29.12.2020

Invest2Grow: Startup-Mentoring-Programm mit Chance auf 250.000 Euro Investment

Der Gründer und CEO der bk-Group, Gerold Wolfarth, lädt junge Unternehmen zu einem zehnmonatigen Mentoring-Programm ein. Insgesamt zwölf Startups aus verschiedenen Branchen werden für das Invest2Grow-Programm ausgewählt, das in einem Finale im Oktober gipfelt. Neben gebotenen Leistungen winkt dem Gewinner noch ein Investment von 250.000 Euro.
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(c) GeroldWohlfarthofficial/FB - Neben der Vorstellung seines Mentorings-Programms Invest2Grow erzählt Gründer Gerold Wohlfarth, wie er es in der Coronakrise geschafft hat innerhalb von kürzester Zeit 40 Millionen Euro Umsatzverlust zu überstehen.

Gerold Wolfarth, Gründer & CEO der bk-group.eu, hat ein zehnmonatiges Mentoring-Programm namens Invest2Grow entwickelt und lädt Startups ein, sich dafür zu bewerben. Zwölf Gründer werden aufgenommen, bekommen ein breites Spektrum an Leistungen geboten und können zudem ein 250.000 Euro Cash-Investment von Wolfarth gewinnen.

Finale bei der „The Grow“-Roadshow 2021

Das Programm startet im Februar 2021 und endet auf der „The Grow“-Roadshow 2021 im Oktober. Dort werden die Invest2Grow-Startups live vor einer hochkarätig besetzten Jury und über 350 Mittelständlern pitchen. Der Sieger erhält den „Invest2Grow“-Award.

Ein Computer, ein Telefon und eine Idee

Wolfarth hat mit jungen 29 Jahren sein Unternehmen bk-group als „One Man Show“ gegründet. Seine Mittel dabei: Ein Computer, ein Telefon und eine Idee. „Ich habe mich gefragt, warum die Einkaufstraßen 25 Elektriker anrufen, die zu 25 Läden gehen, statt einen, der alle bedient“, erinnert er sich. Nach einer Eigenrecherche und der Erkennntis, dass so ein Service noch nicht existiert, war seine Geschäftsidee geboren.

45 Millionen Jahresumsatz

Seine Motivation junge Gründer zu unterstützen fußt auf seinen damaligen Erfahrungen, als er als Jungspund Geldgeber gesucht, aber nicht gefunden hat. „Es war vor 20 Jahren die Zeit der ‚Neuen Medien“ und ich bin mit Handwerk und Ladenbau dahergekommen. Da hat jeder Gesprächspartner bloß den Kopf geschüttelt“, sagt Wolfarth. Ihm war damals ohne Investor rasch bewusst, er müsse sein Business dermaßen gestalten, sodass es schnell in den Cash-Flow kommt. Heute beschäftigt er rund 200 Mitarbeiter aus 33 Ländern und macht einen Jahresumsatz von 45 Millionen Euro.

Über 5000 Filialen europaweit

Konkret: Die bk-group gestaltet und richtet Retail-Shops, wie Adidas, Hermes, Louis Vuitton oder Prada, in 27 europäischen Ländern ein – auch in Wien am Graben. Er bezeichnet seine Kernkompetenz als Komplettleistung, mit der er (bisher bereits über 5000) Filialen von Kunden „schlüsselfertig“ umsetzt und betreut. Von der Klimaanlage über die Elektrik bis hin zu einem 24-Stunden-Service.

„Von jedem Menschen zehn Prozent lernen“

Seinen Erfolg als „Selfmade-Unternehmer“ hat Wolfarth seiner Fähigkeit zu verdanken, sich selbst Dinge anzueignen. Er habe viel gelesen, viel beobachtet und als Grundsatz gelebt, dass er von jedem Menschen, den er trifft „mindestens zehn Prozent lernen kann“. Seine Neugier neue Dinge auszuprobieren und zu evaluieren, was wirklich funktioniert, nennt der Gründer seine eigene „innere Unruhe“, mit der er der immer wieder seiner Zeit bis zu zwei Jahre voraus ist. Und weiß, was benötigt wird.

Corona schlägt zu

Bei all diesem Erfolg, die Corona-Pandemie hat die bk-group extrem getroffen wie Wolfarth sagt: „Wir hatten zu Beginn des Jahres 2020 komplett volle Auftragsbücher. Am 11. März kam die Nachricht, dass alle europaweiten Filialen, die wir betreuen, geschlossen werden. Damit wurde die gesamte Auftragslage meiner 200 Mitarbeiter entzogen.“

40 Millionen Euro Umsatz weg

Das Unternehmen verlor binnen 48 Stunden 90 Prozent der Aufträge. In Zahlen: 40 Millionen Euro Umsatz innerhalb von zwei Tagen weg. „Ich musste am Freitag den 13. März in 400 Augen meiner Mitarbeiter schauen und ihnen sagen, dass ich ab Montag keine Arbeit mehr für sie habe“, erinnert sich Wohlfarth an diese schwere Situation und auch daran, dass er seinen Angestellten damals das Versprechen gab, jeden einzelnen Arbeitsplatz durch diese Krise zu bringen.

72-Punkte-Liste für künstliches Koma

Mit diesem „Rucksack“ um die Schultern und nach zwei Tagen Verarbeitung der gesamten Situation hat Wohlfarth infolge eine 72-Punkte-Liste erstellt, wie er es europaweit schaffen könne, sein Unternehmen in ein „künstliches Koma“ zu versetzen. Im Detail war der Plan, von monatlichen zwei Millionen Euro Kosten auf unter 200.000 Euro zu gelangen. Drei Tage später war das Rettungs-Vorhaben geschafft.

Neu-Orientierung

Die nächsten Schritte des Unternehmers waren, sich gedanklich in eine Zeit nach dem Lockdown zu transferieren und zu eruieren, was benötigt wird. Quasi ein Sprung in die Zukunft, wie er sagt. Ein kurzer Blick nach China, das Europa zeittechnisch ein wenig voraus war, gab Wohlfarth die Erkenntnis, dass man Masken brauche, Desinfektionsmittel und- ständer, sowie Plexiglas-Elemente – alles Dinge, die notwendig waren, um eine Filiale wieder zu eröffnen.

Halbe Million in die Hand genommen

Insgesamt investierte er eine halbe Million Euro in die oben genannten „necessities“, damit seine Kunden ihre Unternehmen wieder in Betrieb nehmen konnten. Binnen drei Wochen schaffte es Wohlfarth tatsächlich, die Anschaffungen an seine Partner zu verkaufen und damit über eine Million Umsatz zu generieren.

„book your rockstar“

Ein zweiter Weg aus der Krise war es, sich die Branchen anzusehen, in denen die bk-group noch nicht drinnen war. Vier Wochen später hatte Wohlfarth das erste europaweite Buchungsportal für Handwerker aus dem Boden gestampft, das heute rund acht Prozent vom Firmenumsatz beiträgt. Der Name: book your rockstar. Am 27. Jänner 2021 wird die Seite neu gelauncht.

Invest2Grow aus Sehnsucht geboren

Wie man merkt, hat der Gründer in all seiner Zeit als Unternehmer die Fertigkeit erlangt, die richtigen Schritte zu setzen, um selbst in einer Krise heil herauszukommen. In seinen jungen Jahren, als er sich danach sehnte jemanden zu treffen, von dem er etwas lernen kann – einen Mentor mit Erfahrung zu haben – fand er keinen. Aus diesem Grund kümmert sich der Gründer heute mit Invest2Grow um junge Founder.

500 Minuten Material

Das Mentoring-Programm beinhaltet über 500 Minuten Videomaterial, von Wohlfarth aufgenommen, mit über 60 Themen der wichtigsten Tipps, wie man ein erfolgreicher Unternehmer wird. Alle zwei Wochen wird es zudem Online-Sessions, sowie ein „1-zu-1-Coaching“ geben.

Bewerben können sich sowohl Handwerk- wie auch Tech-Unternehmen – da sind keine Limits gesetzt. Fällig ist ein kleiner monatlicher Beitrag. Unter diesem Link geht es zur Anmeldung, die bis Mitte Jänner offen ist. Das Prozedere: 20 Startups werden vorausgewählt, aus denen im Zuge von persönlichen Video-Gesprächen final zwölf Teilnehmer von Invest2Grow bestimmt werden.

Konkrete Anforderungen:

  • Startup-Gründung erfolgte 2015 oder später
  • Unternehmen ist market proof, ein Minimum Viable Product ist vorhanden
  • Grundsätzliches Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung
  • Motivation, Eigenverantwortung, Engagement, Offenheit und Risikobereitschaft
  • Vollständig ausgefülltes Profil auf dem Innovation-Marketplace SalsUp
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v. l. n. r. Stefan Kampusch (AURIMOD GmbH), Leonardo Peikoff (KPMG), Daniela Haunstein, Nikolaus Futter (beide invest.austria), Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus), Christian Tauber (NEOALP), André Felker (backbone.one), Lea Krebs (fibionic GmbH), Michael Reip (openmaind) und Benjamin Behr (KPMG) | Foto beigestellt von KPMG

Der Austrian Tech Innovator wird von KPMG veranstaltet und soll österreichischen Startups und Scaleups eine Bühne vor Publikum aus Wirtschaft und Investor:innen bieten. Heuer ging der Sieg an die Aurimod GmbH. Das Unternehmen entwickelt ein tragbares Gerät zur Vagusnerv-Stimulation am Ohr, mit dem Schmerzen ohne Medikamente behandelt werden sollen.

„Unser Ziel ist, Betroffenen eine wirksame Ergänzung zu herkömmlichen Schmerzbehandlungen anzubieten. Mittels Vagusnerv-Stimulation am Ohr können Schmerzen wie beispielsweise chronische Rückenschmerzen, Migräne oder akute postoperative Schmerzen nachhaltig behandelt werden“, erklärt Stefan Kampusch, CEO von Aurimod.

Seit Herbst letzten Jahres tritt das Unternehmen unter einer Doppelspitze auf: Manuel Leal Garcia, seit Mitte 2024 Head of Business Development, wurde zum Chief Commercial Officer und Co-Geschäftsführer neben Kampusch bestellt. Er verantwortet Vertrieb, Marketing und das internationale Geschäft, mit Fokus auf Deutschland, die Schweiz, Großbritannien sowie weitere europäische und nordamerikanische Märkte.

Ticket für den Global Tech Innovator

Mit dem Sieg hat sich Aurimod auch die Teilnahme am Global Tech Innovator gesichert. Dort tritt das Unternehmen gegen die Gewinner:innen der anderen teilnehmenden Länder an. Das internationale Finale findet zum sechsten Mal im Rahmen des Web Summit in Lissabon statt.

„Sichtbarkeit, ein starkes Netzwerk, professionelle Begleitung und ein klarer Blick auf den Markt können den entscheidenden Unterschied machen, um als Startup auch globale Reichweite zu erlangen“, sagt Benjamin Behr, Director im Bereich Advisory bei KPMG und Host des Abends.

Neoalp, fibionic und openmaind unter den Finalisten

Neben Aurimod standen vier weitere Unternehmen im Finale. Drei davon sind brutkasten-Leser:innen bereits bekannt:

Das Wiener Startup Neoalp entwickelt eine vendor-neutrale Operations-Plattform für industrielle humanoide Robotik. Anfang des Jahres berichtete brutkasten, wie das Startup Semperit bei der Einführung humanoider Roboter in der Fertigung unterstützt, gemeinsam mit Projektpartner Cancom.

Das Tiroler Startup fibionic aus Götzens setzt mit seinem patentierten Verfahren „fibionic fiber placement“ auf bionisch inspirierten Leichtbau: Fasern werden gezielt entlang realer Lastpfade ausgerichtet, das Vorbild sind Strukturen wie die Flügel einer Libelle. Im März holte sich das 2021 gegründete DeepTech-Startup drei Millionen Euro, angeführt von Redstone und Euregio+.

Das Grazer Startup openmaind arbeitet an einer KI-basierten Intelligence-Layer für industrielle Robotikprozesse. Die Software vernetzt autonome Transportroboter unterschiedlicher Hersteller in Produktionshallen und lässt sich per natürlicher Sprache steuern. Im Herbst 2025 stieg KaPa Ventures mit einem mittleren sechsstelligen Betrag ein. Die Mitgründer Michael Reip und Christoph Zehentner hatten 2021 bereits ihr Unternehmen Incubed IT an Verizon verkauft.

Vierter Finalist war die backbone.one GmbH, die eine digitale Infrastruktur für erneuerbare Energie entwickelt und das Konzept „Energy-as-a-Currency“ verfolgt.

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AI Summaries

Invest2Grow: Startup-Mentoring-Programm mit Chance auf 250.000 Euro Investment

  • Gerold Wolfarth, Gründer & CEO der bk-group.eu hat ein zehn-monatiges Mentoring-Programm namens Invest2Grow entwickelt und lädt Startups ein, sich dafür zu bewerben.
  • Zwölf Gründer werden aufgenommen und bekommen ein breites Spektrum an Leistungen geboten und können zudem ein 250.000 Euro Investment von Wolfarth gewinnen.
  • Wolfarth hat mit jungen 29 Jahren sein Unternehmen bk-group als „One Man Show“ gegründet.
  • Das Unternehmen verlor in der Coronakrise binnen 48 Stunden 90 Prozent der Aufträge.

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