29.09.2021

Invest Austria: Das bringt die große Investoren-Konferenz von aaia und AVCO

Am 6. Oktober findet in Wien Österreichs größte Investoren-Konferenz statt. Stargast ist Finanzminister Gernot Blümel.
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Nina Wöss (AVCO) und Laura Egg (aaia) © AVCO
Nina Wöss (AVCO) und Laura Egg (aaia) © AVCO

Mit der invest austria wollen die beiden österreichischen Investoren-Verbände aaia (Austrian Angel Investors Association) und AVCO (Austrian Private Equity and Venture Capital Organisation) ein neues Flagship-Event für den vorbörslichen Kapitalmarkt in Österreich etablieren. Am 6. Oktober findet die invest austria das erste Mal im Park Hyatt in Wien und online statt und versammelt spannende Speaker wie Angelika Sommer-Hemetsberger (OeKB), Monika Köppl-Turyna (EcoAustria), Anthony Doeh (SoftBank), Eric Demuth (Bitpanda), Finanzminister Gernot Blümel und Ingo Bleier (Erste Group).

Finanzmarkt wichtig für aufstrebende Startup-Szene

Das Programm orientiert sich am Funding Lifecycle und spannt dementsprechend den
Bogen von Förderungen und Angel Investments über Venture Capital und Private Equity bis
hin zu Wachstumsfinanzierungen, Nachfolgelösungen und Exit. Das Startup-Ökosystem in Österreich sei derzeit am aufsteigenden Ast und Erfolgsgeschichten wie Bitpanda oder GoStudent würden stark von einem funktionierenden Finanzmarkt abhängen. “Das erkennt auch die Politik, daher freuen wir uns besonders, mit Herrn Blümel den Bundesminister für Finanzen unter unseren Keynote-Speaker:innen begrüßen zu dürfen. Das Interesse des Finanzministeriums an der Veranstaltung zeigt, dass die Politik aktuelle Themen aufgreifen will, um Österreich zu einem zeitgemäßen, wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort zu entwickeln”, so Nina Wöss, Vorstandsvorsitzende bei AVCO.

Besonders im Bereich der Wachstumsfinanzierung gebe es in Österreich Lücken zu schließen, meint aaia-Geschäftsführerin Laura Egg. “Wollen wir die heimischen Leitbetriebe von morgen aufbauen und nachhaltig Arbeitsplätze in Österreich sichern, so ist eine Stärkung des vorbörslichen Kapitalmarkts essentiell. Mit invest austria schaffen wir die Plattform, um die dafür notwendigen Weichen zu stellen und gemeinsam privates Kapital zu mobilisieren.”

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fonio
© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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