur Anmeldung folgen in Kürze.

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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