29.06.2016

ISA LOLA: Von der Börse in die Küche

Die Leidenschaft für das Kochen brachte eine Marketing-Expertin und eine Börsenmaklerin zusammen. Seit Jänner 2016 betreiben Isabelle Stepski und Mariola Spiegelfeld den Home Catering Service ISA LOLA. Das Ziel: Ein gemütlicher Abend zu Hause, an dem sich die Gastgeber ganz ihren Gästen widmen können.
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(c) ISA LOLA/Reinhard Werner: Isabelle Stepski und Mariola Spiegelfeld haben das Home Catering Service ISA LOLA ins Leben gerufen.

Isabelle Stepski studierte in England und arbeitete in London bei einer Event Agentur. Mariola Spiegelfeld wuchs in Mexiko auf und war als Börsenmaklerin tätig. Die beiden Frauen kannten einander nicht, doch teilten sie eine Leidenschaft: Das Kochen. Dann stellten gemeinsame Freunde fest: „Ihr wollt das Gleiche, ihr müsst euch kennen lernen.“ So trafen Isabelle und Mariola einander und in kürzester Zeit war eine Geschäftsidee geboren. Die Idee trägt heute den Namen ISA LOLA.

Hinter der Kombination aus den Spitznamen beider Frauen steht ein Home Catering Service, der im Jänner 2016 gelauncht wurde. Auf Bestellung betreuen Stepski und Spiegelfeld ein Abendessen zu Hause – vom Einkauf bis zum Abwasch. Sogar das Geschirr bringen sie selbst mit, sodass für die Gastgeber möglichst wenig Arbeit anfällt und sie sich ihren Gästen widmen können. Als Servierpersonal beschäftigen die beiden Köchinnen zwei Mitarbeiterinnen auf Werkvertragsbasis.

Innovatives Dinner

Mit den Gastgebern wird im Vorhinein ein Budgetrahmen und ein Speiseplan festgelegt. In den meisten Fällen beinhaltet ein Menü drei bis fünf Gänge, Gesellschaften von bis zu 25 Personen können bekocht werden. Je nach Personenzahl variiert der Preis pro Kopf. „Ab 500 Euro Umsatz zahlt es sich für uns auf, Aufträge anzunehmen“, erklärt Stepski.

Redaktionstipps

Derzeit hat ISA LOLA etwa zwei Aufträge in der Woche. Ziel der Gründerinnen ist es, auf mindestens vier aufzustocken und ein Team an Köchen aufzubauen. Großen Catering-Firmen wollen sie aber keine Konkurrenz machen. „Für riesige Gesellschaften haben wir weder die Kapazitäten, noch die Ausrüstung“, sagt Stepski. „Darum konzentrieren wir uns auf kleine Events zu Hause, die für große Caterer nicht rentabel sind.“ Das, und die Individualität jedes Essens sollen ISA LOLA zu einer innovativen Catering-Variante machen.

Bei der Gründung sorgte das neue Konzept hingegen eher für Schwierigkeiten. „So etwas gab es nicht, und was es nicht gibt, geht nicht, hatten wir den Eindruck“, erzählen die Gründerinnen.

Kundengewinnung durch Schneeballsystem

Ein halbes Jahr nach dem Launch sind sie nun dabei, ihren Kundenkreis auszubauen. Das funktioniert hauptsächlich über ein Schneeballsystem. Menschen, die bereits zu Gast bei einem von ISA LOLA betreuten Abendessen gewesen sind, würden oft auch von dem Service Gebrauch machen. Bisher wurde außer in Wien schon in Oberösterreich und Kitzbühel gekocht. Demnächst steht auch München auf dem Programm.

In Wien sei der Markt generell offener für das junge Unternehmen, betont Stepski, die auch über eine Gründung in London nachgedacht hatte. „Aber dort ist der Markt anders und wir sind dort weit nicht so gut vernetzt.“

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Die GG Group möchte in Zukunft ihre Technologie in Satelliten verbauen. | Symbolbild (c) Envato

Im Weltall braucht es vor allem eines: Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Die GG Group (Gebauer & Griller Kabelwerke Gesellschaft m.b.H.) zählt seit Jahrzehnten zu den führenden Herstellern von Kabeln und Leitungen für die Automobilindustrie. Das international tätige Industrieunternehmen in Familienbesitz mit Sitz in Wien und Kabelwerk im niederösterreichischen Poysdorf geht mit dem Projekt „GG goes 2Space“ nun einen Schritt in Richtung Raumfahrt. Die neue Datenleitung „2Space251″ wurde für moderne Satellitensysteme entwickelt, die neben einer schnellen und zuverlässigen auch eine industriell skalierbare Datenkommunikation benötigen.

Von der Automobilbranche zur Weltraumanwendung

Entstanden ist das Projekt aus dem Interesse internationaler Raumfahrtunternehmen an industriell produzierbaren Hochleistungs-Datenkabeln für Satelliten. Die GG Group verfolgt dabei eben diesen industriellen Ansatz. Bewährte Standards aus der Automobilbranche sollen für Satelliten und weitere Weltraumanwendungen adaptiert werden. Dadurch sollen bei hohen Qualitäts- und Zuverlässigkeitsstandards die Entwicklungszeit verkürzt und die Kosten gesenkt werden.

„Mit GG goes 2Space übertragen wir unsere Erfahrung aus der Automobilindustrie in ein neues, stark wachsendes Technologiefeld. Unser Ziel ist nicht nur die Entwicklung einer einzelnen Datenleitung, sondern der Aufbau eines industriell skalierbaren Technologieportfolios für Raumfahrtanwendungen“, sagt Joseph Riegler, Projektmanager bei der GG Group.

Teil des ESA Phi-Lab Austria

Das Unternehmen wurde bereits in das ESA Phi-Lab Austria aufgenommen. Das Kompetenzzentrum unterstützt Firmen bei der Industrialisierung europäischer Raumfahrttechnologie. Dabei werden technologisches Know-how, internationale Netzwerke sowie Entwicklungs- und Testinfrastruktur verbunden. Die GG Group möchte mit der Aufnahme in das ESA Phi-Lab Austria ihre 2Space-Technologie weiter an die Anforderungen der Raumfahrt heranführen. Gleichzeitig soll der Zugang zum europäischen Space-Ökosystem gezielt ausgebaut werden.

Eine Million für 2Space-Technologie

Für das Projekt wird rund eine Million Euro veranschlagt. Ein großer Teil fließt in Entwicklungsaktivitäten und in die technologische Weiterentwicklung des Produktionsstandorts Poysdorf, wo in Zukunft die Kabel gefertigt werden sollen. Laut der Niederösterreichischen Landesregierung „positioniert sich Gebauer & Griller frühzeitig in einem Zukunftsmarkt“, denn die technologische Entwicklung und private Raumfahrtprogramme „erhöhen den Bedarf an leistungsfähigen, zuverlässigen und wirtschaftlich herstellbaren Komponenten“.

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