28.08.2025
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Interdisziplinär, praxisnah, zukunftsorientiert: Die neue IT:U in Linz

Mit der Interdisciplinary Transformation University (IT:U) entsteht in Linz eine neue öffentliche Universität, die Lehre und Forschung grundlegend neu denkt. Gerd Christian Krizek, Senior Manager für Study Portfolio & Student Affairs, erklärt, wie sich die IT:U von traditionellen Hochschulen unterscheidet und welchen Beitrag sie für den Innovationsstandort Österreich leistet.
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Gerd Christian Krizek ist Senior Manager für Study Portfolio & Student Affairs an der IT:U in Linz. | © IT:U

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2025 “Schubkraft” erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Keine Massenvorlesungen, kein passives Mitschreiben: Die neue Technische Universität IT:U in Linz setzt auf ein zukunftsgerichtetes Lernmodell, das Studierende in den Mittelpunkt stellt. „Unsere Zielsetzung ist es, interdisziplinär zu forschen und zu lehren, und das im Bereich der digitalen Transformation“, erklärt Gerd Christian Krizek. Die IT:U versteht sich als Alternative zu traditionellen Universitäten. Im Zentrum steht das Prinzip des Active Learning, insbesondere in Form des projektbasierten Lernens. „Wir möchten Strukturen schaffen, die die Interdisziplinarität aktiv fördern“, sagt Krizek.

Statt passiven Frontalunterrichts wird in sogenannten Learn‐Labs gearbeitet: Kleingruppen entwickeln dort konkrete Lösungen für reale Herausforderungen aus Industrie, Gesellschaft oder Wissenschaft. „Was es definitiv nicht geben wird, sind diese Massenvorlesungen, bei denen man am Gang auf den Stufen sitzt“, stellt Krizek klar.

Kompetenzen stärken

Ab Oktober startet zusätzlich zum bestehenden PhD-Angebot das neue Masterprogramm Interdisciplinary Computing mit 40 Studienplätzen. „Entscheidend ist die intrinsische Motivation für die digitale Transformation“, sagt Krizek. Der Master bietet vier Spezialisierungen: Designing Interactions; Digital Earth, Society, and Networks; Future Industries sowie Digital Humanities, Health, and Life Sciences. Sie decken Themenfelder ab, die von KI-unterstützter Pflege über smarte Produktion bis hin zu digitalen Nachhaltigkeitsstrategien reichen.

„Der Mensch steht im Mittelpunkt, dem durch technologische Anwendungen ermöglicht wird, gezielter und effizienter zu arbeiten“, fasst Krizek zusammen. Das Studium fördert gezielt Kompetenzen wie systemisches Denken, Teamarbeit und interdisziplinäre Perspektiven, ohne dabei auf fachliche Tiefe zu verzichten.

Im Labor für Robotik lernen Studierende den Umgang mit Robotern und beschäftigen sich mit den Möglichkeiten für deren Einsatz. | © IT:U

Partnerschaften mit Industrie und Wirtschaft

Um den Transfer in die Praxis zu stärken, baut die IT:U strategische Partnerschaften mit Industrie und Wirtschaft auf. Ziel ist es, Forschungsergebnisse in marktfähige Lösungen zu überführen und Talente mit Unternehmen zu vernetzen. Auch langfristig denkt man groß: In den kommenden zehn Jahren soll das Studienangebot weiter wachsen und Studierende aus dem In- und Ausland nach Linz holen.

Für das erste interdisziplinäre Masterstudium an der IT:U gingen über 300 Bewerbungen aus aller Welt ein – ein großer Erfolg. Im Oktober, zum Wintersemester 2025/26, beginnen 40 Studierende ihr Studium mit dem neuen Ansatz der projektbasierten interdisziplinären Hochschulbildung.


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(c) eologix-ping

Im Mai 2024 holte eologix-ping ein Millioneninvestment u.a. von Verbund X – brutkasten berichtete. Im gleichen Jahr führte das Grazer Startup Blitzdetektion ein und erweiterte sein Produktportfolio um Blitzüberwachungssysteme.

Eologix-Ping mit neuer Version

Nun hat Eologix-Ping die Markteinführung von „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ bekannt gegeben, einer neuen satellitengestützten Version seiner Blitzüberwachungslösung für Windturbinen.

Die neue Variante soll es Wind-Asset-Managern in abgelegenen Regionen mit geringer Konnektivität, in denen die Mobilfunkkommunikation unzuverlässig oder nicht verfügbar ist, ermöglichen, zu erkennen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde – konkret geschieht das mittels Myriotas UltraLite-Satellitenkonnektivität.

Use-Case bleibt

Der grundlegende Use Case bleibt bei den Grazern jedoch unverändert: Betreiber wissen zu lassen, welche Turbine von einem Blitz getroffen wurde, damit sie Inspektionen priorisieren, die Wartungsplanung verbessern und Unsicherheiten nach Gewitterstürmen reduzieren können.

„Abgelegene Windparks sollten nicht einfach deshalb an operativer Transparenz verlieren, weil die Mobilfunkabdeckung begrenzt ist“, sagt Matthew Stead, CPO und Mitgründer von Eologix-Ping. „Mit ‚Event Lightning Fleet – Satellitenversion‘ erweitern wir die Blitzüberwachung auf Turbinenebene auf Regionen, in denen die traditionelle Kommunikationsinfrastruktur eine Hürde dargestellt hat.“

Einblicke auf Turbinenebene

Blitzeinschläge können erhebliche Blattschäden und Betriebsrisiken für Windturbinen verursachen. In vielen Fällen sind Betreiber gezwungen, nach Gewitterstürmen umfangreiche Inspektionen durchzuführen, ohne klare Anhaltspunkte dafür zu haben, welche Turbinen betroffen waren.

Im Gegensatz zu regionalen Wetterdiensten, die sich auf flächenweite Blitzaktivität konzentrieren, sei „Event Lightning Fleet – Satellitenversion“ darauf ausgelegt, betriebliche Einblicke auf Turbinenebene zu liefern.

Aus dem Archiv: Die Hintergründe zum Millioneninvestment für eologix-ping aus Graz

Das System erkenne Blitzereignisse direkt am Windturbinenturm mithilfe eines Magnetfeldsensors, der im Power and Communication Module (PCM) installiert ist. Der Sensor erfasst das durch den Blitzstrom im Turmgebäude induzierte Magnetfeld und generiert eine Ereignisbenachrichtigung, die in die Cloud übertragen wird.

Eologix-Ping-CEO: „Besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika“

„Wir sind stolz darauf, mit Eologix-Ping zusammenzuarbeiten, um die Blitzüberwachung auf Standorte auszudehnen, die traditionell außerhalb der Reichweite zuverlässiger Konnektivität lagen“, sagte Dan Franklin, Regional Sales Director bei Myriota.

Und Thomas Schlegl, CEO und Mitgründer von Eologix-Ping, ergänzt: „Mit dieser Markteinführung können Betreiber Blitzüberwachung auf Turbinenebene an Standorten einsetzen, die bisher schwer zu verbinden waren. Dies ist besonders relevant für viele Windparks in Lateinamerika, wo abgelegene geografische Lagen und begrenzte Telekommunikationsinfrastruktur nach Blitzereignissen operative blinde Flecken schaffen.“

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