16.08.2023

Letzter Aufruf zum IÖB Call 2023: Machen Sie Österreich klimafit!

Heben Sie Österreichs Städte und Gemeinden auf die nächste Stufe und reichen Sie Ihre Innovation für ein klimaneutrales Österreich ein! Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und die IÖB-Servicestelle suchen noch bis 18. September 2023 Produkte und Dienstleistungen, die das Potential haben, Österreich in Richtung Nachhaltigkeit zu verändern!
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Innovationen und neue Lösungswege spielen bei der Realisierung von klimaneutralen Städten und Gemeinden eine wesentliche Rolle. Durch den IÖB-Call 2023 erhalten Sie die Gelegenheit, Ihre Produkte und Dienstleistungen einem breiteren Publikum im öffentlichen Sektor bekannt zu machen. Holen Sie Ihre Innovation vor den Vorhang und bringen Sie sich als Lösungspartnerin bzw. -partner für klimaneutrale Städte und Gemeinden in Stellung.

+++ Jetzt auf der IÖB-Innovationsplattform einreichen und von zahlreichen Vorteilen profitieren +++

Lösungen werden in den folgenden Kategorien gesucht:

  • Digitale Tools für eine klimaneutrale Städte- und Gemeindeplanung sowie -gestaltung: Digitale Lösungen und Partizipationssysteme für ressourcen- und flächenneutrale sowie modulare bzw. kreislauffähige Städte- und Gemeindeplanung; innovative Informations- und Anreizsysteme zur Unterstützung klimaneutralen Verhaltens; Vernetzungsmöglichkeiten von Energiesystemen; digitale Tools zur Steigerung der Energieeffizienz bzw. zur Reduktion des Energieverbrauchs.
  • Innovative Lösungen für klimaneutrale Gebäude und Infrastruktur: Lösungen für ganzheitliche Klimawandelanpassung zur ressourcen- und flächenneutralen sowie modularen bzw. kreislauffähigen Städte- und Gemeindegestaltung; energieeffiziente, ressourcenschonende, kreislauffähige Baumaterialien; Lösungen für erneuerbare Energieerzeugung, lokale Energiespeicherung sowie Reduktion des Energieverbrauchs, Heizen und Kühlen.
  • Innovative Lösungen für die Erbringung klimaneutraler kommunaler Dienstleistungen: Lösungen, Geräte und Maschinen zur Erbringung von kommunalen Dienstleistungen (z.B. Winterdienst, Abfallbehandlung (im weiteren Sinne Wertstoffsammlung); Abwasserbehandlung; Abwasserwärmenutzung.

Wie erfolgt die Auszeichung der besten Lösungen?

Die zwei besten Lösungen je Kategorie werden am 20. November 2023 von Bundesministerin Leonore Gewessler ausgezeichnet. Auch brutkasten wird bei der Veranstaltung vor live Ort sein und über die besten Lösungen medial berichten.

Jede Kategorie wird von Expertenorganisationen aus dem öffentlichen Sektor begleitet. Durch zusätzliche Unterstützungsangebote werden die Siegerlösungen auch nach der Bekanntgabe unterstützt.

Tipp der Redaktion:

Der Marktplatz Innovation bietet der öffentlichen Verwaltung einen Überblick über eine Reihe innovativer Produkte, die spezifisch auf ihre Nutzbarkeit durch öffentliche Verwaltungen ausgesucht wurden. Davon können auch Startups profitieren.

Eine Jury aus Vertretern der Österr. Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), Austria Wirtschaftsservice (aws), der Bundesbeschaffung (BBG) und der IÖB-Servicestelle zusammen mit Unternehmern aus dem Innovationsumfeld bewerten die Lösungen auf Mehrwert und Tauglichkeit für öffentliche Einrichtungen. Positiv bewertete Innovationen erhalten das IÖB-ausgezeichnet Siegel.

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Das Tumbleweed-Team © Tumbleweed

Vier Monate nachdem Tumbleweed mit „Oasis Alpha“ Österreichs ersten kommerziellen Satelliten an Bord einer SpaceX-Rakete ins All geschickt hat, vermeldet das Wiener Jungunternehmen frisches Kapital. In einer 6,9 Millionen Euro schweren Seed-Runde investieren Lead-Investor PactVC, Vanagon Ventures, Prototype Capital, EWOR sowie internationale Business Angels.

Rund 300.000 Euro aus eigenen Reihen

Auffällig ist das finanzielle Engagement der eigenen Belegschaft: Mehr als ein Drittel der 25 Mitarbeitenden steuerte insgesamt rund 300.000 Euro aus eigener Tasche bei. Der Impuls dazu kam aus dem Team selbst. „Als Founder ist das natürlich mehr, als ich mir je erträumt hätte“, sagt Co-Gründer und CEO Julian Rothenbuchner gegenüber brutkasten.

Auf Investorenseite ging die Beteiligung von EWOR auf eine persönliche Empfehlung zurück, wie Rothenbuchner erzählt: Ein befreundeter Investor war unmittelbar eingestiegen und vermittelte den Kontakt zu EWOR-CEO Daniel Dippold. „Tumbleweed hat Österreichs ersten kommerziellen Satelliten schneller in den Orbit gebracht, als die Zertifizierung eines einzigen Experiments normalerweise dauert. Julian hat genau das geliefert, was er uns beim ersten Treffen angekündigt hat — nur schneller“, so Dippold. „Jetzt kann jedes Labor und jeder Hersteller den Weltraum nutzen, ohne selbst zu einem Raumfahrtunternehmen zu werden.“

Von Mars-Plänen zur orbitalen Forschungsplattform

Einer der Tumbleweed-„Pods“ © Tumbleweed

Das ursprünglich mit dem Konzept eines windgetriebenen Marsrovers gestartete Unternehmen konzentriert sich heute auf standardisierte Experimente in der Mikrogravitation. Weil Zertifizierungen für die Internationale Raumstation ISS laut Tumbleweed oft Jahre beanspruchen, entwickelte das Startup vorzertifizierte Nutzlastbehälter („Pods“), die ab 15.000 Euro buchbar sind.

F&E-Teams aus Pharma, Biotech und Materialwissenschaften sollen so Strom- und Datenanbindung im Orbit, ohne eine eigene Satelliteninfrastruktur aufbauen zu müssen, erhalten. Dass dieses Setup im Markt greift, zeigte das Team im Sommer: Die Hardware für Oasis Alpha entstand in unter neun Monaten und flog mit vier zahlenden Kund:innen.

Drei Missionen für 2027 und Kapsel-Rückkehr ab 2028

Vorbereitungen für Oasis Alpha © Tumbleweed

Mit dem frischen Kapital will das 25-köpfige Team mit Standorten in Wien und den Niederlanden drei orbitale Missionen im Jahr 2027 für mehr als zehn Kund:innen finanzieren. Für die Raketenstarts verhandelt Tumbleweed weltweit, setzt künftig jedoch verstärkt auf europäische Partner:innen, heißt es von Seiten des Unternehmens.

„Diese Finanzierung erlaubt es uns, das zu skalieren, was wir mit unserer ersten Mission Oasis Alpha bewiesen haben: dass Mikrogravitation eine breit verfügbare industrielle Ressource sein kann. Wir freuen uns sehr darauf, diese Möglichkeit nun noch mehr Kunden zu eröffnen und letztendlich eine Zukunft zu bauen, in der Mikrogravitation genutzt wird für zehnmal bessere Krebstherapien, zehnmal bessere Halbleiter und eine zehnmal schnellere Pharmaentwicklung“, erklärt Rothenbuchner.

Parallel treibt das Startup die Folgeplattform „Oasis Beta“ voran. Die Vorbereitungen laufen, erste Kundengelder liegen laut CEO Rothenbuchner bereits auf dem Konto. Ab 2028 sollen Experimente zudem physisch zur Erde zurückgebracht werden. Dafür entwickelt das Team seit mehreren Monaten eine Kapsel, die sich im Orbit vom Satelliten trennen und mit einem Fallschirm landen soll.

So soll der Oasis Beta Satellit aussehen © Tumbleweed
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