11.01.2022

Erfolgreich Internationalisieren: Warum exportinteressierte Gründer:innen den „International Bootcamp Day“ nicht verpassen sollten

Am 27. Jänner 2022 lädt die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA Gründer:innen ein, sich beim International Bootcamp Day im Rahmen der Born Global Academy einen Überblick über die einzelnen Schritte der internationalen Expansion zu verschaffen. Die Teilnahme ist kostenlos und online möglich.
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Immer mehr österreichische Startups erreichen zunehmend die Expansion Stage und fassen mit ihren Produkten und Dienstleistungen auf internationalen Märkten Fuß. Laut dem letzten Austrian Startup Monitor erzielen bereits mehr als 90 Prozent der österreichischen Startups Umsätze im Ausland oder planen, in naher Zukunft aktiv zu werden. Jedes fünfte Startup erwirtschaftet bereits einen Gewinn im Ausland.

Die Born Global Academy der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA

Um bei Wachstums-, Expansions- und Marktfragen die österreichische Startup-Community noch besser zu unterstützen, hat die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA kürzlich die sogenannte Born Global Academy ins Leben gerufen. Ziel des mehrphasigen, hybriden Programms ist es, potentielle österreichische Scaleups mit einer passenden Veranstaltungsserie an die Skalierung ihrer Geschäftsmodelle und an die Internationalisierung heranzuführen. Die Serie umfasst insgesamt vier Teile – siehe auch hier. Mit dem International Bootcamp Day am 27. Jänner 2022 steht nun der zweite Teil am Programm.

+++ Jetzt kostenlos bis zum 26. Jänner 2022 für den International Bootcamp Day anmelden +++

Das können Gründer:innen am International Bootcamp Day lernen

Der International Bootcamp Day liefert österreichischen Gründer:innen einen kompakten Überblick über die notwendigen Schritte beim erfolgreichen Internationalisieren.  Neben inspirierenden Impulstalks von Movers & Shakers der österreichischen Tech-Szene, erwarten die Gründer:innen am Vormittag lehrreiche Info-Sessions zu den Themenfeldern Evaluation of ReadinessEstablishing a StrategyVC Funding und vieles mehr.

Am Nachmittag schauen die Teilnehmer:innen gemeinsam auf die regionalen Besonderheiten der Startup Ökosysteme Europas, Asien und den USA. Zahlreiche Expert:innen liefern dabei Antworten auf folgende Frage: Worauf kommt es beim Markteintritt in die einzelnen Regionen besonders an und welche Dos and Don’ts sind zu berücksichtigen? 

Im letzten, inhaltlichen Teil des Bootcamp Days geht es um die neuesten Trends in Sachen Hypergrowth Marketing. Nicht verpassen sollten Gründer:innen zum Abschluss die Alumni Success Stories, in denen ehemalige Teilnehmer:innen der zahlreichen Scaleup-Programme der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA über ihre Erfahrung berichten. Mit dabei sind unter anderem die bekannten Startups Kompany, Artivive, Leftshift One und Vello Bike.

+++ Das gesamte Programm des International Bootcamp Day +++

Born Global Academy | Die weiteren Programmpunkte

Die  Born Global Academy ist die Flagship-Veranstaltungsreihe, die österreichische Scaleups mit dem passenden Hands-on-Rüstzeug für die Auswahl von Zielmärkten und dem Erstellen einer umsetzungsstarken Go-to-Market-Strategie ausstattet. Als solche bietet sie neben dem International Bootcamp Day zwei weitere Veranstaltungen:

  • Das achtwöchige Intensivprogramm Scaleup Globally | 11.03.2022 – 06.05.2022
  • Demo Day im Rahmen der ViennaUP’22 | 30.05.2022

Im Anschluss geht die Begleitung der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA nahtlos über in Programme wie Go SiliconValley, GIN Programme in Asien, Pitching Days in London, New York und Tel Aviv, und Landing Zones in den VAE, Südafrika u.v.m.

Mehr über die Partner:innen

Der Umsetzungspartner weGrow International ist darauf spezialisiert Startups und Scaleups, ein schnelles und nachhaltiges internationales Wachstum zu erzielen. Mit einem Netzwerk von 100 erfahrenen SkalierungsexpertInnen in Europa, Asien und den USA hat weGrow bereits mit mehr als 300 Gründer:innen von schnell wachsenden Unternehmen zusammengearbeitet.

Co-Initiator der Veranstaltung ist die WKO Startup -Initiative StartupNow der WKÖ Startup-Services.

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Bild: KI-generiert / Google Gemini

Die europäischen NATO-Länder werden ihre Verteidigungsausgaben in den kommenden zehn Jahren massiv erhöhen. Neben den direkten Verteidigungsausgaben, die auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen sollen, sind weitere 1,5 Prozent des BIP für sicherheitsrelevante Investitionen vorgesehen: etwa für die Anpassung der Verkehrsinfrastruktur, für den Bevölkerungsschutz oder für Cyber- und Netzwerksicherheit. Europaweit entspricht das jährlich rund 320 Mrd. Euro.

Auch für Österreich als Nicht-NATO-Staat hat das Folgen. Legt man das 1,5-Prozent-Ziel als Referenzmaßstab zugrunde, ergibt sich ein potenzieller jährlicher Investitionsbedarf von rund 7,5 Mrd. Euro. Das geht aus der Studie „Verteidigungsrelevante Infrastruktur als Rückgrat souveräner Sicherheitsvorsorge“ von EY und der deutschen DekaBank hervor.

Jeder Euro löst 2,45 Euro aus

Die Investitionen stoßen laut Studie in den europäischen NATO-Ländern eine Produktion von insgesamt 822 Mrd. Euro pro Jahr an, 17 Mrd. Euro davon entfallen auf Österreich. Jeder investierte Euro führt demnach zu einem gesamtwirtschaftlichen Impuls von etwa 2,45 Euro. Profitieren dürften vor allem Bauunternehmen, Informations- und Kommunikationsunternehmen, Logistikfirmen sowie die Elektronik- und Elektrotechnikbranche.

Dazu kommen die Beschäftigungseffekte: Sofern die Infrastrukturinvestitionen wie vorgesehen zu ohnehin geplanten Projekten erfolgen, entstehen europaweit 4,4 Millionen Arbeitsplätze. Knapp 1,8 Millionen davon direkt in der Infrastrukturindustrie, ähnlich viele bei Zulieferern. In Österreich wären es rund 75.000 Jobs.

„Investitionen in Infrastruktur, von Mobilität über Energie bis zu Häfen, Flughäfen, Schutzräumen und Cyber-Sicherheit, bilden das Rückgrat militärischer Fähigkeiten“, sagt Axel Preiss, Partner bei EY Österreich und Defence Leader Europe. Die Effekte gingen über den Rüstungssektor hinaus: Solche Investitionen könnten die Konjunktur stärker ankurbeln als Rüstungsinvestitionen im engeren Sinn und bieten zugleich die Chance auf eine Modernisierung von Logistik, Verkehr und Energie.

Investitionsstau und knappe Kassen

Der Bedarf trifft allerdings auf strukturelle Engpässe. In Österreich wie in ganz Europa besteht bereits heute ein hoher Investitionsstau, die zugesagten Mittel müssten zusätzlich und möglichst kurzfristig aufgebracht werden.

Für Matthias Danne, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der DekaBank, führt daran kein Weg vorbei: „Der Staat wird die hohen Kosten der militärischen Infrastrukturinvestitionen nicht allein schultern können, ohne privates Kapital ist eine ausreichende Resilienz nicht erreichbar.“ Er verweist auf ÖPP-Modelle, die bei deutschen Behörden unbeliebt, international aber etabliert seien. Besonders bei Dual-Use-fähiger Infrastruktur in den Bereichen Energie, Netze, Logistik und Kommunikation ermögliche privates Kapital eine zügigere Skalierung. Auch in Österreich werde verstärkt diskutiert, wie sich privates Kapital für öffentliche Zukunftsprojekte mobilisieren lässt, ergänzt Preiss.

Als weitere Hürden nennt der EY-Partner lange Vorlaufzeiten, komplexe Genehmigungsverfahren und begrenzte kurzfristige Skalierbarkeit. Nötig seien daher beschleunigte Genehmigungen, eine koordinierte zivil-militärische Planung und eine stärkere europäische Abstimmung bei grenzüberschreitender Infrastruktur.

Was das für die heimische Szene bedeutet

Für Österreichs Technologieunternehmen trifft der erwartete Investitionsschub auf ein Feld, das sich gerade erst öffnet. Reine DefenseTech-Startups gibt es hierzulande kaum, die meisten agieren im Dual-Use-Bereich, also mit Produkten, die sich zivil wie militärisch einsetzen lassen. Genau dort setzt auch die Studie an, wenn sie Dual-Use-fähige Infrastruktur in Energie, Netzen, Logistik und Kommunikation als bevorzugtes Feld für privates Kapital nennt. Bewegung kommt zusätzlich von politischer Seite: Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer hat angekündigt, gesetzliche Hürden für die heimische Rüstungs- und DefenseTech-Branche abzubauen, unter der Bedingung, dass die Neutralität gewahrt bleibt.

Erste Finanzierungsrunden zeigen, dass das Thema auch bei Investor:innen ankommt. Das 2025 gegründete Grazer Startup GuardAero, dessen Systeme Drohnenbedrohungen an Militärfahrzeugen autonom erkennen und neutralisieren, holte sich zuletzt ein Seed-Investment im niedrigen Millionenbereich von Angels United und der Beteiligungsgesellschaft von Bernhard Klemen. Zuvor hatte das Team die „Austrian Defence Innovation Garage 2025“ gewonnen und kooperiert bei Entwicklungstests mit dem Bundesheer. Ob die von EY skizzierten Milliarden tatsächlich auch bei heimischen Startups landen, wird weniger von den Zusagen abhängen als von Genehmigungsverfahren, Vergabepraxis und der Frage, wie schnell Österreich seinen eigenen regulatorischen Rahmen nachschärft.

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