21.09.2020

Investors Academy macht angehende Business Angels „investment-ready“

Die Investors Academy 2020, veranstaltet von der aaia (Austrian Angel Investor Association) und NextFloor, fand von 17. bis 18. September in Golling statt. Im Rahmen des zweitägigen Programms richtete sich das Event vor allem an angehende Business Angels, die mit dem Input der Academy „investment-ready“ gemacht werden sollen.
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Investors Academy
v.l.n.r. Thomas Bodmer (Next Floor), Marie-Helene Ametsreiter (Speedinvest), Karl Rosam (Tax 360), Laura Egg (aaia), Niki Futter (Board aaia) | (c) Johanna Lederer

Ziel der Investors Academy ist es, neuen Investoren den Input zu vermitteln, den sie benötigen, um erfolgreich als Business Angels durchzustarten. Im Vordergrund der Eventreihe steht das Vermitteln von Know-how, das Netzwerken mit anderen neuen Investoren und interessanten Persönlichkeiten aus der Szene sowie die hands-on Arbeit mit Startups. 

Die Investors Academy findet als zweitägiger Event einmal jährlich in wechselnden Locations statt –dieses Jahr in Golling nahe Salzburg im Hotel Döllerers.

Input von Branchen- und Investment-Experten

Im Rahmen der Investors Acadamy wurden die sogenannten „Newcomer-Angels“ laut aaia von namhaften Branchen- und Investment-Experten wie Marie-Helene Ametsreiter (Speedinvest), Karl Rosam (Tax 360) oder Philipp Kinsky (Herbst Kinsky Rechtsanwälte) u.a. in den Bereichen Beteiligungsprozess, Portfoliomanagement und operative Zusammenarbeit mit Startups gecoacht.

Business Angel und aaia-Vorstandsmitglied Niki Futter über die Zielsetzung der Investors Academy: „Wir wollen innerhalb kürzester Zeit jene Skills vermitteln, die es braucht, um als Business Angel aktiv zu werden. Besonders wichtig ist dabei die Vernetzung mit und das Lernen von erfahrenen Investoren, die ihre jeweiligen Learnings weitergeben. So können Newcomer aus den Fehlern anderer lernen und nützliche Tipps und Tricks mitnehmen“, so Business Angel und aaia-Vorstandsmitglied Niki Futter. 

Investors Academy: Das Programm

Auf der Agenda der Veranstaltung standen Vorträge zum Einstieg in die Karriere als Angel. Gestartet wurde mit dem “1×1 für Business Angels” um die Basics zu vermitteln, die dann bei der Case Study zur “Analyse eines Startup” Pitches, direkt umgesetzt wurden.

Außerdem wurden rechtliche Grundlagen und Steuerthemen besprochen, sowie Tipps zum erfolgreichen Portfoliomanagement und zur Exit Planung weitergegeben. Zudem gab es interaktive Arbeit mit Startups vor Ort sowie ein Networking Dinner.

Thomas Bodmer von NextFloor über den Ablauf der Veranstaltung: „Im Rahmen der Academy gingen wir auch dieses Jahr vielen wichtigen Fragen der angehenden Investoren nach. Wie findet man passende Startups? Wie laufen Beteiligungsprozesse ab? Wie lassen sich Investitionen durch öffentliche Gelder hebeln? Dafür haben wir hochkarätige Key Player der österreichischen Investoren-Community mit an Bord geholt, welche den angehenden Angels Rede und Antwort standen.“ 


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Das fonio.ai Team © fonio.ai

fonio.ai, die Wiener Plattform für KI-gestützte Kundenkommunikation, hat nach eigenen Angaben binnen zwölf Monaten die Marke von 10 Millionen Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) überschritten. Damit zählt das 2024 von Daniel Keinrath und Matthias Gruber gegründete Unternehmen laut eigenen Angaben zu den am schnellsten wachsenden KI-Startups Europas. Der Meilenstein folgt auf eine Seed-Runde über 17 Millionen Dollar, die fonio.ai im Juni 2026 unter Führung von 20VC bei einer Bewertung von 140 Millionen Dollar abschloss.

Eine „Fully Loaded CAC Payback Time“ als Geheimrezept

CEO und Mitgründer Daniel Keinrath begründet das Tempo im Gespräch mit brutkasten unter anderem mit einer internen Grundregel: „Wir machen extrem viel Zeugs manuell und repetitiv, bis wir merken, das können wir automatisieren und dann automatisieren wir es richtig“, so Keinrath. Neue Produkte würden zudem gemeinsam mit Kund:innen entwickelt, statt sie fertig zu bauen und erst danach zu verkaufen.

Ausschlaggebend für die aktuelle Investitionsstrategie sei eine Kennzahl: Die „Fully Loaded CAC (Customer Acquisition Cost) Payback Time“. Also die Zeit, bis sich die Kosten für die Kund:innen-Akquise amortisieren, wobei neben den reinen Werbekosten auch Activation-Kosten, Churn und Marge eingerechnet werden, liege laut dem Gründer bei fonio.ai konstant unter zwölf Monaten. Solange das der Fall sei, wolle man das frische Kapital so schnell wie möglich in Produkt, Marketing und Sales stecken: „Ich versuche tatsächlich im Moment so viel Geld auszugeben wie möglich, weil alles andere wäre im Moment irrational“, so Keinrath.

Neue Standorte in Europa und den USA

Nach zehn Märkten, in denen fonio.ai bereits aktiv ist, sollen im September physische Büros in Barcelona und Warschau folgen. Noch heuer sollen laut Keinrath London und München dazukommen, abhängig von der Entwicklung des US-Geschäfts womöglich auch ein Standort an der US-Ostküste, etwa in New York.

„Irgendwann wird es uns fett auf die Schnauze hauen“

Auf die Frage, ob das Wachstum so weitergehen könne, entgegnet Keinrath, man hätte die Risiken auf alle Fälle am Schirm. Intern rät Keinrath zu Vorsicht: „Irgendwann wird es uns fett auf die Schnauze hauen“, sagt er lachend. Man wolle daher innerhalb des Wachstums Risiken minimieren und keine Firma mit unkontrolliertem Kund:innen-Verlust aufbauen. Langfristig rechnet Keinrath mit einer Marktkonsolidierung, vergleichbar mit der Entwicklung im Telekommarkt Anfang der 2000er-Jahre. Man müsse schnell genug wachsen, um kleinere Konkurrenten zu übernehmen, bevor man am Ende womöglich selbst zum Übernahmeziel werde, meint er.

Kein Kompromiss beim Hiring

fonio.ai wuchs von der ersten Einstellung im Juni 2025 auf mittlerweile 81 Mitarbeiter:innen, aktuell sind laut Unternehmen 52 weitere Positionen offen. Bei knapp 10.000 Bewerbungen pro Monat liege die Annahmequote bei etwa 0,2 Prozent, so Keinrath: „Es tut so weh innerlich“, trotzdem Absagen zu erteilen, die Unternehmenskultur habe aber Priorität.

Zusätzlich sucht fonio.ai laut Keinrath aktuell intensiv nach einer Head of Growth-Person mit entsprechender Skalierungserfahrung, dotiert mit bis zu 250.000 Jahresgehalt plus „Significant Equity“, betont Keinrath. Man nehme hier viel Geld in die Hand, weil es sich um ein sehr spezielles Profil handle, nach dem man suche. „Dafür kommen nur eine Handvoll Personen in Europa in Frage“, meint der Gründer. Das nächste Ziel sei ein ARR von 100 Millionen Dollar innerhalb von 18 bis 24 Monaten.

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Investors Academy macht angehende Business Angels „investment-ready“

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  • Auf der Agenda der Veranstaltung standen Vorträge zum Einstieg in die Karriere als Angel.
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